Oje, OC… wohin gehts mit opencaching.de

opencaching.de produziert ja nun auch Podcasts und das finde ich durchaus spannend. So war ich 1-2 mal live dabei und habe mir die restlichen Folgen als Aufzeichnung angehört. Meiner Meinung nach ein sehr gelungener Podcast.

Eines vorweg: Respekt vor der Mühe, die sich die OCler da machen. Und an diesem Satz wird wohl schon den ersten Lesern klar, dass es kein Lobes-Artikel wird Daher auch der Hinweis, dass es mir hier um die Plattform geht, nicht um die Menschen dahinter!

In meinen Augen ist und bleibt opencaching.de eine Plattform, die keine wirkliche Relevanz in der Breite hat oder bekommen wird. Dabei wäre ich der Erste, der sich freut, wenn es widerlegt werden würde!

Wenn ich mir die Podcast so in Erinnerung rufe, sehe ich einfach keinen wirklichen Fortschritt. Da wird zwar von Ideen gesprochen, aber sofort danach wird auch immer wieder klar, dass es niemand umsetzt. Ja, jetzt gäbe es einen neuen Mann, der das in die Hand nimmt, aber zu sehen ist halt nix! Die Technik stagniert seit langem und die Web-Seite, wenn man schon bei GC meckert, was will man dann hier sagen? Obwohl, vielleicht stagniert die Technik gar nicht, nur ich als User habe nix Neues entdeckt. Und für die extreme Zahl an GSAK-Usern ist GC halt per API eingebaut, OC ist da schon umständlicher. So ist es sehr gut, dass es eine OC eigene API gibt, nur wenn meine Tools die nicht unterstützen, nützt es wenig. Da haben wir dann wohl wieder mal ein Henne – Ei Problem.

Gern und oft wird erwähnt, dass man ja schon einiges aufgeräumt hätte im Cachebestand. Das stimmt und ist auch zu merken, dazu wird blitzartig reagiert, wenn man einen Cache mit Problemen meldet, nur was bringt das? Die übrigen Caches sind immer noch so lala und es sind durch das Aufräumen sogar noch weniger geworden. Die Finde-Quote meiner Tradis ist immer noch sehr bescheiden, obwohl sie dicht bei Hamburg liegen. Kurz und gut, ich sehe da keinen großen Fortschritt.

Safari-Caches werden dann oftmals gern als Fortschritt angeführt. Ein Beispiel war dann ein Safari-Cache, bei dem man ein Bild von sich und einem Dixi-Klo machen soll. Also noch mal: EIN BILD VON SICH MIT EINEM DIXI-KLO! Sicher wird sich jemand finden, der mir noch erläutert, was das noch mit cachen zu tun hat?! Für meinen Geschmack ein wenig mit Challenges von GC vergleichbar, also dem Cachetyp, wo es wohl am meisten Zank und Streit gibt, weil Owner versuchen, ihre ganz eigenen Regeln einzuführen.

In einer Podcast-Folge hörte ich dann auch noch sinngemäß, dass man ja auch die Powercacher rüber bekommen möchte und das hat mich tatsächlich eher erschreckt, da ich nicht davon überzeugt bin, dass dadurch Qualität generiert wird. Auch Aktionen bei denen man z.B. 12 Caches in einem Jahr legen soll, halte ich eher für kontraproduktiv, da das oft eher schnelle als gute Caches bewirkt. Bei GC gab es das auch schon, wenn auch nicht von GC gesteuert und die Ergebnisse waren nicht so dolle. Da beschleicht mich die Angst, dass der Ansatz hier mehr Quantität als Qualität lautet und da wird man dann wieder GC unendlich unterlegen sein. Ich habe insgesamt das Gefühl, dass man viel zu viel auf Zahlen schaut, statt auf Qualität. Wenn man wirklich mehr Relevanz gegenüber GC erreichen möchte, geht das doch eigentlich nur über Qualität und woher die kommen soll, erschließt sich mir bisher nicht. Auch wenn ich kein Fan solcher Aktionen bin, würde da etwas in Richtung „Cache des xxx“ vermutlich mehr bringen.

GC ist der nächste Punkt. Gern und oft werden leicht hämisch Mängel und Fehler bei GC angesprochen, für meinen Geschmack erheblich zu gern und zu oft. So wurde die Geschichte von diesem umstrittenen neuen Geochecker schon sehr einseitig dargestellt und es letztlich als Vorteil angezeigt, dass dieser bei OC nutzbar wäre. Sorry, aber wer Vorwürfe wie „sind doch alle von Groundspeak bezahlt“ auf Facebook vom Autor der Software mitbekommen hat oder dass er EMail-Verkehr veröffentlicht oder auch eigene Texte mal eben wieder aus Diskussionen löscht, kann zumindest Zweifel bekommen, ob er so jemandem seine Daten anvertrauen möchte. Und ob es nun ein Vorteil ist, dass ein bei GC abgelehntes Tool bei OC eingesetzt werden kann?

Ich unterstütze OC gerne, d.h. ich habe einige Caches gelegt, habe einen Teil eines Coin-Verkaufs dort gespendet und wünsche alles erdenklich Gute. Für mich wäre eine echte Alternative zu GC absolut top, denn es ist mir nicht so wirklich wichtig, von welcher Plattform die Caches kommen, so lange sie Spaß machen. Nur kommt von OC einfach zu wenig und das bisserl ist dann qualitativ auch noch eher durchwachsen.

Auch, dass es jetzt einen OC-Podcast gibt, empfinde ich als sehr, sehr gut, nur mit dem, was ich da höre, nun ja…Wie gesagt, nicht die Machart, nicht die Qualität, sondern das, was ich zu OC erfahre, ermuntert mich nicht so wirklich. Dieses und Jenes soll kommen, aber wer das vor allem wann programmiert, bleibt mir weiter unklar. Es wird durch alle Podcasts und Blogs getingelt und damit Werbung und Lobby-Arbeit geleistet und das ist auch wichtig. Nur wenn man eigentlich noch nichts Fassbares hat, dann wird das in meinen Augen schwierig. D.h. die Hoffnung, dass jetzt bald alles technisch aufgerüstet und besser wird, ist schön, aber es ist halt aktuell nur eine Hoffnung.

Habe ich eine Idee, wie man es besser machen kann? Nein, leider nicht, aber wenn es so einfach wäre, würde es sicherlich schon eine echte Konkurrenz zu GC geben und genau die sehe ich nicht. Und obwohl es ja nun schon einige Plattformen versucht haben, hört man nicht mehr viel von denen.

Also, viel Glück OC, Ihr könnt es brauchen!

2 Gedanken zu „Oje, OC… wohin gehts mit opencaching.de

  1. Also, ich finde OC kann alles, was man braucht und das schneller und einfacher als GC. Dass GSAK die API von OC nicht unterstützt, da kann OC ja nichts für. Mich würde allerdings nicht überraschen, wenn GC den Autor von GSAK dazu anhalten würde, die OC-API nicht zu unterstützen. Links auf OC in GC-Listing sind ja auch verboten. Oder dieser Checker. Jetzt noch einen eigenen Messenger? Wo will GC hin? Sehen die sich als Insel mit Stacheldraht drumrum?

    Da lob ich mir doch OC. Da ist man viel offener. Gleich eine andere Atmosphäre – Freiheit statt Elfenbeinturm mit quasi Premium-Zwang. Was auf OC allerdings fehlt, sind die Caches. Da müsste jeder Owner seine Caches auch auf OC veröffentlichen. Macht aber leider fast keiner. Weil das doppelten Pflegeaufwand bedeutet. Und auf 2 Plattformen loggen mag auch keiner. Das ist das Dilemma.

    Aber wenn man OC links liegen lässt, dann wird das mit der Cachevielfalt dort nie was. Zu Anfang muss man halt ein bisschen Arbeit investieren. Und auf 2 Plattformen arbeiten. Wenn GC dann ein ernstzunehmende Konkurrenz hat, werden die vielleicht auch ein bisschen benutzerfreundlicher. Und das täte GC wirklich nicht schaden.

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