Jahresrückblicke

Von WordPress kommt immer so ein automatisch erstellter Jahresrückblick. Nix besonderes aber irgendwie interessiert es ja vielleicht doch den einen oder anderen, wo Zahlen doch eh immer gut bei Geocachern ankommen 8-)

Jahresrückblick Wordpress

Aber auch wenn euch das nicht interessiert wünschen wir euch einen schönen Jahreswechsel und alles erdenklich Gute im neuen Jahr, macht euer Ding!

Und wenn wir schon dabei sind, da gab es einen Kommentar von einem alten Recken, dem Travelling Jack. Und der ist mir unter Kommentar einfach zu schade, daher möchte ich ihn hier noch mal etwas nach vorne ziehen da er aus meiner Sicht auch ein schöner Jahresrückblick ist!!!

Haloa!

Das Jahr neigt sich dem Ende. Man hat Zeit. Zeit für einen Jahresrückblick oder einen Podcast und vielleicht auch Zeit, ein paar Rätsel zu lösen und die Dosendatenbank mit der bedauerlichen Erkenntnis aufzuräumen, dass das Dösken manches gelösten Rätsels den Weg in den Behälterhimmel gefunden hat, bevor man das Logbuch signieren konnte. Es ist die Zeit „zwischen den Jahren“.

Jahrelang habe ich überlegt, was das überhaupt bedeuten soll; „zwischen den Jahren“ – schließlich endet ein Jahr und keine Millisekunde später beginnt ein neues – kalendarisch zumindest. Kirchlich ist das jedoch etwas anders. Wie ich neulich in einem Listing las, endet das Kirchenjahr am heiligen Abend und das neue beginnt mit dem Dreikönigsfest. Dazwischen liegen die „Rauhnächte“, wie die Tage zwischen den (Kirchen-)jahren auch genannt werden. Und Dank Geocaching hat sich wieder ein „Un-“ vor dem Wissen verflüchtigt.

Geocaching kann überhaupt sehr lehrreich sein. Nicht nur Earthcaches sind dienlich, dem Sucher Wissen zu vermitteln; auch viele Mysteries führen den interessierten Sucher in Themen ein, von denen er noch niemals hörte oder las und manch einer entdeckt darüber sogar ein neues Hobby und/oder neue Menschen, ganz nach dem Motto des ersten europäischen Geocoinfestes in Köln: „Find Friends“.

Auf Grund der Vielschichtigkeit dieser Freizeitbeschäftigung bietet Geocaching zudem extrem viel Raum, darüber zu berichten oder zu philosophieren, was in diversen Blogs, Podcasts und (x-) sozialen Netzwerken auch ausgiebig getan wird. Mein Versuch, mittels des einen oder anderen Gastbeitrags nochmals an mein altes Blog anzuknüpfen, war leider nur mäßiger Erfolg beschieden, was mir zu folgender Erkenntnis verhalf: „Wenn Du einmal weg bist, bist Du weg.“
Ob Thema verfehlt oder uninteressant, übersättigter Markt oder verprellte Leser – es ist müßig, darüber nachzudenken. Fakt ist: Was kaum gelesen wird, ist obsolet; ein guter Grund, sich künftig die Zeit zu sparen.

Zeit sparen, das Leben vereinfachen, sinnvolle Dinge tun. Wäre ich ein Anhänger der neujährlichen Vorsatzkultur, wäre das DER „gute Vorsatz“ für’s neue Jahr. Weniger vor dem Computer sitzen und sich stattdessen mehr bewegen. „Raus, cachen!“, wie es ein befreundeter Podcaster und Blogbetreiber zu sagen pflegt/e, den ich an dieser Stelle herzlich grüße. Listings nicht nur lesen oder lösen, sondern auch die Dosen suchen und die Icons auf der Karte in kleine gelbe lächelnde Ronden verwandeln; dies ungeachtet jeglicher Lage, Wertung, Favoritenpunkte und Souvenirs. Liest sich das nicht wie ein Plan? Wir werden sehen, was daraus wird.

In Kürze wird 2015 als das Jahr des Challenge-Moratoriums, der Souvenirschwemme und der letzten Blockparty in die Memoiren des Geocaching eingehen. Zumindest, solange es dauert, denn Totgesagte leben länger und ich befürchte, dass die Herausforderungen kurzfristig und bedauerlicherweise erneut ungeahnten Höhen entgegenstreben, Souvenirs noch inflationärer verteilt werden und auch die Blockparty mittelfristig, d.h. nach wenigen Jahren der Abstinenz wieder gefeiert werden wird.

Inzwischen betritt 2016 die Bühne; nicht leise sondern mit lautem Knall zwischen zwei Souvenirs. Ein weiteres Jahr im Zeichen von Mega- und Gigaevents, das den veranstaltungsaffinen Dosensucher vor eine diffizile Planungsherausforderung stellt: Erlebnisoptimierung trotz begrenzter Urlaubstage. Dabei mutiert „Freizeit“ zur Allegorie für „Stress pur“. Haupsache nichts verpassen und sei es nur, um auf den „einfachen“ Veranstaltungen aus voller Inbrunst proklamieren zu können: „Ich war dabei!“
„Wobei genau“, frage ich dann schon mal und lasse mir absurd anmutende Geschichten erzählen, z.B. von kostümierten Plüschfröschen in Babygröße mit hochtrabenden Namen, die ob ihrer Kostümierung unsinnig Preise gewannen und das in einer Arena ohne Löwen und mit Gladiatorenkämpfen ohne Blut inklusive.

Selbstverständlich war auch ich bei einigen solcher Veranstaltungen dabei, so wie ich 2016 voraussichtlich einige Veranstaltungen besuchen werde – keine Frage. Die Aussicht, Freunde zu treffen macht die aufreibende Qual der Veranstaltungsauswahl mehr als wett. Wir werden reden, Gemeinsames erleben und mancher Fremde wird fortan kein Fremder mehr sein aber möglicherweise mancher Freund auch nur noch ein Bekannter. Obwohl nur ein Spiel, liegen Freud‘ und Leid wie im wahren Leben eng nebeneinander. Anspruchdenken, Kurzlogallergien, Streitigkeiten um FTFs oder den multiverhinderndenTradi sind da noch eher harmlose Wehwehchen. Wie heißt es so schön – mal verliert man und mal gewinnen die anderen, obwohl es Regeln gibt, die einerseits gern als unsinnig betrachtet, aber andererseits gern vorgeschoben werden, wenn es der eigenen Sache dient. Glücklicherweise wird man nicht zu diesem Spiel gezwungen. Wenn’s nichts für einen ist, darf man jederzeit aufhören und das gereicht immerhin als Plan B.

Harren wir dennoch gespannt der Dinge, die das Jahr 2016 für uns bereit hält und der Menschen, die man trifft. Und wer weiß – vielleicht laufen wir uns sogar über den Weg.

Bis dahin wünsche ich Euch, allen Hörern, allen Lesern und allen, die mich kennen ein gesundes, tolles Jahr mit einem Satz, den jemand vor geraumer Zeit nicht trefflicher ausdrücken konnte: „Möget Ihr in interessanten Zeiten leben!“

TJ.

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