Project-GC, erste Erfahrungen

Unser letzter Gast, der Halfor hat uns Project-GC so gut präsentiert dass ich sozusagen Blut geleckt habe. Und hier möchte ich ein paar Worte zu den ersten Eindrücken als zahlendes Mitglied, 18€ per PayPal, los werden. Und schon hier fiel angenehm auf, Zahlung super einfach, keine wirren Aufpreise für PayPal.

Als erstes durfte ich mal fast 24 Stunden warten. Mein Account war nämlich bei Project-GC gesperrt weil mir das Stalking durch andere Cacher nicht gefiel. Das musste ich auf Opt-IN einstellen und dann ging erstmal nix bis das aktualisiert war. Nun kann ich mein Profil auf Hidden setzen aber in diesem Fall habe ich es mal sein lassen, letztlich habe ich nix zu verstecken.

Dann gleich mal auf der Seite herum geschaut. Dort ist das meiste selbsterklärend daher werde ich darauf nicht so eingehen sondern eher auf die Sachen dir mir aufgefallen sind.

Und das begann gleich mal mit einer großen Ernüchterung, einer Einschränkung die man in den Griff bekommt die ich aber schon als erheblich ansehe und die einigen sicher nicht gefallen wird. Man kommt nämlich beim Einstellen der Filter nicht auf seine eigene Ignore-Liste! Umgangen habe ich dies indem ich mir einen neue Liste bei Groundspeak erstellt habe, mir die Caches der Ignore-Liste in GSAK geholt und von dort per API in die neue Liste geschoben habe die dann Public sein muss. Und dann heißt es wieder ein paar Minuten warten bis die Liste bei Project-GC ausgewählt werden kann und ein paar Stunden warten bis sie wirklich funktioniert. Scheinbar ist der Name relativ zügig da, eine Auswahl der Liste führte dann aber dazu dass kein Cache angezeigt wurde. Nach einigen Stunden klappte es irgendwann. Das gesamte Handling ist für diejenigen die die Ignore-Liste nutzen wirklich, wirklich unschön!

Irgendwann ging dann aber zum Glück alles und ich generierte mir meine ersten Favoriten-Quote-Suche. Und ja, das war durchaus lohnenswert, da kann man seine Suchen schon schön verfeinern! Anzeige auf Karte, Export, alles kein Problem. Bei der einen oder anderen Funktion stutzt man mal etwas aber insgesamt alles sehr selbsterklärend.

Eine Frage die sich mir ebenfalls schnell stellte, kann man seine Suchen speichern? Da bin ich noch nicht so richtig fündig geworden. Die Ergebnisse kann man zwar in Listen / virtuellen GPS-Geräten speichern aber ob man die dann irgendwie Wochen später auf Knopfdruck aktualisieren kann? Keine Ahnung, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Im Moment regle ich es so dass ich mir das Ergebnis nach dem Druck auf Filtern einfach als Favoriten im Browser ablege und ihn nächstes mal darüber direkt erreiche. Ich vermute das wäre dann ein aktualisiertes Ergebnis, kann ich aber erst prüfen wenn der Link mal ein paar Tage alt ist.

Dann mal die Werkzeuge getestet. Da gibt es z.B. die Live-Karte, schön gemacht, aber auch hier scheint es wieder keine Möglichkeit die Ignore-Liste als Filter zu nutzen, auch nicht über den Umweg der Fake-Ignore-Liste. Damit ist die Karte für mich tatsächlich relativ wertlos denn ich habe mittlerweile viele Caches auf Ignore und das hat durchaus seinen Grund ;-)

Sehr schön ist auch der Challenge-Checker, so kann man diesen (sorry, für meinen Geschmack) Müll wenigtens mal prüfen ohne sich gleich sonst was für einen abzubrechen, zumindest wenn der Cache einen Checker hat.

Die Performance ist in den allermeisten Fällen wirklich überdurchschnittlich gut und wesentlich besser als ich erwartet hätte!

