Rom aus Cachersicht

Nach Rom sind wir gereist. Warum, welches Hotel und alles was zur eigentlichen Reise gehört ist hier irgendwie nur bedingt richtig aufgehoben, darüber werde ich wohl noch mal mit der Tanja (Vielweib) einen kleinen Podcast aufnehmen der dann bei ihr zur Verfügung stehen wird. Hier soll es um das Cachen in Rom gehen.

Rom 2Rom 1

Eines vielleicht gleich vorweg, wir sind der Stadt wegen nach Rom gereist und waren nebenbei etwas cachen, nicht umgekehrt. Ein großer Unterschied! Warum? Ganz einfach, wir sind von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und haben die Caches rundherum besucht, d.h. die Caches waren nicht ausgesucht sondern haben sich ergeben.

Rom 8

Und was soll ich sagen, Rom ist für unseren Geschmack wahrlich kein Cache-Mekka! Es sind eh schon überschaubar wenig Caches die dazu oftmals ungepflegt in langweiligen und unschönen Ecken liegen und es dazu meist auch noch sehr, sehr muggelig ist. Aber es kommt einem auch durchaus der Gedanke das Cachen in Rom gar nicht so wirklich funktionieren kann. Da ist das übliche Stadt-Problem, eine sehr eingeschränkte Zahl an Verstecken. Dazu ist Rom immer gut besucht von Touristen, ohne Muggel geht also fast gar nicht. Und besondere Orte zeigen ist auch schwierig denn einerseits besteht Rom fast nur aus besonderen Orten und die findet man ohne Caches ebenso schnell. Also einfach haben es Owner hier wirklich nicht. Dazu kommen auf 10 Meter Weg bis zu 3 Regenschirm-Verkäufer, das ist wirklich unglaublich! Und wenn die Regenschirm-Zombies sich verziehen kommen die Restaurante-Zombies aus den Löchern die einen in ihre Kaschemme locken wollen… Ale-Dieter vom Fischmarkt ist ein Witz dagegen.

Die Sehenswürdigkeiten die wir sehen wollten hatten wir uns aus dem Internet gesucht, da gab es eine Seite die es gut auf den Punkt brachte.

Tag 1, kurzer Ausflug nach der Ankunft im Hotel

Rom 3

Als erstes wollten wir uns abends noch San Pietro in Vincoli anschauen und auf dem kurzen Weg dorthin noch mal etwas cachen, daher ging es zu L&P#09 – Torri di Roma – dei Capocci und ich dachte so „geht so, ganz nett“. Wie sich später zeigte für Rom eher schon ein guter Cache. Einfach aber findbar. Direkt danach sollte es [JM #4] La Basilica di S.Pietro in Vincoli sein. Direkt neben der eigentlichen Sehenswürdigkeit, in einer Art Zufahrt in der es roch wie in einer öffentlichen Toilette. Dazu ein riesen Tor einer Einfahrt mit Lichtschranke und Anmeldeterminal, also genau da wo man nicht suchen möchte, weder an der Location noch bei dem Geruch! Und so wurde es auch nur eine kurze und erfolglose Suche. Wenn ich die Logs so lese ist er aber wohl verschwunden. Zum Abschluss dann noch ein D2.5, Polveriera. Ein nicht zu übersehendes Steinhäufchen mit einem Ü-Ei drin. Das ist nicht mal gespoilert denn das kann man wirklich nur schwerlich übersehen da es auch noch auf Augenhöhe auf einer Mauer liegt. Keine Ahnung was daran genau D2.5 sein soll, eher ein guter Witz. Als wir dann das Caffee de Studento neben dem Kolosseum sahen passte das für uns (für meine kleine Studentin, die Heike) wie Faust aufs Auge. Ein schönes Abendessen beschloss den Tag.

