TBScan ein kleiner Erfahrungsbericht

Lange haben wir im Podcast ja schon darüber schwadroniert gefachsimpelt, warum man nicht mal eine sogenannte Discover-App baut, zumal die Texterkennung mittlerweile doch sehr weit fortgeschritten ist. Groundspeak hatte kein Interesse daran, aber Nicolas Camenisch hat sich dem Thema angenommen. Wer hat’s erfunden? Mal wieder ein Schweizer.
Wie viele meiner Kollegen durfte ich mit der kostenlosen Testversion der App ein wenig herumspielen. TBScan setzt auf der Geocaching-Live-Api auf, so dass nach dem ersten Start eine Autorisation der App über den eigenen Account bei Groundspeak erforderlich ist. Dies klappt ohne Probleme und dann ist man bereits im Hauptmenü.

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Dieses ist sehr einfach gehalten, der Hauptbildschirm wird dominiert von den Punkten Discovern und Loggen, im unteren Bildschirmrand befindet sich der Accountname, seine TB-Statistik (hatte ich bislang nicht so auf dem Plan) sowie hinter dem Rad die Einstellungen und hinter der Schublade die momentan im Besitz befindlichen Travelbugs. Im Bereich Einstellungen kann man unter anderem ein akustisches Feedback einstellen, seine Statistiken mit der App begutachten, die Speicherung der Bilder festlegen und ganz wichtig auf TBScan Pro upgraden.

Mit Auswahl von Discovern oder Loggen, erscheint ein zweiter Bildschirm. Hier muss man versuchen den TB-Code zwischen den beiden waagerechten Linien zu positionieren, passt alles und der TB-Code wird erkannt, erscheint gleich die Seite mit Mission und Beschreibung und der TB kann discoverd oder entsprechend geloggt werden.
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Sollte dies nicht gelingen, hilft ein Druck auf die Blitztaste links oben, sollte immer noch kein Ergebnis angezeigt werden kann durch Druck auf den Button rechts unten, der Code per Tastenfeld oder per Spracherkennung eingegeben werden. Funktionierte bei mir beides ohne größere Probleme.

Doch wie schlägt sich TBScan im Alltag?
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Bei meinem Test überraschend gut. Alle Travelbugs und Coins wurden erkannt. Haperte es doch einmal, half ein Druck auf den Blitzbutton. Probleme gab es bei allen Geotoken, wenn der Coincode am Rand der Geocoin angebracht ist oder eben die einzelnen Ziffern nicht waagerecht nebeneinander platziert wurden, sondern zum Beispiel kreisförmig den Rundungen der Coin folgen.
Bei Travelbugaufklebern am Wagen funktionierte die Erkennung auf dem Lack ohne Probleme, bei der Scheibe musste man dann schon mehrere Versuche unternehmen. Ich denke hier ist vor allem die Spiegelung das Problem der OCR. Ein Discovern aus einem Bild heraus (ja die Funktion gibt es auch) hängt sicher stark mit der Qualität der Aufnahme zusammen. Bei mir klappte es leider nicht, mit großer Wahrscheinlichkeit wird ein Schnappschuss aus dem Auto heraus auch nicht einfach so erkannt werden.
Wer immer wieder Probleme mit dem Erkennen von Codes hat, sollte einmal auf dieser Hilfeseite vorbeischauen. Hier hat der Entwickler ein paar Tipps und Tricks aufgeführt.

Kommen wir zum Preis. In der Grundfunktion ist TBScan kostenlos, wer aber Trackables auch grabben, retrieven oder discovern ohne ein Limit möchte, der zahlt 4,99 EUR an den Entwickler. Die genauen Funktionsunterschiede zwischen Light und Pro-Version findet Ihr hier.

Fazit:
TBScan ist mit Sicherheit eine Bereicherung bei unserem Hobby. Die Benutzerführung ist sehr einfach gehalten und bei der Mehrzahl der Versuche mit Coins und Travelbugs funktionierte die OCR ohne Probleme. Die Light-Version macht meines Erachtens wenig Sinn, so dass man schon auf die Pro-Version upgraden sollte. Den Preis von 4,99 EUR sehe ich persönlich als sehr ambitioniert an, aber als gewiefter Appleuser, hat man ja immer bei vergünstigten Ituneskarten zugeschlagen.
Optimal wäre für mich die Integration in eine bestehende Geocaching-App, um das Aufgreifen des Trackables gleich mit dem Loggen in einer App zu ermöglichen.

TB per iPhone-Scan loggen/discovern

Heute kam eine Mail bei der sich mir persönlich eher Magendrücken einstellt 8-)

Aber sicher haben wir auch Leser/Hörer die auf Discovern stehen und daher möchte ich es zumindest mal erwähnen. Da hat ein junger Cacher wohl eine App für das iPhone gebaut mit dem man kurz gesagt einfach einen Tracking-Code fotografiert, der wird per OCR gelesen und dann kann man sofort wahlweise loggen oder discovern. Und nicht nur einzeln sondern wahlweise auch ganze Serien.

Für mich hat es noch nicht viel Überflüssigeres gegeben, aber eben auch nur weil ich nichts discovere ;-) Dennoch Respekt für die Idee und ich könnte mir vorstellen dass der Junge damit viele Cacher glücklich macht. Das Tool nennt sich übrigens TBScan und soll in den nächsten Tagen im App-Store erscheinen so Apple will.

Ob es was taugt, keine Ahnung, vielleicht testet es Trracer ja mal an, aber ich finde die Idee immerhin für viele spannend genug um es hier mal aufzunehmen.

Hier mal, sozusagen, der „Presse-Text“

TBScan
Es war noch nie einfacher, Trackables zu discovern

TBScan ist eine neue und revolutionäre iPhone App für jeden Geocacher. Wovon viele Cacher bisher geträumt haben, wird nun wahr: Mit TBScan kann man TB und Coins discovern und loggen, ohne dass der Code abgetippt werden muss. Sobald man die Kamera auf den Trackable-Code richtet, wird dieser sofort automatisch erkannt! So einfach funktioniert TBScan.

TBScan ist ideal für Events: Wo man bisher Code für Code zuerst auf Papier notiert hat, um diese Zuhause wieder auf dem Computer abzutippen, kann man nun direkt vor Ort die Trackables blitzschnell scannen und anschliessend alle auf einmal discovern. So lassen sich bis zu 10 Trackables pro Minute erfassen.

Die TBScan App ist aber auch ein idealer Helfer, wenn man einen Trackable in einem Cache antrifft. Rasch den Code scannen und schon weiss man, wie die Mission des TB oder Coins lautet. Will man ihn dann mitnehmen, kann er auch direkt geloggt werden.

„Selbst ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell es geht, einen Trackable mit TBScan zu discovern“, sagt Nicolas Camenisch, Entwickler der App. „Ich wollte eine App entwickeln, welche das Leben von Geocachern vereinfacht. Nach einer Entwicklungszeit von rund einem Jahr ist TBScan jetzt fertig, und ich glaube, ich habe mein Ziel erreicht.“

Preis und Verfügbarkeit
TBScan ist als Light Version kostenlos verfügbar im AppStore. Der Funktionsumfang kann mit einem In-App Kauf erweitert werden (CHF 5 / USD 4.99 / € 4.99).

Voraussetzungen
– Ab iPhone 4s und iOS 8 oder neuer
– Für den Zugriff auf das Live-API ist eine Internetverbindung nötig

Infos / Kontakt
www.tbscan.com / developer@tbscan.com

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Handy-Cachen mit IOS – Looking4Cache

Etwas länger als Jörg bin ich bereits mit dem Smartphone unterwegs. Dabei geht es mir weniger um eine gezielte Tour, viel mehr bietet es mir den Vorteil mal eben Geocachen zu gehen ohne langwierige GPX-Datei-Generierung. Meine Wahl im App-Store von Apple fiel auf Looking4Cache Pro. Die Pro-Version kostet einmalig 8,99 EUR, wer erstmal testen möchte kann die kostenlose Locking4Cache Lite Version herunterladen.

