Log schreiben aber wie?!

Gerade bei Logs gehöre ja eher zu den Verfechtern „jeder wie er mag“ solange er nicht gerade beleidigend wird oder durch spoilert.

Meiner Meinung nach sollte man als Owner keine Erwartungen haben sonst wird man früher oder später ja doch enttäuscht. Klar ist ein langes ausschweifendes Log schöner zu lesen als ein einfaches TFTC, aber mancher Cacher mag halt viel schreiben, mancher weniger, ist halt so. Ich kann mich erinnern dass vor vielen Jahren sogar an den Logs vom dicken Olli rumgenörgelt wurde weil die zu lange seien, soviel auch zu „früher war alles besser“. Und die waren weder dümmlich oder inhaltslos, im Gegenteil! Er hat wirklich ganze Geschichten zum Fund der Caches geschrieben und die waren meist sogar unterhaltsam.

Aber vom Grundsatz ist und bleibt es eh egal wie ihr loggt denn erlaubt ist alles (abgesehen halt von Spoilern und Beleidigungen) und das ist gut so! Und wie immer ihr loggt könnt ihr eigentlich eh sicher sein dass irgendjemand noch was zu bekritteln finden wird, also Log zu lang, zu kurz, zu wenig auf Cache bezogen, zu viel Kritik, zu viel Lob, was auch immer.

Lange Rede, kurzer Sinn, warum schreibe ich eigentlich was dazu? Ich habe dieses Jahr seit langem mal wieder einen guten Vorsatz ins Auge gefasst und den bisher auch ganz gut durchgehalten, für wirklich jeden Cache (ob gut oder schlecht) ein etwas längeres individuelles Log zu schreiben. Auch beim berühmten Pissecken-Cache hat sich der Owner ja auch Gedanken gemacht, wenn auch vielleicht die Falschen ;-)

Das wäre jetzt noch nicht Anlass genug gewesen etwas zu schreiben aber dann kam unser DSM-Wilseder-Berg-Winter-Event und was da an Logs kam hat mich ehrlich gesagt doch mehr als freudig überrascht! Nicht nur lange Logs, vor allem auch mit unglaublicher Fantasie sind da fast schon kleine Kurzgeschichten entstanden. Und nicht weil er mindestens bei den Filmen zum erweiterten Kern-Team der schweigenden Mehrheit gehört, sondern weil er wirklich dem ganzen mit seinem Log die Krone aufgesetzt hat möchte ich hier mal exemplarisch auf die Logs vom Poilettentapir verlinken ->

Teil1

Teil2

aber auch der Rest ist mehr als lesenswert.

Ich bin auch weiterhin dafür das es jeder halten soll wie er mag und man da nicht immer versuchen sollte etwas vorzuschreiben. Im Gegenteil, irgendwelche Kack-Häufchen mit denen man symbolisieren möchte das Kurzlogs unschön sind halte ich eher für dümmlich. Aber man kann ja mal aufrufen sich freiwillig Gedanken zu seinem Logverhalten zu machen und einfach mal darüber nachzudenken ob ein etwas längerer Logtext jetzt wirklich so aufwendig? Und ob es nicht vielleicht helfen könnte im ganzen Miteinander die Stimmung zu heben?!

Das ist es was ich letztlich möchte, einfach nur dazu aufrufen über das eigenen Loggen nachzudenken und vielleicht mal wieder etwas mehr oder auch etwas schöner zu schreiben! Ihr wollt das nicht, ihr meint ihr könnt das nicht? Dann lasst es halt sein, aber wenn nur ein Leser wieder etwas mehr schreibt hat sich der Aufruf ja schon gelohnt.

3 Gedanken zu „Log schreiben aber wie?!

  1. Für meinen Geschmack ist Geocaching eine erlebnisorientierte Freizeitbeschäftigung und das sollte sich auch im Log widerspiegeln.
    Logisch das ohne Erlebnis, also zum Beispiel bei einem einfachen Drive-In, die Logs etwas kürzer ausfallen.
    Jeder erlebt doch den Cache anders und da sollte es auch erlaubt sein ein paar kritische Worte zu schreiben wenn etwas nicht gepasst hat.
    Und wenn es besonders toll war dann sollte man auch darüber berichten.
    OK, ohne Spoiler und ohne Beleidigungen muss es schon abgehen.
    Die Frage ist doch für wen die Logs eigentlich von Interesse sind.
    1. für den Owner, der will doch nicht nur wissen ob die Dose dicht ist sondern er interessiert sich doch hoffentlich auch dafür was die Cacher draußen so erlebt haben.
    2. für andere Cacher: Der Eine schaut schon mal ein paar Logs an bevor er losgeht, der Andere versucht etwas Hilfestellung während der Dosensuche zu bekommen und wieder andere lesen später am Rechner wie es anderen so ergangen ist. Spannend ist es nur wenn vom erlebten berichtet wird.
    3. für mich selber: betrachten wir es doch mal als eine Art Tagebuch.
    Jeder Cache ist anders und da gehört es sich so das auch jeder Log anders ist, mal ausgenommen die Powertrails…..
    Wie auch immer, Einheitslogs sind genau so langweilig wie Einheitsdosen und dafür betreibe ich dieses Hobby definitiv nicht!
    Viele Grüße,
    zwooker.

  2. also da hat d-buddi recht sowas muss man selber entscheiden, ich mache es so Standardlog unterwegs, da ich keine Lust habe bei Winter gefrorene Finger zu haben und auch nicht immer ist es immer Lohneswehrt Logs kreativ zu gestallten, da Standard ist manch Caches oder so, falls ihr versteht was ich meine, bei manchen schreibe ich noch kleinen Satz dazu, wie es mir gefallen hatte oder so, auch Lob und Kritik, da sich der Owner auch sehen kann wo es hackt…, letztes Jahr wieder musste ich Lob und Kritik zurück fahren, da einige Meinen Kritik schadet ;), was ich nicht so sehe!
    Log wie Log folgt später kann ich nicht ertragen als Owner selber auch, da ich später die Log dann nicht mehr lese und es Unhöflich erweist, ob der Cache gut geht oder nicht.
    Dazu gibt es auch Feeldnotzien, da kann doch die Schweigende Mehrheit doch berichten über diese Tolle Funktion auf dem Feld oder?
    Besser als „Found folgt“ und vergessen diese Log ;)!
    Würde da auch Kommentieren dazu und meine Test dazu!

  3. Ich gebe zu, dass ich mich früher über Kurzlogs geärgert habe, das hat sich aber im Laufe der Jahre geändert: Es ist nicht jedem gegeben, mit Worten zu jonglieren, wenn jemand an einem Cache Spass hatte oder etwas anzumerken hat, ob nun positiv oder negativ, kann das in ein, zwei Sätzen oder in epischer Breite ausgeführt werden, und ja, dazwischen gibt es auch noch Abstufungen, es kommt auf die Botschaft an.
    Und da sind wir dann bei denen, für die ich mir das Grummeln aufspare: Inhaltsleere Logs, C’n’P und gerne auch mal aufgeblasen(wegen der Statistik). Man muss nicht bei jedem Cache und dem folgenden Log in elyische Ekstase verfallen, aber diese totale Bocklosigkeit, sich auch nur ansatzweise mit dem gefundenen Teil auseinanderzusetzen, das geht bei Trails übrigens auch mit C’n’P, dem gleichförmigen Charakter von 10+X identischen Mikros Rechnung tragend, irritiert mich dann schon, zumindest zeitweise.

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