Ingress angespielt

So, nun war es reichlich abgehangen, jetzt habe ich Ingress auch mal angespielt. Und den Vergleich mit Geocaching würde ich nicht unterschreiben wollen. Aus meiner Sicht gibt es einen entscheidenden Unterschied der gerade bei mir der Wichtigste ist. Geocaching spiele ich seit Jahren vorzugsweise allein und Ingress dürfte wohl nur im Verbund mit anderen Spielern wirklich Spaß machen.

Nun muss ich natürlich vorsichtig sein, ich habe es jetzt mal 3-4 Tage getestet, Level 2 erreicht, zwei Portale sind zur Zeit meins, also ein wenig getan habe ich schon. Natürlich bin ich dennoch nur Anfänger und kann das Spiel sicherlich nicht in all seinen Details beurteilen. Was früh auffällt ist die Hilfsbereitschaft im Spiel, d.h. in den 3 Tagen wurde ich jetzt schon 3 mal per Chat gefragt ob ich Hilfe brauche und auf Homepages verwiesen. Das ist wohl wirklich Hilfsbereitschaft obwohl ich das auch schon fast als Aufdringlich empfinde, aber das ist eher eine persönliche Sichtweise und nicht wirklich wichtig.

Was bisher geschah… Ich habe mir das Spiel auf meinen Galaxy Note 2 installiert und das ging alles schon mal völlig problemlos. Der erste kleine Haken, der Name darf kein „-“ haben, in 2014 halte ich das für etwas armselig, aber gut. Dann einfach mal raus und rumprobieren. Siehe da, ein Portal direkt neben meiner Arbeitsstelle. Also hin und das Portal gehackt. Das bedeutet sich in 40 Meter Umgebung hinstellen und auf „Hack“ drücken. Also nichts was wirklich so richtig spannend ist. Mit solchen Hacks gibt es dann irgendwelches Inventar. Da gibt es natürlich diverse Sachen, aber grob gesagt alles möglich um Portale anzugreifen oder zu verteidigen. Daheim dann auch mal geschaut und siehe da, diverse Portale auch in Neu Wulmstorf und somit mal etwas gehackt um das Inventar zu füllen. Dann der erste Angriff auf ein Portal, hat leider nicht ganz geklappt, aber immerhin üben können. Als nächstes gesehen das zwei Portale in Neu Wulmstorf grau sind, also „Besitzerlos“ und gleich mal hin. Mit Resonatoren bestückt und siehe da, nun gehören mir zwei Portale. Auf dem Weg von Arbeit nach Haus mal geschaut was aus dem Auto machbar ist und dank vielbefahrener B73 diverse Portale im vorbeifahren gehackt. Tja, bliebe noch Linien ziehen um Felder zu bauen, mal sehen ob ich das auch noch mache. Bisserl weiter werde ich noch testen, aber meins wird das eher nicht.

Wie gesagt, die Begeisterung kommt wahrscheinlich wenn man das Hobby in Gruppen betreibt, dann kann man sicherlich über Taktik viel rausholen. Für mich bleibt es eher ein erweitertes Munzee das mir auch schon nach kurzer Zeit langweilig wurde. Das ist aber keine Kritik an Ingress oder Munzee, sicherlich nette Spiele aber eben nicht nach meinem Geschmack.

12 Gedanken zu „Ingress angespielt

  1. nachdem der ios client das licht der welt erblickt hat, habe ich ingress auch mal ausprobiert. mir gefällt das spiel wirklich sehr gut.

    richtig sinn und spaß macht das ganze aber nur zusammen mit anderen. ich hatte das glück gleich am zweiten tag bei einem treffen mit erfahrenen spielern dabei zu sein. dort habe ich viele infos, tricks und strategien erklärt bekommen. zwei stunden haben wir mit sieben leuten die ganze lüneburger innenstadt auf unsere seite gezogen. ach ja, und die leute haben die neuen user gleich mal einen level „hochgehieft“. :-)

    ich habe mich auf die story dieses spiels eingelassen, und eine ähnliche motivation wie in meiner geocaching anfangszeit entwickelt.

    ach ja, und wer interesse an diesem spiel hat… immer blau… schlümpfe… blau wählen… widerstand (resistance) auswählen! das ist gang wichtig! lasst auch nicht von der macht und schon gar nicht von den fröschen einlullen!!! ;-)

    mfg matthias (M.B.)