Rom 4

Tag 2, 25 km kreuz und quer durch Rom

Der Trevi-Brunnen sollte die erste Sehenswürdigkeit werden und auf dem Weg dahin sollte San Bernardo alle Terme der erste Cache des Tages werden, leider konnten wir auch hier nicht fündig werden. Als nächstes lag dann Le Quattro Fontane auf dem Weg. Und der war für Rom sehr üblich versteckt. Ich sag mal so, hier gibt es ein Schild das über ein Bauwerk informiert, das ist aus Metall, der Hint ist Magnetisch ;-) Die Caches dieser recht üblichen Versteckart hier haben den Vorteil einfach und gut findbar zu sein und immer einen besonderen Ort zu zeigen, sehr schön, auch wenn die Location hier nicht sooo spannend war 8-) Fontana di Trevi ist dann ein Cache direkt am Trevi-Brunnen der zeigt das es auch an solchen Locations funktionieren kann. Obwohl hier richtig heftiger Muggelalarm herrscht kann man den Cache gut unauffällig greifen.

Rom 5

Das Pantheon sollte die nächste Sehenswürdigkeit werden und auf dem Weg dahin lag pantheon di roma. Keine wirklich schöne Ecke und zu finden war für uns hier auch nichts, aber es gibt dort einen wirklich sehenswerten Pinocchio-Laden.

Auf dem Weg zur Piazza Navona lag dann Rioni di Roma: Sant’Eustachio. Schön gemacht, aber da muss man auch erst einmal heran kommen, Körpergröße ist hier klar von Vorteil.

Weiter ging es zum Castel Sant’Angelo: die Engelsburg und da kam erstmal der für unseren Geschmack schlechteste Cache Rioni di Roma: Ponte, kaum Empfang, Nano, naja… Dicht an der Engelsburg dann der einzige Earth-Cache den wir gemacht haben, Tiber River. Nett ja, 148 Favoriten-Punkte, warum? Zwei Fragen, Location ok, aber mehr? Für mich wieder so ein Zeichen das Fav-Punkte nicht wirklich funktionieren, hier wird vermutlich eher dem eigenen Urlaub als dem Cache ein Fav-Punkt gegeben 8-)

Weiter gings, Petersdom und drumherum warten auf Besichtigung ;-) Auf dem Weg wartete als erstes Fontana dell’acqua Angelica und da wartet sie auch heute noch. Der Hint laut Logs wohl so sinnlos wie wir vermutet haben, rundherum alles voller Obdachloser, ach nö. Und wenn man schon am Vatikan ist dann geht man doch gleich noch ein wenig und nimmt Micro vista Vaticano mit, den kann man wirklich mal kurz aufsammeln.

Rom 6

Nun rief die Piazza del Popolo und vorher noch I Ragazzi del Geocaching Roma, einer der durchaus schöneren Caches. Bei uns würde man vielleicht na ja sagen, für Rom war der schon fast chick. I luoghi della memoria – Il caso Pecorelli dann einer der vom Suchfaktor anspruchsvollsten. Ohne zu viel Spoilern zu wollen, aber jeder wird dort nicht rein greifen ;-) Nun kam Piazza Cola di Rienzo, wieder mal nix zu finden. Aber wenn ich die Logs so lese waren wir da wohl nicht allein. Mit dem Cache hat man aber auch nicht wirklich was verpasst.

Auf dem Weg zur Villa Borghese trafen wir auf den Cache der uns wohl am ehesten zum Schmunzeln brachte, Greetings from Berlin – Piazza del Popolo. Der Hint ist eher daneben, dafür hat das Versteck so seinen ganz eigenen Humor und die Aussicht von dort ist ebenfalls sehr schön. An der Villa Borghese dann der wohl schönste Cache, eine tolle Location, ein einmaliger Blick über Rom, ein liebevolles Versteck -> Villa Borghese: beautiful view.

Zeit für ein Eis und auch darüber hatten wir uns im Internet informiert. Roma dall’alto (International Geocaching Day 2013, über manche Caches kann man nicht viel mehr sagen als das sie gut zu finden waren.

Zum Abschluss des Tage auf zur spanischen Treppe wo dann auch The Spanish Steps liegt der durchaus ok für so einen Ort ist, eigentlich fast schon gut gelungen. Und auf dem Weg zum Hotel noch Rioni di Roma: Monti den wir auch mal wieder nicht finden konnten.

