Trackables noch zeitgemäß?

Die Frage stellte sich mir als vor kurzem der Groundspeak-Newsletter mit Tipps und Tricks zu Trackables in meinem Postfach landete. Die Reaktionen sind, wie eigentlich immer bei Geocachern, sehr unterschiedlich von Himmel hoch jauchzend vor Freude bis zum üblichen „die wollen alle nur an uns Reich werden“ Gejaule. Die Wahrheit liegt vermutlich wie immer irgendwo in der Mitte. Denn letztlich ist ja niemand gezwungen so einen TB zu kaufen und dennoch verkaufen sich die Dinger ja offensichtlich recht gut. Also gibt es eine Nachfrage und warum sollte Groundspeak die nicht gerne decken?!

Allerdings haben heutige Trackable ja auch nur noch bedingt mit dem zu tun was sie früher waren. Meine Coins sind zumindest in den ersten Jahren ganz selbstverständlich auf die Reise gegangen und die Verlustrate war letztlich über längere Zeit auch schon bei nahezu 100%. Also nicht anders als heute? Doch, es dauerte länger bis sie weg waren und selten hatte man das Gefühl dass dort geklaut wurde. Irgendwann habe ich eine Dosenfischer-Coin bei nothing but stones abgelegt, die reiste nach Schwerin und war dann bereits geklaut, da waren Coins für mich dann beendet, nur noch normale TBs schickte ich auf die Reise.

Irgendwann waren Trackables dann für mich endgültig durch. Immer häufiger wurde man schon angeschrieben wenn man sie mehr als 1-2 Tage im Inventar hatte, bepöbelt weil man nicht genau den Wunsch des Owners befolgt hatte oder sie wurden einem unter dem Hintern weg gegrabbt weil bereits die 2 Stunden Fahrt heim eindeutig zu lang für den nächsten Finder waren. Dann kam noch dieses völlig unnötige Discovern dazu und damit war für mich das Thema Trackables beerdigt. Mittlerweile gibt es ja die für mich noch viel hohlere Variant „Took to“, viel schlimmer kann es eigentlich kaum noch kommen.

Aktuell habe ich das Gefühl das eh maximal 10% der TBs/Coins wirklich auf Reisen gehen, der Rest scheint eher in Richtung Sammelleidenschaft und merkwürdigste Geschäft abzufließen. Da gibt es Spezies die versuchen durch mehr oder weniger geschicktes Marketing die Dinger erst im Preis zu steigern und sie dann zu verkaufen, auch ein Geschäftsmodell. Ich bekomme vielleicht einmal im Jahr eine Coin geschenkt, dann freue ich mich darüber und sie bekommt einen Ehrenplatz im Podcast-Keller, nicht mehr nicht weniger. Und immer wieder schaue ich mir die Mini-Sammlung gerne mal an.

Klar, für den Podcast-Keller haben wir auch immer mal wieder über eine Coin nachgedacht, aber das ist finanziell einfach nicht vertretbar, viel zu teuer. Da finde ich die Token mittlerweile erheblich besser, wesentlich günstiger und dennoch eine schöne Erinnerung auch wenn es halt Plastik ist und bleibt. Wer weiß, vielleicht legen wir ja irgendwann noch mal eine Coin auf, man soll ja nie nie sagen. Oder es kommt ein Shop und macht uns einen Vorschlag wie wir das kostengünstig hin bekommen 8-)

Ich kann natürlich nur für mich sprechen und ich lasse TBs jedweder Art mittlerweile liegen, ich habe einfach keine Lust auf den Ärger der damit oft einher geht zumal man durch den Trend zu Mini-Dosen die Dinger ja oft genug nicht mal mehr los wird wenn sie auch nur einen Tick größer sind 8-/

7 Gedanken zu „Trackables noch zeitgemäß?

  1. Ich kann mich gar nicht erinnern, wo ich den letzten Coin in einem Cache gesehen habe.

    Meine selbst in Umlauf gebrachten TB’s sind alle weg.
    Daher habe ich es aufgegeben.

  2. TBs lasse ich immernoch gerne reisen – sowohl eigene als auch fremde. Allerdings kann ich das mit der Grabberei bestätigen und auch, dass sie länger reisen, wenn sie hässlich sind.

    Coins sind sowieso ein anderes Hobby, da ändert auch der Trackingcode nix.

