Howgh!

Bei uns lief die Anreise eigentlich ähnlich wie bei Jörg, zusammen mit Famii und hareb quälte ich mich die A1 hinunter. Regen und Stau, sorgten nicht gerade für ein innerliches Hochgefühl. Insofern hatte es das Meet & Greet schwer, obwohl man eigentlich alles aufbot um uns Deutsche zu frieden zu stellen: Blasmusik, Bier und Bratwurst. :) Spaß bei Seite, ich hatte etwas anderes erwartet, die Bilder des Lokals sahen toll aus und meine Vorstellung gingen in Richtung „volle Eckkneipe“, stattdessen Sonne (wer macht denn sowas), ein voller Biergarten und massig Redshirts. Als alter Star Trek-Fan stellte ich mich schon auf ein Gemetzel ein, es blieb aber aus.

Für Essen und Getränke musste man vorher Geld in Coins wechseln, was ich für eine grandiose Idee gehalten habe. Die Essensauswahl mit Worst im Hamburger und platter Worst im Hamburger sowie der Option auf Bratkartoffeln fand ich etwas wenig. Andererseits sollte man auf Events schon seine Speisekarte reduzieren, aber soweit? Das Frühstücksbuffet am nächten Tag musste drunter leiden. Egal, wir hatten bei bekannten Gesichtern Platz genommen, konnten die Sonne genießen, schnacken und uns fragen: „Was ist eigentlich genau in der Worst drin?“. Vielleicht wollte ich die Antwort auch gar nicht wissen. Lobenswert erwähnt sei die Idee mit dem Eventlogbuch im Bierfass sowie der nahe Cache Biertje?!?!?! welcher das Thema Braukunst ganz gut umsetzt. Nach dem Event fröhnten wir auf der Fahrt zum Hotel noch ein wenig dem Statistikwahn. Die Jungs waren glücklich, ich war glücklich und der Travelbug KT-1 Event TB war auch wieder unter Menschen gebracht, damit habe ich wieder Platz im Keller. Mein Fazit zum ersten Tag: lekker.

Am Samstag ging es früh zum Event. Natürlich kann man nicht einfach so zum Event fahren (gut kann man schon, machten wir aber nicht), sondern die ein oder andere Dose musste vorher noch geloggt werden. Der Check-in verlief unspektakulär, mit kaum Wartezeit, was für ein Megaevent auf eine gute Organisation schließen ließ. Überhaupt waren überall grüne und rote Shirts zu sehen, man fühlte sich gut aufgehoben. Ein Tipi als Logbuch, passte wie die Faust aufs Auge und wurde vor unseren Augen dann auch gleich von einem Unglücksraben umgerissen. Woanders gibt es dafür Eventverbot :), hier wurde es einfach wieder aufgebaut. Man hilft sich eben. Eine Anmerkung noch zum Logbuch, wenn die Organisatoren, da schon massig Stifte hinhängen, dann sollte man versuchen auch damit zu loggen. Aufkleber- oder Stempellogs zeugen meiner Meinung nach von tief verwurzelter Ignoranz.
Neben den ganzen Workshops und Ausfahrten wurde auch allerhand für Kinder und junggebliebene Indianer geboten. Dies fing mit Kinderschminken an und hörte beim Tomahawk-Weitwurf auf, dazwischen lag das ganze Spektrum des Indianderlebens, mit Ausnahme eines Kurses: „richtigen Skalpieren“, dieser fehlte erstaunlicherweise. Die Buchlesung am Anfang hatte ich nur als Grundrauschen mitbekommen. Ich dachte zuerst da werden die AGBs oder Verhaltensregeln aufgezählt, bis mich mal jemand aufklärte. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, diese später im kleineren Rahmen am Lagerfeuer stattfinden zulassen. Natürlich ist ein Megaevent auch ein Händlertreffen. Hier hatte man jedoch im Gegensatz zu anderen Megas immer das Gefühl, die Verkaufsstände begleiten, das Event am Rande mit und man befindet sich nicht auf einer Verkaufsveranstaltung. Ich weiß nicht, wie dass die Händler sehen, für mich ist sowas aber ein dicker Pluspunkt, welcher auch dazu führt, mal durch die Angebote der Stände zu streifen. Dabei fällt mir ein, dass ich bei der Buchung das Paket mit Coin gebucht habe, da für mich Sepp & Berta bei der Eventcoin wirklich ein Meisterstück abgeliefert haben.

Was haben wir sonst noch gemacht? Natürlich waren wir auch rund um das Event cachen und da wir nach unserem genialen Hörertreffen (wir haben uns hier eigentlich nur ins gemachte Nest gesetzt, dazu an anderer Stelle mehr) wieder heimwärts gefahren sind, mussten auch etliche Lab-Caches dran glauben. War ich anfangs kein großer Fan, dieser Cacheart, sehe ich gerade im Bezug auf Events hier die Möglichkeit die umliegende Gemeinde oder den Ort einzubinden. Als Geocacher bin ich entweder nur auf dem Event oder ich bin auf dem Event und suche nebenbei ein paar Geocaches, liegen diese temporär im Ort, bringe ich die Anreisenden auch dazu die Sehenswürdigkeiten des Ortes kennenzulernen, liegt vielleicht noch ein Cafe in der Nähe, ist möglicherweise auch ein Stück Kuchen drin. Sind wir mal ehrlich Tourismus ist gut, Touristen die Geld vor Ort lassen sind besser. Für mich eine gute Idee, die Akzeptanz solcher Events in den Gemeinden zu steigern und die Geocacher auch vom eigentlichen Eventort wegzulocken und neue Dinge entdecken zu lassen.
Mein Fazit zum Mega: Es war gemütlich, ruhig, unaufgeregt und damit so wie ein Mega sein sollte. Zu jeder Zeit gab es Helfer in der Nähe und das Thema Indianerdorf wurde sehr gut gespielt. lekker!

Nach dem fantastischen Hörertreffen, ging es leider schon wieder nach Hause, jedoch nicht ohne Geocaches. Für mich ganz weit vorn war A SIEBENundFÜNFzig ansonsten bleibt leider das Fazit: An der Autobahn findet man selten Highlights. Viele Favoritenpunkte sagen auch nichts mehr aus, vielmehr habe ich das Gefühl mal eben den Porzellanfrosch aus dem Garten auf den Petling gesetzt und schon hagelt es die blauen Schleifen. Vielleicht baut sich aber auch eine gewisse Erwartungshaltung auf, wenn man einen Cache mit über 100 Punkten auf dem Garmin sieht. Werden wir mit Sicherheit noch mal im Podcast besprechen.

Für mich war es ein tolles Wochenende. Howgh!

Howgh

Ein Gedanke zu „Howgh!

  1. Was ein schickes Bild von Dir :-)))
    Toller Bericht, inkl. AGBs und Sonderwünsche zum Workshop ;-)))
    Danke, dass Ihr hier ward. Zu kurz fand ich, aber das wiederholen wir ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud