OpenCaching.de, der 1. Versuch

Heute also das erste Desaster der erste Versuch mit opencaching.de. Ich hatte mir einen weiter entfernten Cache rausgesucht in einer Gegend in der ich noch nicht gecacht habe damit nicht gerade dort schon die guten Caches von mir gefunden wurden. Und siehe da, vor Ort nichts zu finden. Dann stellte sich heraus das der Cache gar nicht mehr da ist, seit 4 Monaten, der Owner aber scheinbar nicht in der Lage war ihn zu deaktivieren und so nur ein Log geschrieben hat das auf diese Tatsache hinweist. Was eine grandiose Idee. Ach ja, der Owner die letzten 1-6 Monate nicht angemeldet, alles andere würde mich mittlerweile auch überraschen.

Da zeigt sich für mich gleich mal das erste Problem von OC, es gibt so wenig Sucher das sowas monatelang nicht auffällt. Bei GC gibt es sowas auch, aber durch die hohe Anzahl Sucher wäre das schon lange erledigt. Der Cache lag übrigens 40 Meter neben einem GC Cache und dabei wurde mir klar das ich die Abstandsregel bei GC doch gut finde denn das fände ich schon merkwürdig wenn ich irgendwo suche und 40 Meter neben mir der nächste einen anderen Cache sucht.

Es beginnt also wie befürchtet, es ist nicht mal ganz einfach einen Cache zu suchen der überhaupt vorhanden ist. Aber was dazu gelernt, bei OC ist es also wirklich nötig vorher auch noch die Logs zu lesen wenn man nicht auf die Nase fallen will 8-( Aber das kann es natürlich nicht gewesen sein, ich werde einen weiteren Versuch wagen, aber das kann etwas dauern, vorher möchte ich noch mal wieder richtig cachen gehen ;-)

3 Gedanken zu „OpenCaching.de, der 1. Versuch

  1. Dann will ich mal meine Sicht versuchen zu formulieren. Bei GC.com bin ich jetzt WIEDER seit fast 4 Jahren angemeldet. Angefangen habe ich aber bereits einige Jahre vorher und zwar auf beiden Plattformen unter einem anderen Cachernamen. Damals habe ich erst auf beiden Plattformen parallel geloggt und mich dann irgendwann auf die OC-only-Caches konzentriert. Mir gefiel die OC-Plattform damals einfach besser. Fand sie strukturierter und auch besser aufbereitet. Wieso das damals so war, kann ich heute nicht mehr genau sagen, aber es war halt damals mein Einstieg und auch irgendwann mein Ausstieg, da der Frustlevel auch damals schon sehr niedrig war.

    Als ich dann 2010 wieder angefangen habe, war ich eigentlich auch wieder auf OC aus, aber da hat mich dann die alte GC-App „gerettet“ und ich bin bei dieser einen Plattform geblieben, da ich im Blick zurück es auch besser finde, wenn es sich auf eine Plattform konzentriert. Auch hier in der Gegend liegen einige OC-Dosen, welche aber kaum oder gar nicht gewartet werden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. So ist mir ein Owner bekannt, der sich sehr um seine OC-Dosen kümmert, aber das scheint leider eher die Ausnahme zu sein.

  2. Ich stimme dem Beitrag von mystphi zu. Das Überlappen von Geocaches / Geocachingtouren ist ein Problem. das nicht zu unterschätzen ist. Selbst wenn die Dosen ganz eindeutig gekennzeichnet sein sollten, ist es dennoch für den Spieler verwirrend.
    Für Muggel ist Geocaching ein Sammelberiff, egal auf welcher Plattform es gespielt wird. Daher sorgen auch „unkontrollierte“ Caches auf anderen Plattformen als „geocaching.com“ ab und an für Unmut in der Gesellschaft.
    Sicher ist für einige der Reviewprozess nicht immer erfolgreich, das ist individuell gesehen oft ärgerlich, weil eine tolle Idee nicht umgesetzt werden kann. In der Summe erhält aber dieser Reviewprozess das Spiel im Rahmen seiner Regeln am Leben, weil er dabei hilft, möglichen Komplikationen etwas besser aus dem Weg zu gehen, sofern sie erkannt werden.