  3. Ich habe ebenfalls ein paar „eigene“ Coins die irgendwo in meinem Sammelsurium herumliegen. Die sind teilweise aktiviert und die logge ich bei jedem Cachebesuch auch fleissig mit.

    Hin und wieder nehme ich einen Trackable auch mit und versuche seine Aufgabe zu erfüllen. Da ich in den letzten Monaten sehr unregelmässig cache werde ich hin und wieder von den Besitzern der Coins angeschrieben ob ihr Trackable noch in meinem Besitz ist. Das ist für mich dann der Punkt den Trackable „irgendwo“ abzulegen.

    Trackables die zum Beispiel die Größe einer Sektflasche haben, die discovere ich und gut isch! Ja, selbst manche TB Hotels sind nicht immer groß genug für solche Trackables.

    So lasse ich die Trackables besser liegen und logge den Cache.

  4. Mich nerven diese „Took it“-Einträge. Der TB liegt wahrscheinlich beim Cacher zuhause auf dem Schreibtisch, wird aber virtuell durch halb Europa geloggt. Früher fand ich es spannend auf der Karte nachzuvollziehen welche Orte meine Reisenden besucht haben. Heute ist da nur noch ein Wulst aus blauen Linien. Mit dem Löschen kommt man auch kaum hinterher, da man das für jeden Eintrag einzeln tun muss. Eine Funktion zum Sperren der eigenen TBs für Took-It Logs kann doch nicht so schwer zu implementieren sein. Andererseits muss man ja froh sein, wenn sie überhaupt noch reisen. Meine Erfahrung: Je hässlicher der TB, desto weiter kommt er. :D Coins schicke ich keine mehr los.

  5. Hallo,

    ich liebe TBs nach wie vor, allerdings discovere ich nur noch wirklich ausgefallene TBs und Coins und ansonsten nehme ich sie lieber mit. Listen kommen überhaupt nicht in Frage, ich will sie mir anschauen und zwar jede einzelne, ich schreibe ja auch einzelne Logs dazu.

    Sei wirklich Reisenden sind mir aber lieber. Hier versuche ich alles mitzunehmen was greifbar ist, weil es mir einfach Spaß macht die Geschichten dazu zu lesen und ich versuche immer die jeweiligen Missionen zu erfüllen oder jemanden dafür zu finden, der sie erfüllen kann. Dieses ganze Drumherum macht mir Freude, genauso wie ich mich daran erfreue, wenn jemand mit meinen Reisenden auch so umgeht. Die Vermisstquote liegt momentan bei 40%, der Rest hält sich tapfer.

    Das mit dem Grabben und and treiben kenne ich leider auch, eine Unart, die immer mehr um sich greift und wo ich mir dann auch schon mal den einen oder anderen bissigen Iommentar gönne…

    Liebe Grüße,
    Petra :-))

  6. Ich habe das Anfangs auch mitgemacht. Zwei auf Reisen geschickt, die haben es aber nicht lange geschafft, bis sie verschwunden waren. Ich habe andere Reisen lassen und auch dieses „Took to“ eine Weile ausgiebig genutzt. Ich dachte dem Owner einen Gefallen zu tun, da sein TB damit „Kilometer macht“. Ich habe discovert auf Events, Listen abgeschrieben und Trackables fotografiert. Bis ich in Leipzig über den Parkplatz lief und massenweise Nummern notierte und mir dachte, „was machst du eigentlich hier?“.
    Dann wurde mein eigener Auto TB auf irgendeiner Liste veröffentlicht und nach jedem Mega bekam ich Massenlogs. Dann hat es mir endgültig gereicht.
    Dieses „Spiel im Spiel“ ist für mich gestorben.
    Ich nehme keine mehr mit und discover auch keine mehr. Mein Auto TB ist archiviert.
    Ein paar habe ich noch (Geschenke von guten Freunden), aber die bleiben schön bei mir.

  7. Der Punkt, das die Dinger geklaut werden, spielt für mich eine untergeordnete Rolle. Wenn man so ein Ding irgendwo aussetzt, dann ist der Totalverlust ja schon eingerechnet.

    Schlimmer finde ich eigentlich, das es kaum noch Caches gibt, in die so ein Trackable auch wirklich reinpasst. Und da macht es dann keinen Spaß mehr, die Dinger auf ewig herumzuschleppen. Insbesondere dann, wenn man wie ich nur noch sporadisch cachen geht.

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