Grundgesetz, äh Sätze unseres Blogs/Podcast

Zu DSM093 kam jetzt ein Kommentar der mich sehr gefreut hat. Lob und Kritik, sachlich und er spricht so ein, zwei Dinge an die daran erinnern immer mal wieder gewisse Dinge zu erwähnen. Daher schnappe ich mir den Kommentar mal für diesen Artikel und gehe auf diverse Passagen ein. Hierbei ist es meist nicht nur eine Antwort auf den Kommentar (der Kommentator hat es ja offensichtlich ganz richtig verstanden) sondern eine allgemein gültige Aussage, daher auch in Artikelform.

zunächst mal besten Dank für Euren Podcast, den ich immer wieder gerne höre. Ich will bitte viel mehr Folgen und viel mehr Kontroverse und Meinung von Euch.

Danke für die Blumen, aber ich glaube mehr Folgen wären kontraproduktiv. Zum Einen müssen wir ja immer ein wenig sammeln für eine neue Folge, zum Anderen werden Dinge die es zu oft gibt oftmals langweilig. Daher muss leider weiterhin damit gelebt werden dass es so in etwa eine Folge pro Monat geben wird.

Eine Sache ist mir bei der letzten Folge irgendwie so aufgestoßen, dass ich unbedingt was dazu schreiben muss.

Das ist immer gut und sollte für alle Hörer gelten, nur so bekommen wir auch mal mit was „da draußen“ gedacht wird. Wir wollen weder Spenden noch irgendwas umsonst, die Postkarten und die Kommentare sind unser Lohn.

Dose. Anschließend hat der liebe D-Buddi dann zum Rundumschlag gegen Alles angesetzt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und der arme Trracer konnte die Sache gar nicht mehr einfangen.

Das muss so ;-) Im Ernst, ich rege mich schnell auf und auch schnell wieder ab, zumindest meistens. Und ich denke das gehört zu unserem Podcast auch dazu. Mag manchmal übertrieben sein, sorgt aber dafür dass zugehört wird 8-) Trracer hält während der Phase meist ein kurzes Nickerchen ;-)

Es hieß in der Folge dann so sinngemäß, schöne Plätze hätten nichts mit Geocaching zu tun. Dazu muss ich zunächst feststellen, dass ich eigentlich nur Geocaching mache, um interessante Ecken und schöne Wanderungen kennen zu lernen. Es mag sein, dass der erste Geocache kein sonderlich schöner Ort gewesen ist, aber ich vermute, dass sich das sehr schnell gegeben haben muss. Warum sollte jemand eine Dose irgendwo in die Landschaft legen, damit andere Cacher diese suchen? Das erschließt sich mir nicht.

Nein, da muss man feiner drauf eingehen, schöne Plätze KÖNNEN mit Geocaching zu tun haben, müssen aber nicht. Und mir erschließt es sich durchaus warum jemand irgendwo eine Dose legen sollte auch wenn es keine schöne Ecke ist, des Suchens wegen. So habe ich als Dorfkind schon mit der Dorfgemeinschaft Schnitzeljagden gespielt und mit der Landschaft hatten die nichts zu tun. Tolle Nachmittage waren es aber dennoch! Das ist für mich entscheidend, KANN aber nicht MUSS.

Noch dazu ist ständig zu hören – und da nehme ich Euch alle beide nicht aus – dass es doch Unsinn ist, jede Leitplanke und Pissecke zu bedosen. Vielleicht habe ich das ja falsch verstanden aber irgendwie beißt sich das. War das nicht auch eins von den drei Gesetzen; wie lege ich einen Geocache???

Nein, das beißt sich tatsächlich nicht denn es gibt ja genug zwischen schöner Ecke und Pissecke. Natürlich ist eine schöne Ecke am besten geeignet, aber eine „normale“ Ecke ist für mich genauso ok. Im Grundsatz finden wir Caches an tollen Locations natürlich auch am Besten, keine Frage.

Darüber hinaus kann ich die Diskussion um Naturschutzgebiete nicht verstehen. Im Naturschutzgebiet wird einfach ein Multi installiert, dessen Final außerhalb des NSG liegt und fertig ist die Laube. Warum da die Bemerkung … da gehste da nicht hin – Punkt… fallen musste, ist mir einigermaßen unverständlich. Ich bin dabei, dass es irgendwelche virtuellen Caches für Gummipunkte im NSG grundsätzlich nicht zusätzlich braucht, da es eine mögliche „Gestaltung“ gibt; aber so derbe draufhauen?

Unglücklich formuliert, ich hätte besser sagen sollen „dann versteckt man dort eben keinen Cache oder legt nur virtuelle Stationen eines Multis“. Das ist aber immer so ein Problem im Podcast, es ist einfach nicht möglich alles immer bis ins Detail zu bringen, dazu am Ende aber noch mal ausführlich etwas dazu.

Irgendwie decken sich die Äußerungen auch nicht mit den Bildern, Infos und Tweets auf Twitter und im Podcast, in denen immer schöne Caches, schöne Runden, schöne Wege, Einsamkeit usw gelobt werden. Dort hat Euch dann ja auch ein anderer Geocacher hingeführt, weil es ein schöner Platz, ein schöner Weg oder eine einsame Stelle ist…

Auch da ist kein Widerspruch denn einsam ist ja nicht unbedingt schön. D.h. z.B. die Touren in der Heide muss man schon mögen denn viele finden die Strecken da tot langweilig. Aber auch dort gilt eh ein KANN und nicht ein MUSS.