    • Auch wenn der Schlusssatz dieses Kommentars sicherlich nicht mit allzuviel Ernst gelesen werden sollte, so drückt er doch symtomatisch genau das aus, was mich an Ingress abschreckt.

      Viele Grüße
      Gerald

      • Richtig, das ist mit sehr wenig Ernst zu lesen! Es wird halt zwischen den Gruppen etwas gefrotzelt. Das sollte man aber wirklich nur als einen kleinen Spaß sehen und verstehen.
        Ist und bleibt ein Spiel. ;-)

        Selbst bei Mensch ärgere dich nicht wird schon mal ein deftiger Spruch im Eifer des Spiels losgelassen. :-)

        Mfg M.B.

  2. Also ich bin ja selber begeisteter Ingress Spieler, und was Dich abschreckt, das ist gerade für mich das spannende. Nämlich im Team zusammen größere Begrünungsaktionen durchzuführen. Welche Farbe hast Du eigentlich gewählt. Ich hoffe, die richtige :(also grün) -)
    Have fun, Mic@ (in Ingress wegen nicht erlaubtem @-Zeichen als oconly unterwegs)

  3. Die Podcasterszene scheint gerade in der Ingress-Versuchsphase zu sein. Erst bugofnci, jetzt Ihr. Ich hab mir das alles angehört und gelesen, bleibe aber dabei, dass ich nicht die Notwendigkeit sehe, dieses Spiel selbst auszuprobieren. Warum? Schon früher habe ich für mich festgestellt, dass ich taktische Spiele, insbesondere Computerspiele, gar nicht spielen möchte, weil mich fast immer das Regelwerk hoffnungslos überfordert. Das sehe ich nach den Erfahrungsberichten der Ingresstester hier genauso. Der einzige Unterschied zwischen Ingress und z.B. World of Warcraft liegt wohl darin, dass man bei Ingress nach draussen muss. Zwischen Ingress und Geocaching gibt es außerdem noch einen ganz entscheidenden Unterschied, den Jörg im Prinzip schon angedeutet hat, aber den man noch anders auf den Punkt bringen kann. Ingress ist ein „Kampfspiel“, d.h. es spielen Gegner gegeneinander mit dem Ziel, andere zu besiegen. Das ist ein totaler Gegensatz zu Geocaching. Dieses Spiel kennt kein „Gegeneinander“ (außer vielleicht lokal hausgemachtes), sondern hier ist das Ziel ein statisch physikalisches, nämlich das Finden der Dose mit all den angenehmen Begleiterscheinungen wie Kennenlernen neuer Orte und Genuss des Weges zum Ziel. Ingressspieler stehen also permanent unter dem Zwang, gewonnenes Territorium zu „verteidigen“. Zudem ist hier anscheinend die Zusammenarbeit in Gruppen fast obligatorisch, um höhere Level zu erreichen. Soziale Kontakte und Gemeinschaftserlebnisse gibt es beim Geocaching ebenfalls genügend. Ich habe hier jedoch absolut freie Wahl, wie tief ich in die Geocachercommunity eintauche. Mein „Spielerfolg“ hängt davon überhaupt nicht ab, sondern ist einzig das Ergebnis meiner eigenen von allem unabhängigen Suchaktivitäten. Von daher bin ich der Meinung, dass Ingress und Geocaching außer der GPS-Nutung praktisch nichts gemeinsam haben.

    Viele Grüße
    Gerald

    • Stimmt, den Punkt mit dem „gegeneinander“ habe ich gar nicht erwähnt obwohl der mir wirklich am Herzen liegt. Und zwar in der Beziehung das ich jede Art von Wettkampf nicht mag. Bedeutet nicht das ich anderen ihre Wettkämpfe nicht gönne, nur ich selber mag halt nicht an Wettbewerben teilnehmen.

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