Warum der 9V Block eine schlechte Idee ist

Letzte Woche traf ich mal wieder auf Caches die einen 9V-Block erfordern, unter anderem diesen Cache.

Dort wird dann sogar noch extra darauf hingewiesen das der Block voll geladen sein muss und weiter unten erklärt das der auf 2,8V runter geregelt wird. Damit ist dann schon mal ausgeschlossen das ein 9V-Akku-Block zum Einsatz kommt denn die haben etwas weniger Saft als die Batterien und werden daher hier wohl nicht funktionieren. Ich habe daheim kein einziges Gerät das einen 9V Block benötigt. Somit müsste ich mir also für 1-2 Caches (mehr wüsste ich im Umkreis nicht) einen solchen Block kaufen. Nach der Nutzung wandert er dann in den Rucksack in dem er sich über die Zeit wahlweise selbst entladen oder auslaufen kann, sinnvoll ist anders. Zumal ich mich in diesem speziellen Fall frage warum die Elektronik dann nicht so gebaut ist das sie einfach mit 2-3 AA Batterien funktioniert. Die hat zwar mittlerweile auch nicht mehr jeder dabei, aber der hohe Anteil der Garmin-Cacher wohl schon. Kurz und gut, wieder ein Cache für die Ignore-Liste!

Daher mal ein Aufruf. Wenn es schon unbedingt Elektronik sein muss, dann doch bitte wenigstens welche die man meist dabei hat und nicht Dinge die viele ansonsten niemals benötigen!

14 Gedanken zu „Warum der 9V Block eine schlechte Idee ist

  1. Ich muss zugeben, dass ich durchaus ein großer Freund des 9V-Blocks bin. Also als Verstecker. Er bietet wirklich ein paar Vorteile, die andere Batterie-Typen nicht haben. Für mich habe ich festgestellt:

    – die beiden Pole liegen nebeneinander und nicht gegenüberliegend. Das hat den Vorteil, dass man die Batterie in die Cachestation einbringen kann, ohne dass etwas aufgeschraubt werden muss, oder Federn (wie bei jeder Fernbedienung) beansprucht werden. Im Einfachsten Fall reichen eine kreuz und eine Schlitzschraube an der aussenhaut eines Vogelhauses vollkommen aus. Aber ich gebe zu, dass ich mir auch malmeinen Oberschenkel „aufgewärmt“ habe, als sich ein Schlüssel in der Hosentasche über die beiden Pole legte und sie kurzgeschlossen hat. :)

    – Viele Microcontroller, LCD-Displays und so weiter arbeiten mit 5V Betriebsspannung. Das lässt sich wunderbar mit einem Spannungsteiler und einer 9V-Blockbatterie herstellen. Mit den AA- oder AAA-Batterien müsste man drei verwenden um auf 4.5V zu kommen… ich glaube nicht, dass das unbedingt sinnvoller ist. Vielleicht könnte man schon von vornherein eine Batterie verbauen, die nur noch geschaltet werden muss, aber das bedeutet sehr großen Wartungsaufwand, den ich ungern übernehmen wollen würde.

    – Ich finde die Investition in einen 9V Block steht nicht im Verhältnis zum Verstecken einer Elektronik-Cachestation… zumindest, dass, was ich so beim Löten verbrate :P

    Ich möchte mich allerdings nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, schließlich hab ich bislang nur einen Cache gelegt, der einen 9V benötigte… Eine weitere Station liegt bei mir auf dem Schreibtisch… und noch so ein paar Arduinos, und Gekrabbel… Also, falls sich jemand damit auskennt (ich tu nur so :P ) -> Meldet euch! ;)

    • es geht nicht um die Investition sondern darum etwas zu kaufen das ich eigentlich nicht benötige und das danach bei mir Sondermüll wäre! Mir war auch eher wichtig mal aufzuzeigen das diese Elektronik-Caches zumindest mal nicht von allen vorbehaltlos geliebt werden, denn das scheinen manche Owner wirklich zu glauben wenn du ihre eigenen Aussagen liest. Mir geht es auch nicht darum die schlecht zu machen sondern einfach auch mal eine andere Sicht zu zeigen. Und da ich meist wirklich Durchschnitt bin dürfte es nicht nur mir so gehen, nur traut sich ja kaum einer das auch mal durchaus sachlich zu loggen…

      • Na, ich denke mal, dass wir uns alle einig sind, dass Caches bevorzugt werden, bei denen sich ein wenig Mühe gemacht wurde (siehe http://podcastkeller.de/sagt-mehr-als-1000-worte/ Punkt 3 bzW 4). Elektro-Caches sind selten ohne Mühe zu verstecken. Selbst ein paar LEDs wollen verlötet und irgendwie wasserdicht gemacht werden. Also kann ich auch als Cacher davon ausgehen, dass mich etwas mehr erwartet als die Leitplanke, wenn man sich mit einem 9V-Block ausrüsten muss. Ich hab schon von anderen gehört, dass es nicht unbedingt ihre Lieblings-Cache-„Art“ ist, und dass ist doch okay so.