Um die App im vollem Umfang nutzen zu können, ist eine zusätzliche Premium-Mitgliedschaft bei Groundspeak unabdingbar. Es gibt hier einige Diskussionen im App-Store, aber Looking4Cache nutzt die Groundspeak API. Das heißt seid Ihr nur Basic Member gibt es eine Beschränkung seitens Groundspeak in der API (nur Tradis, nur 3 volle Cachebeschreibungen pro Tag etc.), diese habt Ihr übrigens auch mit Basic-Member-Status in der offiziellen Groundspeak-App.

Vor dem ersten Start müsst Ihr der APP Zugriff auf euer Groundspeak-Konto gewähren. Ist dies alles erfolgreich verlaufen findet Ihr euer Konto unter dem stilisierten Männchen am oberen Bildrand. Etwas versteckt, aber ebenfalls dort könnt Ihr mittels TB-Code nach Trackables suchen und im Anschluss ein Trackable Log erstellen.
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Ich nutze wie gesagt Looking4Cache mehr spontan, somit ist mein Einstieg in die App wie folgt:
1. App öffnen.
2. Auf die Lupe links oben klicken.
3. Auf das Männchen im Kreis neben den Koordinaten klicken, um meine aktuellen Koordinaten zu haben.
4. Oben rechts auf Suchen klicken.

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Die Ergebnisse werden entweder in Listenansicht oder eben wie im Bild in der Karte dargestellt. Natürlich gibt es im Suchmenü umfangreiche Filtermöglichkeiten, so lassen sich nicht nur eigene Funde ausschließen, sondern man kann man mit insgesamt 12 Auswahlmöglichkeiten unter anderem nach Typ, Größe, Gelände etc. filtern. Wie man im ersten Bild schön sehen kann, werden neben den Favoritenpunkten auch die GC-Vote Bewertungen angezeigt. Ebenfalls ist eine Sortierung, Filterung oder ein Bewerten mit GC-Vote-Punkten möglich. Letzteres verlangt, dass mein einen GC-Vote Benutzer in der Konfiguration angelegt hat. Leider muss man für eine Bewertungsabgabe, immer erst in das Konfigurationsmenü und im Bereich Benutzer zwischen der Plattform Groundspeak und GCVote wechseln. Im täglichen Gebrauch eher nicht praktikabel. Dank Techl habe ich wieder was gelernt: Es geht in dem man gleich im Bereich „Benutzer verwalten“ einen Account für GC-Vote mit anlegt.

Gerade für längere Touren lassen sich auch GPX-Files, sowie Offline-Karten auf das Gerät laden. GPX-Files entweder direkt über den Account oder eben als Datei-Import. Die Suchergebnisse kann man als GPX-Datei per Mail oder beispielsweise in die Dropbox exportieren, so dass diese von anderen Nutzern wieder in Ihr Smartphone importiert werden können. Ganz nützlich, wenn das Garmin beim Einschalten hängt und man sich gerade am Start der gemeinsamen Geocachetour befindet.

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Ebenfalls ganz nützlich ist der sogenannte Cache Solver. Hier lassen sich korrigierte Koordinaten, Notizen, Fotos oder Variablen hinterlegen. Perfekt für einen Multi, Mystery oder ein Field-Puzzle. Alle Informationen lassen sich direkt am Geocache speichern. Looking4Cache wird für mich so zur eierlegenden Wollmilchsau, obwohl ich vermutlich nur einen kleinen Teil aller möglichen Funktionen nutze.

Positiv zu erwähnen ist der schnelle Twitter-Support, viele andere Unternehmen nutzen Twitter leider nur als Marketing-Kanal, hier bekommt man sehr zeitnah seine Antwort. Wer sich mehr über die Funktionen der App informieren möchte, dem empfehle ich zum einen die Website, sowie zum Antesten die Lite-Version. Habt Ihr Bock auf die App, dann solltet Ihr die 8,99 EUR investieren, nicht nur um alle Funktionen zu bekommen, sondern um auch den Programmierer zu unterstützen. Von mir eine klare Kaufempfehlung.