Wie ich die Lust an Earthcaches verlor

Früher, ja früher war alles besser. Man wurde zu einem Earthcache geführt, meistens ein Findlingsgarten, Steingrab oder sonstige grosse Steine die in der Gegend lagen, machte ein Foto, beantwortete ein paar Fragen und kontaktierte den Owner. Nach einer kurzen Freigabe, konnte man dann diesen Earthcache loggen und freute sich an eine Stelle geführt zu werden, welche doch irgendwas zu bieten hatte. Natürlich gab es auch damals schon Earthcaches welche einem zu einer Steilwand führten und das ganze drumherum doch eher sehr konstruiert wirkte.

Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt knapp über 100 Earthcachefunde, für mich eine der liebsten Geocache-Arten, es gab fast immer was zu sehen und die Fragen lenkten einen nicht zu sehr vom Erlebnis ab. Dann kamen die Statistik, in Form von Earthcache-Master-Abzeichen und kurz darauf wurde ein Foto nur noch als optionalen Bestandteil eines Earthcaches angesehen.

Für mich ließ die Qualität bei Earthcache rapide nach, hatte man vorher noch die ein oder andere Infotafel am Geocaches, gab es plötzlich vermehrt gar keine Hinweise mehr vor Ort. Dafür wurde der Fragenkatalog länger und länger, „interpretiere“, „fühle“ oder „charakterisiere in eigenen Worten was du siehst“ wurde mehr und mehr ein Bestandteil der Aufgaben. Vor Ort gab es dann tatsächlich immer weniger zu sehen. Letztendlich hatte man ja auch gar keine Zeit mehr etwas zu sehen, vielmehr musste man sich durch einen Fragenkatalog kämpfen, oft mit weiterer Internetrecherche. Zusätzlich durfte man dann noch Messen, Schätzen, Zeichnen oder mehrere Kilometer fahren um alle Antworten beieinander zu haben.

Das Foto war optional, die Antwort der Owner in vielen Fällen auch: „Mit Senden der Antworten, darfst Du diesen Geocache loggen! Wir melden uns wenn etwas nicht stimmt.“ In den seltensten Fällen gab es hier wirklich eine Rückmeldung, Fragen zur Aufgabenstellung wurden nicht beantwortet, konnten vielleicht auch nicht geleistet werden O-Ton „ich kenne den Umfang auch nicht“.

Heute suche ich lieber normale Geocaches, ist ein Earthcache in der Nähe, dann schaue ich mir zuerst den Fragenkatalog an. Treten die obigen Punkte vermehrt auf, wird er links liegen gelassen. Mir geht es um das Naturerlebnis und nicht darum die Suchmaschine auch noch für mein Hobby zu vergewaltigen.

Back to the roots, eine interessante geologische Formation, eine Infotafel vor Ort, ein paar Fragen die man vor Ort beantworten kann, das wünsche ich mir. Nicht nur weil es so schön einfach ist, sondern vor allem weil es von dem eigentlichen Aufsuchen des Ortes nicht ablenkt.

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39 Gedanken zu „Wie ich die Lust an Earthcaches verlor

  1. Eigentlich mag ich ECs sehr gerne. Besonders im Urlaub haben sie mich gezielt an besonders interessante Punkte geführt. Wenn die Logbedingungen mit komplizierten Aufgaben verbunden sind, dann lasse ich sie meistens links liegen. Mich nervt es, wenn ich zu lange mit Rätseln beschäftigt bin.
    Was mir mich aber wesentlich mehr stört ist, wenn ich einen EC löse, den Owner anschreibe und dann einfach keine Reaktion kommt. Kein richtig/kein falsch… Ich habe noch einige nicht geloggte ECs, da ich keine Antwort bekommen habe. Und es stand eben nicht dabei, dass man gleich loggen darf. Und nochmal anschreiben… irgendwie ist mir das dann echt zu doof…

    • das kommt mir auch bekannt vor. Oft schreibe ich in den log, dass ich die Anworten versendet habe.

      Schön ist auch, wenn im listing des EC steht: „Ihr könnte loggen, wenn ihr die Antworten versendet habt. Ich (der owner) melde mich, wenn etwas nicht stimmt.“
      Gelegentlich weiss ich nicht, ob meine Antworten wirklich richtig gewesen sind, weil ich keine Reaktion mehr erhalten habe.

      Ich müsste mal testen, ob und wie auf die Antwort „Mettigel“ reagiert werden würde….

  2. Das ist u. a. den Guidelines (das schrieb unten schon mal wer) geschuldet. Fotos dürfen keine Logbedingung mehr sein. Es gibt diese „mehrsprachig“-Anforderung. Muss mit geologischer Erdgeschichte zu tun haben. Etc. Eigentlich sind EC ja so zu gestalten daß mindestens 1 Antwort nur vor Ort zu ermitteln ist. Aber „dank“ GEarth sind das mittlerweile oft die neuen Virtuals.
    Aber es gibt Rettungspunkte – auch EC erlauben FavPoints und somit kann man vorab filtern was sehenswert ist…

    • Favoritenpunkte als Filtersystem funktionieren aber nur, wenn der eigene Geschmack „massentauglich“ ist (ob Earthcache oder nicht). Es gibt so viele schöne Caches, die nicht viele Favos haben, weil sie selten besucht werden, z.B. weil man ein paar Meter laufen muss. Andere haben tausende Favos, aber auch nur, weil sie zentral in einer Stadt liegen und gut erreichbar sind und weil besonders in Deutschland gerne Favos an Caches verteilt werden, die eh schon viele haben. Warum, habe ich nie verstanden, das ist schon z.B. in Frankreich anders.

  3. Also in Thüringen einen Eartcache zu legen …..das schafft man gar nicht mehr !
    Es werden hier so viele Zusagen von Umweltbehörden verlangt ect. dass das in einen mehrmonatigen Schriftkrieg ausartet .
    Ein Cacher, der schon ein paar Eartcaches sein nennt sagt, dass es so auch kein Spass mehr macht, weil man von Behörde A nach B über C muss, um ein Einverständnis dafür zu holen, was in einem Fall auch schon über 3 Monate gedauert hat .

    Aber natürlich sind nicht nur Eartcaches betroffen.
    Bei meinem Cache hat mir der Reviewer doch tatsächlich mitgeteilt … Tradi …. öfffentliche Straße …. dass ich mir doch eine Erlaubnis von der unteren Naturschutzbehörde einholen soll nur weil ich das Attribut 24/h freigegeben hatte ….

    Ohne Worte

  4. Schon seit vielen Jahren ist die Geologie mein Hobby, und seit 8 Jahren führen mich auch Earthcaches immer wieder zu beeindruckenden Örtlichkeiten.
    Nach meinem Besuch auf dem Pilgergipfel Adams Peak in Sri Lanka habe auch ich mich durchgerungen, dort einen EC zu kreieren.
    Wie könnte man Buddhas Fußabdruck und andere ähnliche Erscheinungen dort erklären, die großen Quarzkristalle direkt am Wegrand, das alles ruft geradezu nach einem EC.
    Tagelang habe ich daran gesessen, 3sprachig und optisch ansprechend einen Earthcache zusammenzustellen, mit möglichst klaren, einfachen Aufgaben, denn dieser Berg ist nur nach 5-7 Stunden Fußmarsch zu erreichen, und da hat man auch andere Sorgen als komplizierte ECs.
    Der englischsprachige Geoaware-Rewiewer hat mich mit seinen immer wieder wechselnden Ansprüchen, die sich teils selbst widersprachen, nach fast einem ganzen Jahr dann so zermürbt, dass ich die ganze Arbeit hingeschmissen habe.
    Ich hätte noch so einige geologische Besonderheiten auf Lager die echt einen EC verdienten. Aber einer Privatfirma die so schäbig mit einem umgeht, obwohl ich sie mit meinem Earthcache doch nur bereichern wollte, werde ich keine so umfangreiche Mühe&Zeit mehr opfern. Das ist die eine Seite.

    Mein Earthcache zum Adams Peak existiert seit 2013, frei für jeden einsehbar, auf Opencaching de.
    Aber auf Opencaching gelistete Caches interessieren kaum jemanden. Warum ? Keine Ahnung.
    Das ist die andere Seite.

    • Es kristallisiert sich auch aus anderen Antworten heraus, dass der Reviewprozess wohl ein Teil des Problems ist. Eigentlich Schade.

  5. Vielen Dank für diesen Beitrag und ich persönlich muss dem in jedem Punkt zustimmen.

    Vor etlichen Jahren besuchte ich auch ein paar Earthcaches und fand jedesmal was echt interessantes und die damals noch überschaubaren Fragen trugen eher dazu bei sich alles nochmal genau anzuschauen um dann auch noch auf Kleinigkeiten zu konzentrieren die ansonsten übersehen wurden.

    Der Punkt: „Man wurde nicht vom Gesamterlebnis abgelenkt“ trifft es extrem gut!

    Mittlerweile lass ich Earthcaches meist liegen, weil dieser Fragenkatalog den man teils auch erst nach 5x Durchlesen überhaupt überrissen hat was denn überhaupt gemeint ist, nervt.

    Und wenn man dann erst mal umfassende Google Recherchen nach sich ziehen muss, etwas denken, raten, fühlen oder meinen muss… Manchmal noch basteln für ein Bild dann fragt man sich: „Für was?“

    Bei einem Earthcache geht es mir auch in erster Linie darum ein Phänomen in der Natur zu sehen welches einem normal nicht auffällt.

    Und wenn ich Bock habe, les ich mir den Text dazu durch weil es mich interessiert. Wenn nicht, dann eben nicht.

    Vielen Dank und Gruß
    Andreas

  6. Ich möchte dem ganzen so nicht zustimmen. Klar nerven manchmal 7 und mehr Fragen zum Thema, aber letztlich haben wir bei fast allen EC’s noch ein klein wenig etwas dazu gelernt. Besser als ausschließlich irgendwelche dreckigen Dosen mit klitschnassen Logbüchern zu suchen, finde ich es auf alle Fälle und bei so manchem Mysterie ist selbst nach wochen- oder monatelangem Sinnieren dem Lösungsweg des Owners kaum auf die Schliche zu kommen. Aber wer es halt tun will, dem sei nichts in den Weg gelegt.
    Unsere eigenen EC’s kommen übrigens mit 4 bis max. 6 Fragen aus und eine davon ist die optionale Bitte nach einem Bild. Sie sind allesamt keine alten EC sondern eher neueren Datums. Auch dies erfüllen die meisten Cacher, also geht es doch auch ohne Zwang ganz gut.

    • Der Beitrag zeigt nur meine Sicht nach 155 ECs davon in letzter Zeit immer weniger im Jahr. Natürlich gibt es gute Earthcaches und natürlich gibt es Owner die es auch in Ordnung finden wenn man sich durch Google quälen muss. Es gibt EC-Owner, welche erklären, dass Sie hier einen klaren Lehrauftrag haben (ich bin der Lehrer, der Sucher der Schüler O-Zitat) und diesen erfüllen und andere die einen interessanten Ort zeigen wollen.

  7. Der Artikel spricht mir absolut aus dem Herzen. Absolut genau so ging es uns auch. Die Fragen sind meist seltsam und eben nicht vor Ort zu lösen und oft noch nicht mal eindeutig.

    Wir machen eigentlich keine Earthcaches mehr, Ausnahmen gibt es gelegentlich bei „schon lange dabei seienden“ Ownern, die noch Old-Style-Earthcaches legen (wenn sie es noch tun).

    Manchmal weist einen ein Earthcache schon noch auf einen schönen Platz hin. Da gehen wir dann auch hin. Den Earthcache ignorieren wir dann mit einem Lächeln…

    • Ja das ist auch die richtige Einstellung. Für mich waren die Teile wirklich immer eine schöne Herausforderung, wo ich auch gern mal länger angereist bin, weil vor Ort immer etwas sehenswertes zu finden war.

      • Doch genau diese „old-style“-Earthcaches bleiben in Erinnerung.

        Mein erster Earthcache zum Beispiel war https://coord.info/GC1RK2W für mich auch heute noch beeindruckend. Oder https://coord.info/GC1XDYE sehr schön! Hier sieht der Besucher die Auffaltung im Steinbruch https://coord.info/GC20EZV für mich imposant.

        Interessante Plätze, beeindruckendes Naturereignis das ist es was mich an den Earthcaches interessiert. Hin und wieder Experimentieren ist ok. Doch ansonsten möchte ich das Naturereignis sehen, erleben und ja, die Antworten auf der Tafel finden können.

  8. Ich finde mittlerweile schade, dass das Listing nicht mehr zweisprachig sein muss (Heimatlandsprache + Englisch). Der Earthcache ist so ziemlich der einzige Cache, wo man auf jeden Fall auf das Listing angewiesen ist. Die neuen Earthcaches sind hier bei mir in der Region fast nur noch auf Deutsch.
    Was mich auch stört ist, dass man einfach kein Logbild mehr benötigt. Man muss ja nicht zwigend ein Foto von sich hochladen. Eines mit der Hand + GPS oder Schild mit Namen an der Location würde auch reichen. Sonst kann ja jeder Heiopei loggen, ohne je da gewesen zu sein (ja, ich weiß, es gibt auch Spezialisten, die Logfotos von anderen Cachern klauen… ). Das die Fragen komplexer geworden sind, ist mir auch aufgefallen, stört mich aber nicht so wahnsinnig. Man muss für den Punkt eben was tun :-).

      • Zweisprachig? Heimatland & Englisch? Ja was machen dann die Bayern und Schwaben? Ich finde es diskriminierend, daß es keinen Earthcache auf Schwäbisch gibt.

        Das erhöht dann die D Wertung. ;-)

        • D5-Earthcache auf schwäbisch:

          „Flussmäandr

          Kloi, unscheinbar ond natierlich fliescht ond blädscherd dahana der Doddglüsingr Bach endlang ond undr der Holzbrügge hinweg. Schaud man Bachaufwärds kommd des Wassr in u. a. Schleifa herbei gflossa. Diese Flussschleifa nennd man Mäandr. Des kommd aus der griechische Schbrache ond leided sich wiederum vo zwoi Flüssa ab, die in der heudiga Tierkei schdragga.

          Wie kommd’s abr dazu, dess a Fluss sich in Schleifa fordbewegd, da von dene Weg ja vil längr isch? Wassr isch absolud effiziend, was den Verbrauch vo sainr Krafd bzw. Energie aghd ond der kürzeschde Weg isch eba ned äwwl der schbarsamschde. Schdöscht des Wassr uf a Hindernis, oi Barriere odr eröffned sich in einr andera Fließrichdung Einschbarbodenzial, so wird oi neie Richdung oigschlaga. Man kann dieses guad an Fenschderscheiba bobachda, an den der Rega hinab läufd. Des Wassr fliescht im Ziggzagg ond ned jedr Drobfa nudzd dieselb Bahn. Da sind ofd Schmudzbardikl, die den Weg beinflussa. Auch in der Nadur isch dies so. Es könna Schdoi (auch ganza Brge), Deile vo Lehmschichda im Boda odr organische Überreschde sai, die umrunded werda müssa. Abr au oi leichdes Gefälle in oi andere Richdung reichd aus, um den Verlauf oi baar Grad abweicha zu lassa. Anfänglich sind dies nur kleinschde, kaum wahrnehmbare Korrekdura, hedd der Brozess abr erschd einmol bgonna, mir er äwwl schdärkr. Isch er wie dahana breids sichdbar, kosch meischdens au guad erkenna, warum. Wenn sich ebbes im Kreis odr um die Kurve bwegd, wird’s no außa drüggd. So gschiehd’s dahana au mid der Schdrömung vom Baches. Dabei isch die schdarke Schdrömung am Außenufr ond bilded oi schdarke Erosio, wobei am Ufr vil Sand ond Erd abgedraga ond midgenomma wird. Diese Kande, isch im Verhäldnis hoch ond schdeil ond wird Brallhang gnannd. Die andere Seide hedd kaum no Schdrömung ond kaum Abdrag. Es kann sogar vorkomma, dess der gegendeilig Effegd eindridd ond Sand abgelagerd wird. Diese Seide nennd man Gleithang. In den meischda Fälla schlängeld sich der Fluss noh in Wella odr gar faschd kreisardich durch die Landschafd. Im Exdremfall kann sich so a Kreis wiedr schließa ond des Wassr durchbrichd des Ufr ond kann vo nun an einen andera effekdivera Weg nehma. Die alde Flussschleife wird noh zom Aldarm ond drennd sich evenduell au ab, um noh a Dodarm zu sai. Bei Mäandern werda zwoi Dyba underschieda. Hir im Flachländle sind’s die Auenmäandr. Im Süda vo Deidschländle odr anderswo, wo die Brg den Weg bschdimma sind’s häufich Dalmäandr. Hir kosch die Auswirkunga am Rand abr meisch ned so klar erkenna.“

          Dann doch lieber drölf mal am Findling lecken und dem Owner mitteilen, wie der Stein schmeckt und was für Rillen er einem in die Zunge schlitzt.

  9. Auch gebe ich dir Recht einiges hatte nachgelassen, habe damals selber einen als Owner hier: http://coord.info/GC1WTNT, der Existiert auch noch heute, nicht so trotz wurde er auch vom Publisher bemängelt, dass ich ich härte Bangen hatte, wie Ursprünglich gewollt, bevor es nachließ, dann hab eich auch so langsam nach 3 von der Sorte bleiben lassen, Groundspeak wird irgendwie Kindisch finde ich.
    Nebenbei haste mal mein Stein in Lurup gemacht? Und der ist auch in Waymarking.com drinne, ich denke mehr solche gehören auch dahin!
    Naja, bedenke der war eine ergänzend zu den andere beiden Steinen der Findlinge in Hamburg ^^ und zusätzlich habe ich mich mal kurz beschäftigt was diese Cacheart sollte ;), naja für mich war das auch nicht so der Bringer, dennoch Dosen ist doch ganz gut ;)!

  10. Ich kann nur zustimmen: Diese Entwicklung ist so gewollt. Die neuen Earthcaches erfordern schon fast ein abgeschlosses Geologie-Studium.

  11. Wir waren ja grade in Koblenz/Mendig, da hat ein EC-Owner seine ECs archiviert weil quasi gar keine Antworten geschickt wurden und aber fleißig geloggt. Wir haben sie artig beantwortet und Foto gemacht. Ich glaub auch als EC-Owner der sich richtig gedanken gemacht hat und sich freute einen besonderen Cache gelegt zu haben kann man Frust schieben wenn der EC-Bus kommt und 50 Leute aussteigen schnell Fotos machen und weiter.
    Wir machen ECs weiter gerne. Aber die mit schmecken, Farbe erfühlen, größe ertasten sich manchmal nervig.

  12. Also die „Suchmaschine zu vergewaltigen“ bis ich die Lösungen bekomme ist gut beschrieben. Mir geht es in erster Linie um die Gegend. ;-) Und was ich über die Erdgeschichte lernen kann.

    Da es bei euch Nordlichtern leider nur Findlinge und ein paar Moore gibt, kommt doch in den Süden. Hier ist es abwechslungsreicher. ;-)

    Und bei diesen Earthcaches kommt auch das Experimentieren nicht zu kurz: https://coord.info/GC4MMMN und https://coord.info/GC5EPD0 dafür sind die Owner bekannt. Und für die Cacher ist es eine Herausforderung.

    Solche Caches machen mir Freude.

    • hier oben gibt es natürlich auch andere. Gerade diese Experimentier-Earthcaches sind auch nicht mein Ding. Ich möchte vor Ort ja was sehen vielleicht auch noch was erfahren/ablesen aber doch nicht mein Experimentierbaukasten mitnehmen. :)

      • Was? Echt? Da gibt es außer Findlingen und Mooren auch „andere“ Earthcaches? Du meinst dann die Strände?

        Ich bin im Herbst an der Ostsee, ich werde dann berichten, was es da oben zu Finden gab. ;-)

  13. Als EC-Owner kann ich nur sagen,dass man im Review-Prozess immer mehr in diese Richtung gedrängt wird.
    Aber wenn man von der Internetrecherche (die sowieso Quatsch ist) absieht, wird der Inhalt Qualitativ anspruchsvoller.
    Mich nerven als Owner dann solche Sprüche: „eine Zahl von einer Tafel und ein Selfie müssen reichen. Ich will foch nicht ewig lesen oder gucken!“
    Wenn man sich nicht mit Geologie beschäftigen will, dann sollte man Bixxn suchen!
    An Mysteries bringen die Leute Stunden zu, aber sich mal darüber Gedanken zu machen, was sie wahrgenommen haben ist zu viel?
    Sorry, da versteht jemand den Sinn von EC’s nicht richtig.

    • Mysteries mag ich auch nicht. Ich möchte aber auch kein Geologiestudium. Wie gesagt schöner Ort und fragen die man vielleicht aus einer Tafel ablesen kann. Mein Hobby heißt ja Geocachen und nicht Rätsel lösen oder Wikipedia durchforsten. Vielleicht bin ich auch die Ausnahme, aber ich glaube das man mit einem Earthcache interessante Einblicke in die Geologie geben kann, ich bin aber nicht der Meinung dass dies einen Lehrauftrag begründet oder rechtfertigt.

  14. Trracer, genauso ist das. Mir geht das auch tierisch auf den Keks. Es wirkt doch immer sehr konstruiert um irgendwie einen Bogen zum geologischen Thema hinzubekommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es die Folge des Reviewerprozesses ist, weil man teilweise nicht mit den eingereichten Listings durchkommt (ist aber eher eine Vermutung, vielleicht wäre dazu mal eine Aussage eines EC-Reviewers interessant).
    Ich denke oft, dass es auf die Gegend ankommt. Hier in Norddeutschland ist es mit geologischen Sehenswürdigkeiten ja eher mager: Hier ein Moor, da ein Findling, vielleicht mal eine besondere Binnenlanddüne…. In den Mittel- oder Hochgebirgen sieht es da wohl besser aus und die Qualität der EC ist bestimmt höher.

    • Vielleicht ist die Zeit reif für eine neue Geocacheart. Ich habe Earthcaches nie als zwanghaftes Geologiestudium verstanden, die Earthcache Society oderso sieht es ja so. Ein Meerbusen, Moor oder sonstiges waren für mich schon immer genauso interessante Flecken.

  15. Die „Abzeichen“ gab es von Anfang an – früher sogar als realer Pin von der US-Geological Society, wenn man das Porto bezahlt hat. Alle von Dir benannten Veränderungen kamen leider auch von dort und noch immer bestimmen die maßgeblich mit, wie ECs aussehen sollen. Anders als sonst beim Cachen sind GS und die Cacher diesmal unschuldig. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Deutschen Geoawares besonders intensiv zu dieser Entwicklung beitragen, im Ausland ist ein EC-Publish deutlich entspannter. Mir gefallen alte ECs auch besser.

    • Das macht es ja nicht besser einerseits hält sich GS zwanghaft an die Regeln der Geological Society was ist ein Earthcache und was nicht. Dann erfindet diese Society ein Rankingsystem, was bei keiner anderen Geocacheart Bestand hätte und fördert damit ja nur noch den Wettbewerb und es entstehen Nonsens-ECs damit jemand sich Platinium-Master nennen kann.

  16. Ich gebe dir Recht, mir gehen diese Fragenkataloge auch auf den Keks. Zwar war die ursprüngliche Idee, dass man was lernen sollte, aber das Erlebnis der Landschaft sollte doch im Vordergrund stehen. Schade, dass die Reviewer das so zulassen. – Es ist aber auch eine Frage der Gegend. In den USA habe ich (mit einer Ausnahme) bislang nur wirklich großartige Earth Caches gehabt, und da nutzen wir sie auch als Zielführung.

    • USA/Kanada fand ich auch ganz nett, bin mir aber nicht sicher ob ies vielleicht am Urlaub liegt. Allerdings glaube ich das es ein EC wie an den Niagara Fällen hier doch wohl schwer haben dürfte gepublisht zu werden.

      • Als EC Owner kann ich versichern das diese Entwicklung nichts mit den Owner zu tun hat. Viel mehr sind es die Guidelines die die Ec teilweise so komplex machen. Auch das Logfoto oder Autoresponder sind nicht mehr Guidelinekonform und ein bestehen darauf kann zur Archivierung des Listings führen.Es liegt also nicht an den Cachern sondern viel mehr an den harten und komplexen Guidelines.

        • Nunja die Guidelines sagen: 6. Das Loggen eines EarthCaches™ verlangt vom Besucher die Erledigung einer auf den geologischen Ort zugeschnittenen Aufgabe, die ihm Gelegenheit gibt, etwas über das vorgestellte Thema zu lernen. Die Logaufgaben müssen den Besucher dazu anleiten, sowohl die im Cachelisting gegebenen Informationen als auch eigene Beobachtungen einzusetzen, um selbstständig eine bestimmte Art von Untersuchung vor Ort zu bewerkstelligen. Sie dienen gleichzeitig als Beweis, dass der Besucher den Ort selbst besucht hat. Fragen, die allein dem Anwesenheitsbeweis dienen und keinerlei Bezug zur Geologie des Ortes haben, sind nicht erlaubt. Alle Bitten um Fotos müssen als freiwillig gekennzeichnet sein. Besucher müssen ihre Antworten über das Profil des Cachebesitzers einsenden können. Autoresponder dürfen nicht dazu verwendet werden, die Korrektheit der Antworten zu bestätigen. (Link zum Help Center) Bei Einreichung des Listings muss die Lösung der Aufgaben in einer ReviewerNote hinterlegt werden. (Link zur Erklärung der Logaufgaben)

          Wenn eine Tafel vor Ort mir das Tertiär erklärt, dann kann sich meine Frage aber weiterhin zum Inhalt der Tafel beziehen. Die Frage stellt sich wenn nichts vor Ort ist.

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