Rom 11

Tag 3, 20 km und die Flut von Eindrücken kaum noch zu verarbeiten

Forum Romanum, Kapitolplatz, Monumento Vittorio mal abgearbeitet ging es noch mal zum Kolosseum und da trafen wir zuerst mal auf [RBT #25] S. Stefano del cacco, wieder mal eins der typischen Verstecke, gut findbar und ok. Danach mit La Taverna dell’orso mal wieder einer bei dem einem klar wird wo der Unterschied zwischen Deutschland und Italien ist 8-) Der würde bei uns keine Woche überleben. Ach ja, und da wir ja unsere oc only Funde auch zählen unser Cache 11000, auch schön den in Rom zu machen.

Noch mal in der Nähe der Engelsburg versuchten wir uns gleich an Illuminati, ein netter Cache wenn er nicht ganz so einsichtig wäre. Aber nachdem der Polizist uns nicht mehr beobachtete ging es schnell.

Weiter Richtung Kolosseum kam nun Con gli amici il sabato ….. Buon Compleanno. Eine Location wo ich erst arge Bedenken wegen Supermuggelig hatte. Dann zeigte sich aber ein geschicktes Versteck das so gewählt war das man trotz aller Muggel in Ruhe suchen und loggen konnte, gut gemacht! Es folgte Le tre cannelle (RBT #10). Auch wieder eins der Verstecke die bei uns keine Woche überstehen würden, aber in Rom scheint niemand die Fenster je zu öffen 8-) Am Kolosseum selber dann In hoc signo vinces, der war schon extrem heftig. Einerseits kaum aus seinem Versteck zu bekommen, andererseits steht man mitten in der Muggelmasse und versucht an den Cache zu kommen, das ist schon leicht Hardcore.

Rom 7

Damit war dann die Pflicht (Sehenswürdigkeiten) durch und es kam noch eine kurze Kür (treiben lassen) auf der wir zuerst mal auf Circus Maximus trafen. Ein sehr einfacher Cache aber eben findbar. Dazu an einem Ort der scheinbar das Erholungsgebiet der Römer ist denn hier war ein ganz anderes Flair als im wilden Treiben der Touristengebiete, hat uns zum Entspannen sehr gut gefallen. Langsam zurück Richtung Hotel kam als nächstes [RBT #28] San Giorgio al Velabro, mal wieder ein typisches Versteck und damit immerhin recht sicher zu finden. Rupe Tarpea (RBT #16) dann wieder einer der Kategorie „ganz ok“ und leider schlossen wir mit Mica facile (RBT #8), der Cache mit dem dümmlichsten Hint, aber wirklich die Laune verderben konnte uns das in keinster Weise 8-)

Fazit

WICHTIG, WICHTIG, WICHTIG

Die DNFs müssen wahrlich nicht an den Caches gelegen haben sondern sogar wahrscheinlicher an uns. Es ist halt einfach so das wir an unschönen Locations mittlerweile nur kurz suchen und es dann lieber lassen als in Uringeruch (den es in Rom erstaunlich oft gibt) oder vollvermuggelten Gegenden lange zu suchen! Caches unter D2 müssen für uns einfach schnell zu finden sein sonst nutzen wir die Zeit lieber für uns als für eine lange Suche.

Ich hoffe ich habe keinen Cache vergessen und konnte eine kleine Übersicht gewähren 8-)

Uns hat Rom sehr gut gefallen, eine Innenstadt in der man wirklich hinter jeder Ecke Antikes findet und von Eindrücken erschlagen wird, kann ich nur empfehlen. Die Caches sind für unsere Verhältnisse leider meist Durchschnitt, eher sogar leicht unter dem Durchschnitt. In unserem Fall war das aber nicht schlimm da Cachen dieses mal absolute Nebensache war und wir die Stadt genossen haben.

2 Gedanken zu „Rom aus Cachersicht

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