TBScan ein kleiner Erfahrungsbericht

Lange haben wir im Podcast ja schon darüber schwadroniert gefachsimpelt, warum man nicht mal eine sogenannte Discover-App baut, zumal die Texterkennung mittlerweile doch sehr weit fortgeschritten ist. Groundspeak hatte kein Interesse daran, aber Nicolas Camenisch hat sich dem Thema angenommen. Wer hat’s erfunden? Mal wieder ein Schweizer.
Wie viele meiner Kollegen durfte ich mit der kostenlosen Testversion der App ein wenig herumspielen. TBScan setzt auf der Geocaching-Live-Api auf, so dass nach dem ersten Start eine Autorisation der App über den eigenen Account bei Groundspeak erforderlich ist. Dies klappt ohne Probleme und dann ist man bereits im Hauptmenü.

IMG_1098

Dieses ist sehr einfach gehalten, der Hauptbildschirm wird dominiert von den Punkten Discovern und Loggen, im unteren Bildschirmrand befindet sich der Accountname, seine TB-Statistik (hatte ich bislang nicht so auf dem Plan) sowie hinter dem Rad die Einstellungen und hinter der Schublade die momentan im Besitz befindlichen Travelbugs. Im Bereich Einstellungen kann man unter anderem ein akustisches Feedback einstellen, seine Statistiken mit der App begutachten, die Speicherung der Bilder festlegen und ganz wichtig auf TBScan Pro upgraden.

Mit Auswahl von Discovern oder Loggen, erscheint ein zweiter Bildschirm. Hier muss man versuchen den TB-Code zwischen den beiden waagerechten Linien zu positionieren, passt alles und der TB-Code wird erkannt, erscheint gleich die Seite mit Mission und Beschreibung und der TB kann discoverd oder entsprechend geloggt werden.
IMG_1100

Sollte dies nicht gelingen, hilft ein Druck auf die Blitztaste links oben, sollte immer noch kein Ergebnis angezeigt werden kann durch Druck auf den Button rechts unten, der Code per Tastenfeld oder per Spracherkennung eingegeben werden. Funktionierte bei mir beides ohne größere Probleme.

Doch wie schlägt sich TBScan im Alltag?
FullSizeRender

Bei meinem Test überraschend gut. Alle Travelbugs und Coins wurden erkannt. Haperte es doch einmal, half ein Druck auf den Blitzbutton. Probleme gab es bei allen Geotoken, wenn der Coincode am Rand der Geocoin angebracht ist oder eben die einzelnen Ziffern nicht waagerecht nebeneinander platziert wurden, sondern zum Beispiel kreisförmig den Rundungen der Coin folgen.
Bei Travelbugaufklebern am Wagen funktionierte die Erkennung auf dem Lack ohne Probleme, bei der Scheibe musste man dann schon mehrere Versuche unternehmen. Ich denke hier ist vor allem die Spiegelung das Problem der OCR. Ein Discovern aus einem Bild heraus (ja die Funktion gibt es auch) hängt sicher stark mit der Qualität der Aufnahme zusammen. Bei mir klappte es leider nicht, mit großer Wahrscheinlichkeit wird ein Schnappschuss aus dem Auto heraus auch nicht einfach so erkannt werden.
Wer immer wieder Probleme mit dem Erkennen von Codes hat, sollte einmal auf dieser Hilfeseite vorbeischauen. Hier hat der Entwickler ein paar Tipps und Tricks aufgeführt.

Kommen wir zum Preis. In der Grundfunktion ist TBScan kostenlos, wer aber Trackables auch grabben, retrieven oder discovern ohne ein Limit möchte, der zahlt 4,99 EUR an den Entwickler. Die genauen Funktionsunterschiede zwischen Light und Pro-Version findet Ihr hier.

Fazit:
TBScan ist mit Sicherheit eine Bereicherung bei unserem Hobby. Die Benutzerführung ist sehr einfach gehalten und bei der Mehrzahl der Versuche mit Coins und Travelbugs funktionierte die OCR ohne Probleme. Die Light-Version macht meines Erachtens wenig Sinn, so dass man schon auf die Pro-Version upgraden sollte. Den Preis von 4,99 EUR sehe ich persönlich als sehr ambitioniert an, aber als gewiefter Appleuser, hat man ja immer bei vergünstigten Ituneskarten zugeschlagen.
Optimal wäre für mich die Integration in eine bestehende Geocaching-App, um das Aufgreifen des Trackables gleich mit dem Loggen in einer App zu ermöglichen.

3 Gedanken zu „TBScan ein kleiner Erfahrungsbericht

  1. Produkt ist prima. Ich wundere mich schon lange über den mittlerweile langanhaltende Entwicklungsstillstand bei GC.com. Warum überlassen sie solche Margenchancen anderen Marktteilnehmern? – Aber ja, ich denke so ein Scanner macht Sinn. Ich bemühe mich auch wenigstens am Anfang einen schönen Retrieve-Log zu schreiben und dann den TB so lange von Cache zu Cache zu loggen (als besucht) bis ich ihn wieder ablegen. Ich bin mir sicher, bei Android würde die auch App abgehen wie Zäpfchen. Danke für den interessanten Blogbeitrag.

    • Habe gestern Euren letzten Podcast gehört. Meine Kommentierung sieht jetzt so aus als, ob ich den Podcast gehört hätte. Aber das habe ich nicht. Ich hatte wohl einfach zur gleichen Zeit die gleichen Gedanken wie Du, Tracer.

  2. Ich denke hier hat jemand ein Produkt entwickelt auf das viele Cacher gewartet haben. Ich selbst discover eigentlich so gut wie nie, da ich den Sinn dahinter nicht sehe. Aber es gibt ja doch eine Menge Cacher, die diese Leidenschaft haben. Selbst wenn die App 9,99€ kosten würde ist die Zeitersparnis (time is money) diese Summe allemal wert.
    Ich denke, wenn die App bei den Applenutzern erfolgreich ist wird es auch eine Androidversion geben. Das wird der junge Mann sich dann schon leisten können.
    Ich finde das sehr gut, da es ja auch schon echt gut zu funktionieren scheint, brauche dieses Toll aber nicht ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud