Mut zum DNF

Mir fiel mal wieder ein Beitrag bei Facebook auf. Ok, Facebook an sich ist schon eine Plattform wo man seine Anforderungen an gehaltvollen Inhalt runter schrauben sollte aber das ist hier ja nicht anders ;-)

Es beschwerte sich jemand recht ausführlich darüber wie sehr er sich geärgert hätte wieder mal auf einen Mystery ohne Geochecker gestoßen zu sein. Und das in wirklich erstaunlichem „Ton“, es war wirklich zu merken dass er wirklich davon überzeugt war dass dies nicht in Ordnung wäre. Und die Reaktionen darauf waren recht ruhig, aber in ihrer Quintessenz tendierten sie durchaus in eine ähnliche Richtung.

Na klar ärgert man sich wenn man irgendwo umsonst angefahren ist, aber gehört das nicht zum Spiel? Früher (ja, ja, ich weiß) war das eigentlich an der Tagesordnung, Geochecker gab es nicht und Telefonjoker waren auch eher selten da es noch nicht so viele Cacher gab und die sich nicht unbedingt kannten. Ich merke ja selber wie sehr man in diese Vollkasko-Mentalität gerutscht ist, da wird oft viel zu früh ein Telefonjoker gezogen oder man ist ärgerlich einen Cache nicht gefunden zu haben. Für manchen scheint es gar undenkbar einen Cache nicht in die Fundliste zu bekommen.

Man darf ja Fehler machen und jeder wird in seinem Leben wahrscheinlich Irrungen und Wirrungen erleben, wichtig ist doch daraus zu lernen! Vielleicht ist es mal wieder Zeit ohne Netz und doppelten Boden cachen zu gehen. Wenn kein Cache da, dann ist eben keiner da. Einfach mal keine „Ersatzdose“ hinlegen (für mich übrigens die peinlichste Variante, meist gespickt mit der dümmlichen Begründung anderen helfen zu wollen), Fotolog schießen oder Telefonjoker ziehen sondern einfach mal DNF loggen und sich halt über den Weg zum Cache freuen. War da nicht mal was? „Der Weg ist das Ziel“?

Ok, auch dieser Artikel wir sicher wieder sinnlos verhallen und nur die freuen die es eh schon so machen. Aber, wenn es auch nur einen zum Grübeln bringt war es die paar Zeilen wert 8-)

Übrigens morgen ist Podcast, d.h. am Wochenende sollte die Konserve zum Download bereit stehen. Wer noch Fragen an die Orga von Bremerhaven hat sollte diese also schnell einreichen 8-)

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6 Gedanken zu „Mut zum DNF

  1. Ich logge keinen DNF. Das verhaut meine Statistik. ;-)

    Bei 25 Caches ist ein DNF echt übel. ;-)

    Wird es wieder eine Hüpfburg geben? Bitte diesmal nicht nur für die Kinder, sondern auch die übergewichtigen Erwachsenen?

    Und gibt es diesmal auch vegane Fleischweckle? Immer nur Käsestullen finde ich doof. ;-)

  2. Hehe, mir geht es oefter so, dass wir umsont hinfahren bzw. nichts finden und den Fehler vermute ich im allgemeinen immer bei mir/uns ;-)

    viele Gruesse
    Dr.Ringe-Ding-Dong

  3. Hey!
    Ein Beitrag der mir mehr als aus dem Herzen spricht. Der könnte 1:1 so von mir kommen!

    Als überzeugter DNF Logger (ja, ich logge DNF sofern ich ernsthaft gesucht habe und Zeit investiert habe. Komme ich an eine Stelle an der aufgrund hohen Muggelaufkommens, Baustellen, ….. gar nicht erst gesucht werden kann, logge ich auch nichts. Sofern aber die erste Absicht nach einem Finden vorhanden ist, und nichts gefunden wird -> DNF! Auch wenn die Dose nachweislich nicht mehr da ist!). Ich mach keine Fotologs, ich leg keine Ersatzdosen, ich leg keine Ersatzlogbücher rein, ….

    Stehe ich nicht im Original-Logbuch, gibts ein DNF!

    Ich bin letztens einen recht abenteuerlichen Weg zu einer Dose gelaufen. Vor Ort war ein Rätsel zum öffnen der Dose zu lösen. Ich hatte ca. 45 Minuten gebraucht bis die Dose offen war. Stift war am Mann! Schließlich hatte ich das Logbuch in der Hand und der Stift versagte! (Notizen während des Caches gingen noch einwandfrei!) Das war so ein Stift der:
    – Unter Wasser funktioniert
    – Kopfüber
    – Im Weltraum
    – Auf dem Mars
    – ….

    Aber er hatte nicht mehr genug Ausdauer um „vipwarrior“ zu schreiben. (Und nein, der Stift war Neu und noch voll!).

    In dem moment dachte ich ebenfalls über folgendes nach:
    – Zurück zum Auto und anderen Stift holen
    ODER
    – DNF

    Ich bin dann nochmal zum Auto. Fast wäre aber auch das ein DNF geworden!

    Diese „Vollkasko-Mentalität“ ist wirklich der passende Ausdruck! Und die gibt es mittlerweile viel zu häufig.
    Viele die ich auf meinen Touren treffe und dann gemeinsam losziehen lesen bereits 20 Meter vor einer Dose oder Station den Hint vor!
    Ich bin überzeugter NICHT-Hint-Leser, und dieser wird erst dann gezückt wenn wirklich gar nichts mehr bleibt…

    Manche fangen auch schon nach wenigen Minuten an TJs und WhatsAppJoker zu nutzen… Sowas mach ich bei normalen Dosen gar nicht mehr! Dann halt nicht und DNF!

    Wenn große und lange Touren geplant sind kann es schon mal vorkommen, dass auch ein TJ gezückt wird, aber das wirklich nur im Notfall. Im näheren Umkreis (Homezone) gar nicht mehr!

    Bei unserem letzten Cacheurlaub hatten wir für uns folgende Vereinbarung getroffen:
    – Beschreibung und Waypoints lesen ist ok.
    – Hints / Logs nur wenn alle mit einverstanden sind. (Und ich kann da sehr hartnäckig sein etwas selber zu erarbeiten!
    – TJs nur im allergrößten Notfall! Aber wie bereits geschrieben, nur bei den „Hauptcaches“.

    Wir suchen eh nur noch ausgewählte Caches. Auch als Lückenfüller. An allem anderen gibts höchstens ein Kommentar wie:
    – Da wäre ne Dose, aber fahr bloß weiter!

    Keiner wird mehr den Trend stoppen, das nur noch der schnelle Fund zählt… (für die meisten Statistikcacher). Für mich zählt eher der Cache selber und, wenn der nicht gut ist, wenigstens die Natur oder was es sonst zu sehen gibt!

    Gruß
    Andreas aka. vipwarrior

  4. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Euch da zustimmen kann. Zwar glaube auch ich, dass es einen Checker nicht braucht. Da ich aber oft im Raum eines Naturschutzgebietes unterwegs bin, kann der Checker manchmal nicht schaden. Es schont halt die Umwelt an den Rechen- oder Beurteilungsfehlerstellen. Der Hinweis, dass die Wege nicht verlassen werden müssen ist erfahrungsgemäß so wertlos, dass man das nicht aufschreiben braucht. Ehrenhaft für den Owner, aber vergebene Liebesmüh.

    Persönlich brauche ich das nicht, da ich es mir angwöhnt habe, die Gegend erst genau zu betrachten und zu überlegen, was ich denn dort wo und wie verstecken würde. Bei den heutigen Ownern auch nicht immer sinnvoll, aber was solls.

    Theoretisch ist die einzig richtige Antwort auf diese Diskussion: Aufgabe gelöst; Herzlichen Glückwunsch. Aufgabe nicht gelöst: Try again or try lower difficulties.

    Ich kenne auch den Ärger nicht, etwas nicht gefunden zu haben. Ich ärgere mich viel mehr, wenn irgendjemand einen Cache an einer vielbeachteten Stelle versteckt. Sinnlos aus meiner Sicht. Ist aber nur meine Meinung.

    Ist „Einfach mal DNF Loggen“ wirklich die sinnvolle Alternative? Warum sollte ich? Den DNF logge ich erst, wenn ich mindestens drei mal vor Ort war und dann auch nur, um für mich klarzustellen, dass ich für diesen Cache ganz offensichtlich zu doof bin. Wir haben hier in der Gegend übrigens einen Cacher, der im regionalen Forum unter jedem seiner Beiträge aufführt, wieviel Caches er schon nicht gefunden hat. Beeindruckend, oder?

    Scheitern gehört dazu. Letzte Woche auf dem 25km Wandermulti 10 Zahlen ermittelt, gerechnet, Unsinn berechnet, abgebrochen, keinen „Found“. Ich war dafür den ganzen Samstag unterwegs – ohne Log, ohne DNF aber nicht ohne Geocaching…

    Ich finde es übrigens sehr schade, dass ihr unter Euren eigenen Beitrag schreibt, dass es sinnlos verhallt. Warum so resigniert? Ihr habt die Chance. Ihr seid eines der wenigen Sprachrohre. Seid kontrovers! Seid unangenehm! und vor allem: Seid standhaft! Ich beobachte das jetzt schon seit einer Weile. Ich habe alles nachgehört, was hier je veröffentlicht wurde. Ich würde mich freuen, wenn die Resgination wieder zurückgedrängt wird und ihr einfach Eure Meinung herausblast. Je kritischer umso größer die Diskussion. Vielen Dank für viele Stunden.

    Soll ich das jetzt versenden?
    Was solls…

  5. Da ich kaum Rätsel Caches mache, ist mir das powidl. ;-) Klar, wenn ich vor Ort bin und eine Dose suche und nicht finde, naja, dann hab ich halt Pech gehabt. Eine Dose aber verstecken und mich dann eintragen? – Ne, dann gibt es halt einen DNF. Fotologs daß ich vor Ort war und nix gefunden habe….. egal wie weit ich nun gelaufen bin…. fällt mir nicht ein. Dann war es halt ein Spaziergang. Auch recht. ;-)

    War „früher“ wirklich alles gelassener? Wir waren nicht immer „online“. Wir hatten andere Möglichkeiten, andere Vergleiche. ;-)

    Klar, bei der Aufgabe „jeden Tag einen Cache!“ und „Homezone bereinigen“ ist „keine Dose vor Ort“ echt ein Thema. ;-)

  6. Frage an die Orga:

    Gibt es auch einen kostenlosen „Signal-Hort“ quasi ein „Mega-Småland“?

    Oder müssen die kleine Racker die ganze Zeit über das Gelände getragen und geschoben werden?

    :-)

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