Let’s Zeppelin schreibt in eigener Sache

Per Twitter bekam ich von dem „offenen Brief“ von Let’s Zeppelin mit. Und als Blog / Podcast fühle ich mich da direkt angesprochen. So richtig aus der Hütte komme ich allerdings bei

Und wem überhaupt nicht gefällt, was wir tun, der möge vielleicht anhand der vorigen sehr offenen Worte mal darüber nachdenken, ob er überhaupt und was er dazu in einen Blog oder die sozialen Medien schreibt.

Immer wieder erstaunlich dass es in heutiger Zeit noch immer Menschen gibt die versuchen kritischen oder anders denkende Stimmen zu unterdrücken! Da geht eine Gruppe von Leuten in die Öffentlichkeit um ein Projekt umzusetzen und glaubt ernsthaft nun müssten alle wohlwollende Worte finden oder haben still zu sein?! Ein schlechter Witz! Wenn euch kritische Worte stören dann mögt ihr mal darüber nachdenken überhaupt so ein Event zu starten.

Aber gehen wir den Brief mal durch. Begonnen wird erst mal mit Eigenlob

Vielmehr belegt die Anzahl eigener Caches und von uns organisierter Events, dass wir auch sehr aktiv versuchen, Beiträge für die Community zu leisten und anderen dadurch eine Freude zu bereiten.

Ein hübscher Versuch etwas zu Tatsachen zu erklären die es so selbstverständlich nicht sind. Natürlich kann der Satz vollkommen richtig und zutreffend sein. Es könnte aber auch sein dass man einfach einen Drang hat sich zu produzieren um auch mal vorne zu stehen oder dass man sich an schönen Logs ergötzt oder was auch immer. Meist ist es doch eher Eigennutz der die Menschen treibt. Und wenn es gut läuft ergibt sich eine Win-Win Situation weil andere von den Projekten profitieren können. Überhaupt nicht verwerflich, albern wird es nur wenn man versucht sich selber heilig zu sprechen.

Das fing schon mit der sehr eingeschränkten Freiheit zur Gestaltung unseres Eventlogos an und setzte sich mit einer Vielzahl von zu beachtenden Bestimmungen fort.

Tja, dem kann man sich unterwerfen, muss es aber nicht. Wenn es einen zu sehr stört pfeifft man halt auf den Mega-Status und macht einfach ein großes Event?! Wenn es einem aber auf den Status ankommt, tja dann…

Dazu kam dann der „Project“-Status, den wir zu Beginn nie gezielt angestrebt hatten. Nachdem wir aber schon mal mit der Event-Organisation begonnen hatten, versuchten wir es einfach und waren am Ende die Glücklichen.

Na klar, vermutlich wurde das förmlich aufgedrängt. Nicht dass man sich bewerben muss und dabei darlegen warum man das optimale Event für ein Project ist 8-) Sorry, aber spätestens hier wird es langsam albern!

man als Deutschland-Premiere! die Original Can of Beans (O.C.B.) nach Friedrichshafen, wird aus dunklen Ecken ohne jegliche durch die Verfasser validierten Informationen reißerisch über die Kosten spekuliert und das Ganze niedergemacht.

Hui, jetzt wird es aber so richtig gruselig! Was mögen „dunkle Ecken“ sein? Und was denn nun? Spekuliert?? Dann kann man das ja nicht validieren, oder habe ich da was verpasst?!  Wer sich eine verrostete Dose für Geld auf ein Event stellt dem sollte doch klar sein wie viele Menschen das albern finden werden?!

Der Zeppelinhangar befindet sich auf dem Flughafengelände und ist Eigentum eines auf Gewinn ausgerichteten Unternehmens. Das hat zwei wesentliche Konsequenzen zur Folge: …

Das mag ja so sein, sprang aber vermutlich nicht überraschend aus dem Busch?!

Es mag abgedroschen klingen, aber Exclusivität hat nun mal ihren Preis. In den Hangar kommt man sonst als „Normalo“ erst gar nicht rein, sondern höchstens im Rahmen einer Werftführung (die selbstverständlich auch Geld kostet).

Tja, aber hier ist eben die Frage wie wichtig die „Exclusivität“ denn eigentlich ist. D.h. ist das wirklich alles nötig um Cacher zu locken oder ist es eher Selbstverwirklichung damit man später sagen kann wir hatten den Längsten? Und wie Exklusiv ist das Ganze eigentlich bezogen auf ein Geocaching-Event? Ein Maze, das hätte ich so empfunden, das scheint jeder Besucher mal gesehen haben zu wollen. Eine Zeppelin-Werft? Sicherlich spannend, aber der Bezug zum Geocaching wird bereits wieder schwierig zu erkennen.

Für mich was Let’s Zeppelin nie sonderlich von Interesse da es für uns einfach viel zu weit entfernt ist. Auch empfand ich es vom Start weg zu sehr als Gigantomie und Messe aber nicht wie ein Treffen von Cachern. Dazu kamen Angebote wie Zeppelin-Flüge für sehr viel Geld, was einfach nicht mehr für jeden bezahlbar ist. Die hohen Eintrittspreise erstaunten mich daher eigentlich wenig, für eine „Messe“ doch sogar noch recht günstig.

Das bisserl was ich da mit bekam hinterließ bei mir den Eindruck „Teuer aber läuft“, was bedeutet dass die Orga scheinbar einen guten Job macht. Also bezogen auf dass was sie dort vor haben, wie gesagt, ein Geocache-Event war das für mich eh nie so richtig, aber das sieht eh jeder anders und das ist auch gut so! Dieses Statement hingegen geht für mich gar nicht. Nach einer ersten Lesung kam mir unverzüglich der Arbeitstitel „Jammerlappen“. Nachdem ich nun noch ein paar mal intensiv gelesen habe bleibt die Bezeichnung für mich für diesen „Brief“ auch bestehen.