  2. Kauf dir zur 9V Blockbatterie noch einen Rauchmelder, die sind durchaus praktisch!
    Ehrlich gesagt hab ich aber auch nie so etwas bei, weil entweder liegen da schon 5 Stück irgendwo rum oder die Station ist eh hinüber. Also kein Grund zur Panik, nur weil man ohne da steht. Mir persönlich wär der zu erwartende Frust als owner von Technikstationen zu hoch, wie schön es auch sein mag.

    Hab mir mal querbeet Podcasts gesaugt um was unterhaltsames zum Autofahren zu haben.
    Der Podcast war zumindest der erste, den ich nicht vorzeitig abgebrochen habe.
    Ist ja auch einer der kürzeren Sorte. Macht mal weiter so!
    Gruss aus dem Berliner Speckgürtel.

  3. Also ich hab bis jetzt immer gedacht, ein 9V Block ist in jedem Haushalt vorhanden: Fernbedienung, Voltmeter, Infrarotthermometer, Uhr, Radio….Das sind allein schon die Sachen in diesem Raum mit 9V-Block. Das gute an den Dingern ist, dass sie eine sehr „hohe“ Spannung haben und die beiden Kontakte direkt nebeneinander liegen. Im einfachsten Fall reichen so zwei Schraubenköpfe als Kontakte aus. Viel robuster kann man eine Station dann nicht mehr bauen. Viele Microcontroller brauchen eine konstante, saubere 5V Spannung um sicher zu funktionieren (Ja, es gibt da auch andere, low Power). Bei Festspannungsreglern, die man da vorschaltet, muss die Eingangsspannung um ungefähr 2V höher liegen, damit er sauber arbeitet. D.h. man braucht schon 7V. Das in AA Akkus wären 5-6 Stück und dann noch den fetten Akkuhalter für die Menge, da fand ich die Lösung mit dem 9V-Block komfortabler. Und mal ehrlich, das Dingens kostet n Euro oder so, aber gut, wenn man gar keine Verwendung dafür im Haushalt hat, kann ich es verstehen…

  4. Zweiter und letzter Kommentar vom Owner:

    Mir geht es um das vorherige Lesen des Listings und dies wird ja nun ausnahmslos als zumindest eine gute Idee angesehen.

    Was die Diskussion über 9V oder nicht angeht, ist die mir ehrlich gesagt völlig überspannt. Alle, auch bejab, haben zumindest etwas Recht. Aber was soll’s? Man sollte die Zeit nicht vertrödeln mit dieser Diskussion sondern Listing lesen, 9V lesen und entscheiden ob man den Cache heben will oder nicht. Aus die Maus.

    Wenn ich neben meinem 40-Stunden-Job und 15-Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit meine Zeit mit solchen „Debatten“ vertrödele, dann wird mein nächster Cache nie ferig.

    Daher Sendepause von mir zu 9V-Fragen

    Gruß Olaf

    • Ich habe es im Podcast ja schon gesagt, ich befürworte immer Batterien die man eh dabei hat 2A oder 3A. Was technisch machbar ist entscheidet der Owner, was er verbaut auch, wenn er es reinschreibt alles ok. Ich habe keine 9V zu Hause, würde mich immer freuen wenn sowas als Hilfsmittelversteck in der Nähe liegt.

  5. An und für sich wäre es gar kein Problem, eine flexible Eingangsspannung zu nehmen. Der Owner müsste nur einen passenden Spannungswandler vor die Elektronik bauen (z.B. aus der 78xx Serie) Damit wäre es dann egal, wie voll die Batterie ist, solange die Eingangsspannung genügend hoch ist.
    Zum Beispiel: http://www.conrad.de/ce/de/product/147109/Festspannungsregler-01-A-positiv-78L02-Gehaeuseart-TO-92-Ausgangsspannung-typ-26-V-Iout-100-mA?queryFromSuggest=true
    erlaubt bis zu 4,75 – 20 V Eingangsspannung und gibt 2,6 V Ausgangsspannung raus.

    Also wenn schon elektronik, dann robust genug, dass die Wahl der Batterie nicht so eine große Rolle spielt.

  6. Und nun meldet sich der Owner des Caches, um den es geht…

    Matthias hat genau erfasst, warum ich mich für einen 9V-Energieblock entschieden habe, wo nur 2,5V benötigt werden. Weiteres Argument für mich war, dass es aus meiner Sicht eher zumutbar ist, einen 9V-Block statt 2 oder 3 AA Batterien und dazu gehörende Batterieschale mitzubringen.

    Mein eigentliches Problem ist jedoch, dass Listings von einigen Cachern nicht vorher gelesen werden. Erstens schreibe ich da manchmal Warnungen hinein, um so den Cache vor Beschädigungen zu schützen. Wenn dann jedoch der zwar lesekundige aber nicht -willige Cache im Blindflug sich an den Cache macht, dann bringt das natürlich nichts. Außerdem gehört bei mir zu einem Cache, dass dieser nicht nur mehr als eine in die Gegend geworfene Dose ist sondern auch das Listing „liebevoll“ gestaltet wurde. Ich versuche das jedenfalls.

    @D-Buddi: Ich arbeite zur Zeit an einem 5-Stationen-Multi mit 3 Bastelstationen (1, 3 und Final). Bereite Dich schon einmal darauf vor, dass Du ein „normal ausgestattetes“ Cachemobil, eine Taschenlampe und noch einmal den 9V-Block benötigst. Die Investition in die 9V könnten sich also rechnen…

    Gruß Olaf (th10gt)

    • Keine Frage das Cache und Listing gut sind, das steht ja auch gar nicht zur Debatte. Es geht mir ja auch nicht darum das der Cache geschlossen wird sondern um eine Debatte ob 9V Blöcke wirklich geeignet sind. Mir persönlich ist es recht Wurst ob ich vor dem Cache stehe und nicht weiter komme weil ich das Listing nicht gelesen habe. Ist halt eigene Schuld und daher gehen die bei mir mittlerweile recht emotionslos auf die Ignore-Liste. Aber leider zeigt sich immer wieder das es oftmals leider nicht so läuft, d.h. das Caches zerlegt werden. Und da frage ich mich ob es denn wirklich sinnvoll ist Recht zu haben aber dennoch einen zerlegten Cache… Siehe deinen mechanischen Cache, der war ja wirklich nicht schwierig aber leider ist ja selbst der schon reichlich attackiert worden 8-/

      Vielleicht habe ich ja auch völlig unrecht, mir geht es auch mehr darum das überhaupt mal darüber debattiert wird, Ergebnis offen 8-)

      Und sorry, aber der neue Cache wird genau dahin wandern wo die anderen schon sind, auf Ignore. Es geht mir nicht um die Investition sondern darum das ich dann wieder ein halb volle Batterie mehr daheim rumliegen habe und darin den Sinn nicht sehe, ist gar nichts Böses oder Geheimnisvolles 8-)

  7. Ich bin da zwiegespalten. Ich bereite mich bei einem aufwendigen Multi vor und packe meine Tasche entsprechend der geforderten ECGA.
    Nach der Cachetour fliegt der außergewöhnliche Kram wieder aus der Tasche.
    Ich bin ein ausgesprochener Freund von Elektrostationen und letztlich entscheide ich selbst auf was ich mich einlasse. Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wenn ich erst vor dem Cache stehe und dann lese was ich brauche, ist das mein Problem.
    Und zur Frage warum eine 9V- Block? Ich bin elektrotechnisch nicht bewandert und kann daher nicht sagen, warum es ausgerechnet diese Energiequelle sein muss. Aber mir erscheinen Konstruktionen mit selbigen etwas stabiler, da die Pole nicht aus Drahtfedern bestehen und somit zumeist auch den 10. Cacher überleben ohne wegzubrechen.
    Abschließend sei zu sagen ich habe mir im Laufe der Zeit soviel Zeug zugelegt, dass eine 9V – Batterie nun wirklich nicht den Kohl fett macht. Aber als Alternative gibt es sicherlich Möglichkeiten.
    Abhilfe kann ich hier empfehlen:
    http://www.cachestation.de

    Gruß Matthias

    • Das mit den Federn wäre ein Argument, das könnte gut sein. Das es mein Problem ist wenn ich vor dem Cache stehe und den Text nicht gelesen habe ist mir selber klar. Die Realität zeigt nur leider das es vielen passiert und die das dann anders sehen und vor Ort randalieren, wie es dieser Owner ja auch schon kennt. Klar, so etwas geht gar nicht, aber das ändert die Tatsachen nicht. Daher wäre eine andere Lösung vielleicht klüger und würde auch den eigenen Cache schützen…

      • Es bedarf noch nicht einmal ein fehlendes Hilfsmittel dass Cacher zur Demontage neigen. Wir hatten bei unserem NC eine Holzkiste die mit einem Zahlenschloss versehen war. Alle Infos zum Öffnen gab es eine Station zuvor. Was macht der üble Cacher? Er entfernt die Folie um an die Scharniere zu kommen, schraubt diese auf und lässt die Dose gleich für die Pflanzen und Tierwelt offen stehen.
        Wobei ich im Podcast ja sowas schon einmal gehört habe und mich Frage ist das etwa so üblich? Jetzt haben wir ne Stahlkiste mit festem Scharnier. Wir sind gespannt wann das Brecheisen zum Einsatz kommt

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