  3. So, ich denke, genau hier und jetzt ist der richtige Ort und Zeitpunkt gekommen, auch mal meine Sicht der Dinge auszubreiten, da Jörg es ja schon ein wenig angedeutet hat. Als OC aufkam, war ich selbst eigentlich sehr angetan von der Idee und somit auch lange Jahre ein „Jünger“ von OC. Eine freie Plattform als Konkurrenz zum kommerziell ausgerichteten Platzhirsch … das hatte was, das schmeichelt dem Kapitalismusskeptiker sehr. Allerdings war mir schon sehr früh aufgefallen, dass ich selbst zwar alle Caches auf OC eingestellt hatte, diese Plattform zum Suchen aber … ja … überhaupt nicht genutzt habe. Alle meine Wünsche, was das Suchen anging, wurden ja von GC mehr als ausreichend befriedigt. Inzwischen hat sich meine Einstellung zu OC bzw. generell zu einem Plattformpluralismus deutlich verändert. Ich wage mal folgende ketzerische Behauptung aufzustellen:

    Beim Geocaching kann es aus Prinzip nur einen enzigen geben!

    Warum? Geocaching ist ein Location basiertes Spiel. Es werden Dosen an Orten versteckt, die in der Regel eine gewisse Besonderheit darstellen. Nehmen wir einmal an, es gäbe tatsächlich zwei oder drei Plattformen, die voneinander unabhängig agieren und eine etwa gleiche Akzeptanz bei den Cachern genießen. Bei der hohen Cachedichte, die wir hier in Deutschland haben, muss es doch dann zwangsläufig darauf hinauslaufen, dass an den besonderen Orten Caches von mehreren Plattformen direkt nebeneinander zu finden sind. Das Chaos wäre dann vorprogrammiert. Und solches Szenario ist keineswegs aus der Luft gegriffen. So gab es in den Besenhorster Sanddünen einen sehr bekannten aufwendigen Multi ( http://coord.info/GCNGA7 ) auf dem Gelände einer alten Sprengstofffabrik. Nur kurze Zeit später kam auf dem gleichen Gelände ein weiterer aufwendiger Multi heraus ( http://coord.info/GCQD55 ), und nur die Abstandsregel von GC hat größere Irritationen verhindert. Dennoch gab es wohl schon die eine oder andere Verwechslung und Irritation zwischen diesen beiden Multis.

    Im Januar 2011 kam dann plötzlich ein weiterer sehr umfangreicher Multi auf diesem Areal auf ( http://www.opencaching.de/viewcache.php?wp=OCBAF8 ), der jedoch durch die Veröffentlichung auf OC keinerlei Rücksicht auf die anderen Multis nehmen musste. Das war der Moment, wo mir zum ersten Mal so richtig bewusst wurde, was ein Pluralismus der Plattformen beim Geocaching für fatale Auswirkungen haben wird. Ich habe daraufhin meine Aktivitäten auf OC weitgehend eingestellt. So blöd es aus der Sicht eines marktwirtschaftlich denkenden Menschen auch ist, dass GC als Platzhirsch den „Markt“ weitgehends beherrscht, so froh können wir als Cacher sein, die wir klare und eindeutige Verstecke haben wollen und die Suche nach passenden Caches auf eine Plattform konzentrieren können. Und auch wenn ich OC eigentlich technisch und optisch als die bessere Plattform einstufen würde, im großen und ganzen bin ich eigentlich mit dem Angebot von GC zufrieden. Vorallem hab ich schon seit längerem für mich erkannt, dass diese „ungeliebte“ Abstandsregel (wie überhaupt der ganze Reviewprozess) durchaus eine sehr sinnvolle, ja sogar notwendige Reglementierung darstellt, die letztlich allen Cachern zugute kommt, auch wenn sie im Einzelfall auch mal Frust und Ärger hervorruft.

    Viele Grüße
    Gerald

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