Wunschvorstellung Wandercache

Samstag ist es mal wieder soweit. Eine ehemalige Arbeitskollegin kommt mit ihrem Mann nach Hamburg und auch wenn es eigentlich Muggel sind wandern auch sie gerne und machen dann auch gerne mal beim Cachen mit. Also geht es auf Wandertour und dabei fiel mir auf das es eigentlich relativ wenig Wandercaches gibt und die haben die unsichtbare Heike und ich schon fast alle gemacht. Unter dem Filter „Long Hike > 10km“ finde ich da 176 Stück in GSAK, aber da muss man dann Ratzetown und TourDeHölti abziehen, das sind eher Trails. Bleiben gerade mal um die 50 in 10 Jahren. Und die waren zum großen Teil wirklich schön!

Aber wie im Cachen scheint es leider auch in diesem Bereich oftmals in Richtung höher, schneller, weiter zu gehen was ich schade finde. Bedeutete früher ein Wandercache 20-30 km im Kreis, wie z.B. „Harburger Berge“ oder mein immer noch liebster „Riverside Scenery“ müssen es heute immer gleich 100te Kilometer oneway sein. Nicht das die nicht auch ihre Berechtigung haben, aber machen die wirklich so viele Cacher? Und wirklich zu Fuß??

Wir haben selber so einen 120 km Cache gemacht. Und klar gibt es auch immer Cacher die den am Stück machen, also mit Zelt oder anderer Unterkunft, der Durchschnitt dürfte das aber nicht sein. Und man kann sich doch sicher sein wenn den dann einer in zwei Tagen macht wird ihn irgendwann jemand nackig auf Brustwarzen laufend in einem Tag machen, aber das ist dann wieder ein anderes Thema ;-) Der Cache war schön, aber wenn man ihn in Etappen macht nervt es dann ab Etappe 4-5 schon wenn man dann schon 100 km Anfahrt hat und mit zwei Autos unterwegs ist da es ja kein Rundkurs ist. Und damit verliert der Cache dann auch ganz schnell im Ansehen des Cachers. Klar, kann man alles machen, aber hier geht es ja mal um Wunschvorstellung 8-)

Und da wünschte ich mir was wie „Durch die Lüneburger Heide„, rund 25 km durch die wunderschöne Heidelandschaft und Final nah beim Startpunkt. Unterwegs nicht etwa hoch komplizierte Rätsel oder Aufgaben sondern einfach an bestimmten Punkten Bilder zuordnen. Eine andere Variante ist ja unterwegs irgendwo Bilder finden, also man hat den Track aber weiß nie wann oder wo die Bilder kommen. Das empfand ich als nicht so angenehm, man hat doch oft die Befürchtung etwas zu übersehen und genau das ist uns z.B. bei den 120 km passiert. Auch Rundkurs finde ich einfach schöner. Klar, auch der „Alterwanderweg“ war großartig, aber nach über 30 Kilometer hätte ich auf die folgende S-Bahn-Fahrt zurück zum Start auch gerne verzichten können. Wobei der übrigens dennoch klasse und empfehlenswert ist!

Für mich ist eine Wandercache also eher eine wunderschöne Tour bei der ich wenig suchen möchte, der Cache soll mir eigentlich nur den Weg vorgeben, daher die Wunschliste:

– nicht über 40 km
– Rundtour um die Logistik klein zu halten
– schön wenn es an einem Cafe/Biergarten endet
– einfach Wegpunkte, z.B. Bilder zuordnen

Ach ja, einen möchte ich dann noch mal speziell für SM-Freunde empfehlen ;-) Den „Busenberger Holzschuhpfad„. Gut vorbereitet wie immer hatte ich nicht geschaut wie lang der eigentlich ist sondern gedacht, 5 Stationen, kann nicht so schlimm werden. Bei sommerlichen 30 Grad wurde es die Hölle und wir waren mehr als einmal kurz vor der Aufgabe. Über 20 Kilometer, eigentlich gar nicht soooo schlimm. Aber das fiese, vor jeder Station gibt es rund 500 Meter die im Zickzack bergauf führen, das bringt einen mehr als einmal ans Ende 8-) Der hat Heike und mich im letzten Urlaub wohl am meisten beeindruckt! Danach kam übrigens unsere 10000 an der „Walddusche„, die war danach echt ein Traum 8-)

7 Gedanken zu „Wunschvorstellung Wandercache

  1. Hi,
    ich weiß nicht, ob ein Kommentar hier noch Sinn macht. Aber vielleicht wird er ja trotzdem von euch gelesen. Zum Jahreswechsel wurde ein von mir gestalteter neuer Wandercache gepublished. Vielleicht wäre das ja mal was für euch:
    GC54BGZ Nordpfade Forst Hinzel Letterbox (http://coord.info/GC54BGZ).
    Es handelt sich um einen Rundwanderweg von gut 14 km Länge. Für den Cache kann man bei Bedarf etwas abkürzen und kommt dann aber noch auf knapp 11 km. Auf dem Rundweg gibt es zusätzlich 3 Bonuscaches, die jeweils nach rund einem Viertel der Strecke gesucht werden können.

    Viele Grüße,
    bajjab

  2. Ich wollte schon mal Fragen, wie eine T-Buddi Kategorie beim Hamburgs Cache des Jahres aussehen muß – aber das fällt vermutlich direkt wieder raus, da es kaum genügend Strecken in Hamburg gibt für solche Touren…
    Des weiteren denke ich halt das es da schon sehr unterschiedliche Vorlieben gibt.
    Als wohlsituierter, kinderloser, vier Tagewoche arbeitender Graunacken & dessen Frau die auch Geaocachen geht, hast Du fast die optimale Ausgangslage auch solche Caches zu machen…

    Als Familienvater, der eine 5 Tage Woche arbeite und dessen Frau so gar nichts mit dem Cachen anfangen kann – sind da schon massive Grenzen gesetzt ;-).

    Somit bin ich immer froh – tolle Dosen mit 1-2 Std. maximal Aufwand zu finden – oder mal Qualitätscaches wie aus Deiner Vorzeit zu machen – eine schöne LPC, oder eine längeren Multi.

    Insgesamt denke ich das es gerade unser Hobby ausmacht, dass es für fast jeden Herausforderungen gibt die seinen Vorlieben entsprechen…
    Und wenn wir dann noch die „schwierigen“ Gestalten im Rahmen halten können ist doch alles gut.

    Schöne Grüße Techl

    • Also die Frau geht gerne wandern, Geocachen macht sie halt mit weil es bei mir dazu gehört 8-) Aber ich kann mit der ganzen Veranstaltung nicht viel anfangen, daher entfällt die Frage nach Kategorien tatsächlich. Wobei das jetzt gar nicht gegen die Veranstaltung geht, nur ich persönlich kann halt nichts damit anfangen.

  3. Deine Ausführungen haben mir sehr gefallen und gleichzeitig den Anstoss für Überlegungungen in diese Richtung gegeben, Gruss Asco

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