Spanner-Caches

Gestern war ich mal wieder nach der Arbeit cachen, da kam GC67G1X – „Jannis der Große“ genau richtig. Dachte ich zumindest 8-/ Dabei möchte ich diesen Cache jetzt gar nicht zum schlechtesten Caches des Jahres deklarieren sondern nehme ihn nur als exemplarisches Beispiel für eine Art von Caches die ich sehr, sehr unangenehm finde und die immer mal wieder gelegt werden, die Spanner-Caches.

Bei dieser Variante geht es darum einen Cache an einer Stelle zu suchen wo man dann aus nahen Fenstern relativ offensichtlich beobachtet wird. Bei diesem Cache z.B. liegt der Cache sehr nahe an einer Ampelkreuzung, kann man auf Google Earth ganz gut erkennen. So richtige Parkplätze gibt es nicht, damit sorgen die parkenden Cacher schon mal für leichten Verdruss bei anderen Autofahrern. Einen Fußweg gibt es auf der Seite des Caches leider auch nicht, daher ist auch der Wohlfühlfaktor, so direkt an der Strasse, ebenfalls nur sehr eingeschränkt vorhanden. Der Cache befindet sich dann direkt vor dem Zaun des Hauses hinter dem dann auch gleich zwei große Stubenfenster liegen aus denen der geneigte Cacher nun beim Suchen beobachtet wird / werden kann. Über das Versteck kann ich nicht mal genaue Auskunft geben da ich nur eine Art Spielzeugfigur sah die an den Baum genagelt war und die ich auf die Schnelle nicht auf bekam. Da ich aber die Beobachtung unangenehm finde und nichts beschädigen wollte habe ich dann sehr, sehr schnell aufgegeben. Schon klar, hätte ich ja nicht suchen müssen, aber nun bin ich nach der Arbeit extra hier vorbeigefahren und dann schaue ich zumindest mal um nicht völlig umsonst gefahren zu sein.

Ich frage mich bei solchen Caches immer warum genau man solche Caches legt. Der Gedanke mal zu schauen wer so alles Cacher ist, ist ja durchaus nachvollziehbar. Nur gibt es da nicht eine natürlich scheu andere Menschen so plump anzulocken um sie sich dann anzuschauen? Und keine Frage, das Hobby ist schon lange nicht mehr Geheim, da gibt es wohl keine zwei Meinungen?! Aber es wird doch dennoch so ein wenig im Verborgenen betrieben was ja noch ein Unterschied zu Geheim ist! Was ist hier also überhaupt ansatzweise etwas was man als Cache bezeichnen könnte? Ein besonderer Weg? Nein, wirklich nicht. Eine besondere Lokation? Nein, noch weniger. Ein besonderes Versteck? Keine Ahnung, bei D1,5 aber wohl auch nicht?!

Warum ich das überhaupt schreibe? Ganz einfach, weil es sonst viel zu wenige tun. Spricht man mit anderen Cachern habe ich bisher niemanden getroffen der solche Caches mag! Im Gegenteil, da wird oft richtig vom Leder gezogen 8-) Liest man hingegen die Logs wird einem schnell klar warum frische Cacher gar nicht merken können dass ihr Cache nicht wirklich sehr beliebt ist 8-/ Es soll ja gar nicht gepöbelt werden aber etwas sachliche Kritik wäre dann doch vielleicht angebracht? Aber ok, ist schon nachvollziehbar dass es sich viele Ersparen, da in den meisten Fällen von anderen Seiten sofort losgepöbelt wird.

Und auch wenn mich dieses Schicksal wieder mal erwarten dürfte gebe ich dennoch nicht auf und versuche mit solchen Artikeln immer mal wieder den einen oder anderen Cacher dazu zu bringen darüber nachzudenken bevor sie solche Caches legen. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)

5 Gedanken zu „Spanner-Caches

  1. Du sprichst mir aus der Seele…
    Bei http://coord.info/GC2CETJ habe ich diese Note verfasst:
    „ohoh – kaum war ich „richtig“, bewegte sich gegenüber der Vorhang ziemlich heftig und ich stand unter Beobachtung. Hier in der Gasse fällt man ziemlich auf. Nein, das mag ich nicht. Deshalb habe ich auch sofort den Rückzug angetreten.“

    Der Cache ist deshalb auch auf meiner Ignore-List. Allerdings bin ich wohl der Einzige; alle anderen sind wohl nur geil auf den Gummi-Punkt oder schreiben nichts dazu.

  2. Coole Idee. Die passt zu Mir und den Cachern in meiner Gegend. Wie war das? Einen Behälter der sich nicht so leicht öffnet, Örtlichkeit wo sich der Cacher stark beobachtet fühlt, keine Parkmöglichkeit vorhanden, D & T Wertung auf handelsübliche 1,5 – Jooo, danke…….

  3. Sowas ähnliches habe ich neulich in Kassel nicht gesucht. Es war kein Spanner-Cache, aber die Parksituation war ähnlich. Da liegt ein „TB-Hotel“ an der Abfahrt der A44 „Wilhelmshöhe“. Der Cacheowner schreibt, dass es einen „Parkstreifen“ gäbe, wo man sein Fahrzeug abstellen könne. Nun ja… Die Autobahnabfahrt gehört zur Autobahn und endet an einer Ampel. Der vermeintliche „Parkstreifen“ befindet sich vor der Ampel, also im Bereich der Autobahnabfahrt und ist somit rein straßenverkehrsrechtlich noch Teil der Autobahn, deshalb stehen da überall noch blaue statt gelbe Schilder. Der vermeintliche Parkstreifen ist also kein „Parkstreifen“, sondern der Seitenstreifen der Autobahn. Was es heißt, wenn man da parkt (zum Cache gehen=Fahrzeug verlassen=geparkt) – kann man ja mal mit der Autobahnpolizei ausdiskutieren. Eine andere Parkmöglichkeit gibt es nicht und zu Fuß ist der Cache auch sonst nicht erreichbar zwischen der viel befahrenen Bundesstraße und der Autobahn. Durch die Ampelkreuzung ist man da dann auch nicht gerade unsichtbar. Meine Ignoreliste ist inzwischen fast so lang, wie meine Fundliste.

  4. Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, habe ich als erstes auf den Autornamen geschaut und war ganz perplex, dass dort D-Buddi und nicht Trracer zu lesen war. Ja Mensch, holla die Waldfee, der D-Buddi kann ja auch 100% sachlich. Also, wer hier jetzt noch Vorwürfe wegen Unsachlichkeit vorbringt, der hat hat wohl wirklich was nicht verstanden. Und zur Sache: Auch wenn ich selbst in solchen Cachesituationen etwas schmerzbefreiter bin, kann ich das unangenehme Gefühl durchaus nachvollziehen. So wirklich toll finde ich solche Cachesituationen auch nicht, und was die Aussagen bezüglich geheim und verborgen angehen, so kann ich da voll zustimmen. Nur weil etwas nicht mehr als Geheimnis gehandelt wird, muss es nicht mit aller Gewalt in die Öffentlichkeit gezerrt werden.

    Viele Grüße
    Gerald

  5. Ja, sowas mögen wir auch nicht. Am besten Dosen in ruhigen Wohngebieten. Sobald sich das abzeichnet, schauen wir direkt auf Hints und Logs, um möglichst kurz zu suchen oder lassen das Ganze direkt sein. Genau die beschriebene Situation, ist wirklich nicht angenehm.

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