Fazit

Project-GC hat schon wirklich Potential aber hier und da merkt man halt auch dass alles über die API läuft und es eben nicht vollständig „in“ Groundspeaks Daten wühlt, siehe Ignore-Liste. Da kann die Seite nichts für, dennoch sollte man es wissen da es doch nerven kann. Für meinen Geschmack ist die nicht integrierte Ignore-Liste ein Grund warum ich sehr lange überlegen werde ob ich das wirklich mehr als ein Jahr nutze denn das hakt einfach überall.

Und denkt bei diesen Worten bitte daran dass ich gerade mal am Anfang stehe, also nur mal wild herum geschaut habe und sicher noch nicht alle Funktionen gesehen habe, vielleicht gibt es da später noch ein paar Worte die dann fundierter sind. Wer also gerne Planungen baut ist hier auf jeden Fall richtig!

Ob man zahlendes Mitglied werden muss? Keine Ahnung, ich bin es sofort geworden. Ich bin selber Programmierer und weiß dass immer alle gerne davon reden zahlungsbereit zu sein, das in der Praxis dann aber oft „vergessen“. Und daher bin ich immer bereit für ein Jahr zu zahlen wenn es im überschaubaren Rahmen ist. Daher kann ich nur vermuten dass man sich über gesparte 18 Euro eher ärgern wird weil einem immer wieder Funktionen fehlen die man dann haben möchte.

3 Gedanken zu „Project-GC, erste Erfahrungen

  1. Ich nutze die „Bezahl-Version“ auch schon einige Zeit. Am besten gefällt mir in der Tat die Möglichkeit mit Team-Mitgliedern nach gemeinsam ungefundenen Caches zu suchen.
    Die Suchfunktion nach dem Wilson-Score „sollte“ (viele sind da aber immer noch beratungsresistent) nach der Facebook-Aktion „Ich bin demnächst in XYZ…“ http://hilftdirweiter.de/ich-bin-demnaechst-in-xyz-welche-geocaches-muss-ich-gemacht-haben/ bekannt sein.
    Die Ergebnisse des Wilsonscore entsprechen nahezu komplett den ewig abgefragten „persönlichen Geheimtipps“ anderer Cacher. Und da man die Suche dort auch noch mit Filtern eingrenzen kann ist das ne feine Sache.

    Dass der Service Geld kostet juckt mich nicht, die Programmierer haben dort ne Menge Zeit investiert, das soll auch bezahlt werden. Und deren Arbeit ist es auch wert. Wenn ich in den Laden gehe und Schokolade haben will bekomme ich die ja auch nicht umsonst.

  2. Bin auch zahlendes Mitglied und möchte den Service nicht mehr missen. Alleine die Möglichkeit mal eben mit ein paar Klicks zu prüfen, ob sich rund um das eine oder andere Ziel der nächsten Cache-Tour viellleicht eine Dose versteckt, die meine 81er / Verstecktag / Versteckmonat / Fundtag Matrix komplettiert finde ich genial.

    Genau so die Möglichkeit nach anderen Kriterien zu sortieren ausser der Anzahl an Favoritenpunkten ( Quote in % oder nach Wilson) -> Die Legogiraffe mag ja „ganz nett“ sein aber die Anfahrt stünde für mich jetzt in keinem Verhältnis zu dem was mich da vor Ort erwartet…
    Auch gemeinsame Cache-Touren lassen sich genial damit vorbereiten. Profilnamen vom Teammitglied eintragen und schon kann man sich Dosen in einer bestimmten Gegend zeigen lassen die einer / beide / keiner schon gefunden hat.

    Zuletzt nuitze ich auch die sehr detaillierte Profilstatistik und den Kartenvergleich sehr oft, einfach um mal zu schauen – Mit wem habe ich da gertade zu tun. Wo kommt der her ? Wo hat er seine Homezone ? Kommt er viel rum ? Wie regelmäßig geht er cachen ? Welche Caches haben wir beide schon gefunden ? usw.

    Klar – viele dieser Dinge sind auch über Umwege und Macros mit GSAK zu realisieren aber mit deutlich größerem Aufwand…

  3. Ja das mit der Ignore Liste ist echt unschön, scheint aber wirklich eine Limitation der API zu sein – steht so im Forum.
    Das die auf der Live Karte nicht zieht ist mir damals auch negativ aufgestossen.

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