Mittlerweile erstaunt mich der scheinbar sich wandelnde Blick auf Blogs und Podcasts. Was erwartet ihr eigentlich? Was da betrieben wird ist kein Journalismus! Selbst wenn der eine oder andere versucht wie eine Zeitung oder Radio zu erscheinen, die Mittel für tiefgehende Recherchen sind doch gar nicht vorhanden. In solchen „Medien“ werden Meinungen und Statements abgegeben und das ist auch alles. Und natürlich ist es oft „reißerisch“, sonst wäre es ja auch langweilig 8-) Man sollte sich aber auch mal klar machen dass die Reichweite insgesamt doch eher gering ist und der Einfluss noch wesentlich geringer! So wird wohl kaum jemand nicht auf ein Event gehen weil irgendwo negativ berichtet wurde. Und selbst negative Werbung ist Werbung, was erstaunlich viele Menschen scheinbar gar nicht merken?!

Auch dieses Statement wäre eigentlich ohne sonderliches Interesse an mir vorbei gegangen da ich eher das Gefühl hatte hier kotzt sich einfach mal ein gestresstes Orga-Mitglied aus und das soll er doch tun wenn er meint es wäre nötig. Aber nahe zu legen entweder positiv oder gar nicht zu berichten ist der eine Schritt zu weit!

Macht euer Ding, erfreut euch vieler Besucher und Logs. Es halt nicht jeder begeistert von eurem Tun ist, das müssen wir Blogger und Podcaster auch erleben und ertragen.

6 Gedanken zu „Let’s Zeppelin schreibt in eigener Sache

  1. Lieber D-Buddi
    Jetzt muss ich doch mal ein kleines offenes Lob los werden.
    In der Zeit der Lobpudel und BettelCasts finde ich Deine offene und oft
    kantige und damit auch nicht immer geliebte „Berichterstattung“
    großartig! Man muss nicht immer Eurer Meinung sein, aber ist mir
    immer noch lieber als immer die TollTollTollBerichterstattung landauf und ab.
    Weiter so und ich war auch mehr als überrascht, auf der HP zum
    Mega in FH keine Hinweise über ein Programm zu finden, oder ich
    war einfach blind.
    Übrigens, ich war schon in der Wertfhalle, umsonst, mit 3 anderen
    Interessierten während der jedes Jahr stattfindenden Messe für
    Modellbau.
    Viele Grüße aus dem Süden

  2. Ich denke eher, dass auch der letzte nicht persönlich Angegriffene unbedingt auch noch seine – superwichtige und einzigst richtige – Meinung dazu kundtun muss.
    Vielleicht selbst mal mehr machen als „bloggen“ würde manchem sicher nicht schaden. Verantwortung kann man auch ausserhalb einer Tastatur übernehmen…

    • Vielleicht ja wahr, nur warum tust du da dann noch deine Meinung kund? Merkste?? Der Rest der scheinbaren Argumentation ist dann halt das Übliche, gegen Atomkraft dürfte man dann auch nur sein wenn man erstmal selber ein AKW gebaut und geleitet hat. Kurz und gut, hört sich toll an dein Text, hat nur leider keinen Inhalt…

  3. Es ist wohl ein Ausbund des heutigen Zeitgeistes, das von unbedingter Zustimmung abweichende Äußerungen als Angriff aufgefasst werden. Irgendwie sind mit sowohl die postive Berichtertstattung als auch das Genöle aus den dunklen Ecken über das besagte Event entgangen, das erste mal habe ich bewusst gestern bei JR849 darüber gelesen.
    Soviel also über Reichweite und Einfluss von Blogs. Das mag aber auch daran liegen, dass mir alles jenseits von Stammtischen und lokalen Events mehr oder weniger egal ist, hat halt nüscht mit Geocaching zu tun.

  4. Merkwürdig, ich habe irgendiwe das Gefühl daß sich dieser Event Organisator ähnlich auf den Schlips getreten fühlt wie die Gräfin und ihr Speichellecker in Stade. ;-)

    Niemand aber auch wirklich Niemand drängt diese „armen“ Geocacher ein Giga Event zu veranstalten. Oder werden Urgesteine mit mehr als 10.000 Funde auf eine Planke gestellt und ihnen die Wahl gelassen zwischen dem „Ausrichten eines Giga Events“ und den hungrigen Haien?

    Das ist doch wie überall ein „Sich zur Schau stellen“. He, schaut her, ich hab ein Giga organisiert!!! Ich kann das!!! Ja, die Statistik ist zigfach erfüllt, jetzt wird ein Giga Event ausgerichtet!!! Früher wurde mit dem Bonanza, BMX oder mit was weiß ich angegeben….. heute so!!!

    Wers braucht. Aber wenn Ihr dann ein Event in der Größenordnung ausrichtet, dann gebt die Öffentlichkeitsarbeit komplett ab!!! Lest keine Nachrichten in sozialen Medien und wenn Ihr euch aufregt dann raucht einen Joint.

    Aber als Orga Mitglied die Nachrichten zu bekritteln ist mehr als kontraproduktiv.

    Macht euer Event, hoffentlich habt Ihr euren Spaß bei der Sache.

  5. Ganz deiner Meinung, ich habe jedenfalls für mich die Konsequenzen gezogen und eben in einer Write Note mein Will Attend zurückgezogen.

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