Außerdem ist es ja nicht so, dass es nicht ausreichend Tradis und Multis geben würde, die man machen kann. Hier gilt aus meiner Sicht die Devise leben und leben lassen.

Absolut, hier besteht auch eher das Problem des Einordnens, das wird aus meiner Sicht immer schwieriger. Ob es Caches nach eigenem Geschmack sind oder nicht ist im Vorfeld kaum zu erkennen. Das ist aber ein Problem im Spiel das es seit Beginn an gibt.

Ich denke aber, dass der liebe D-Buddi meinte, dass es nichts mehr mit dem Geocaching zu tun hat, so wie er es gerne spielen möchte. Das wäre aus meiner Sicht auch eine akzeptable Einstellung, die sich auch mit den Bedürfnissen anderer Geocacher ohne weiteres vereinbaren lässt.

Ja, das bringt es auf den Punkt und das ist genau so ein Problem eines Meinungs-Podcasts dass genau das nicht jeder merkt im Gegensatz zu dir. Aber dazu gleich noch mehr.

D-Buddi: Der konservativate Geocacher Deutschlands

Das ist gar nicht mal so falsch. Ich gehöre auch tatsächlich zu den Menschen die nicht unbedingt verstehen warum die Menschheit meint immer alles verändern zu müssen. In vielen Bereichen ist das sicherlich richtig und nötig, aber warum sollte man dieses Spiel dass es ohne GPS schon so lange gibt immer weiter verändern? Bzw. sind manche Änderungen nicht schon eine komplette Neugestaltung?! Wäre es dann nicht einfacher ein neues, weiteres Spiel zu bauen und dieses so zu lassen?

Da freut es mich ja auch immer besonders das Trracer meist ganz anderer Meinung ist, so bekommen wir fast immer zwei Sichten in den Podcast und das ist für mich ein sehr wichtiger Punkt.

 

Grundsätzlich (Grundgesetze 8-))

Jetzt noch mal zu den Grundsätzen dieses Blogs/Podcasts. Der Kommentator hat die gut erkannt, aber es ist immer mal wieder gut sie zu erwähnen damit auch andere unsere Texte relativieren.

Dies ist ein „Meinungs“ – Blog/Podcast. Wir sind nicht die News-Verkünder und auch nicht die Erklärbären. Hier werden diverse Themen diskutiert und besprochen und immer steht unsere Meinung dahinter, das ist einfach ein GRUNDSATZ. Und diese Meinungen haben überhaupt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit! Im Gegenteil, unser Ansatz ist eher andere Sichten auf Dinge zu liefern.

Wir können unmöglich jeden Satz mit „meiner Meinung nach“ oder „aus meiner Sicht“ o.ä. garnieren, stellt euch nur mal vor wie sich der Podcast dann anhören würde. Daher denkt daran, wir wollen niemandem etwas vorschreiben sondern wir geben lediglich unsere Meinung zu etwas ab. Dabei freut man sich natürlich wenn unser Blog/Podcast dazu führt dass andere dies oder das annehmen, aber wenn sie es nicht tun ist es auch nicht tragisch, sind sie halt selber Schuld wenn sie es weiter falsch machen ;-)

Und wir sind und bleiben mit einer leichten Tendenz zum Boulevard. D.h. wir überspitzen, das gehört für uns dazu um Gehör zu finden. Dabei versuchen wir meist in einem gewissen Rahmen zu bleiben. Meist gelingt das auch, manchmal halt auch nicht. Daher auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sondern einfach auch mal im Zusammenhang mit der gesamten Aussage sehen. Und vor allem immer daran denken dass man auch sehr gut Cachen kann ohne (auf) uns zu hören. Mit dem Blog/Podcast ist es wie mit Caches, man KANN, MUSS aber nicht lesen/hören.

Gern hör und lese ich auch mal Sätze wie „seid doch mal tolerant bei…“. Sind wir ja! Wir versuchen ja nichts zu verbieten, sprechen nur an wenn uns etwas nicht gefällt ohne die Erwartungshaltung dass jeder es so sehen muss. Und diejenigen die diese Toleranz fordern sollten vielleicht mal kurz darüber nachdenken ob sie dann nicht auch tolerant uns gegenüber sein sollten ;-)

P.S.: wie gesagt, es geht hier nicht direkt um den Kommentar, er war nur zu gut geeignet um mal wieder einiges anzusprechen, vielleicht ganz gut das ab und an zu tun.

 

4 Gedanken zu „Grundgesetz, äh Sätze unseres Blogs/Podcast

  1. Ach ja, da ist es wieder, das „schöne“ Thema „muss ein Geocache an einem schönen Platz liegen oder nicht“.

    Das kann man so schön ausdiskutieren, ohne jemals zu einem Ergebnis zu kommen. Ich staune dann immer wieder, wie viele Leute zumindest mehr oder weniger der Meinung sind, ein schöner Platz gehöre auch dazu, während doch die Realität längst eine andere Entscheidung getroffen hat. Bei 95% der real existierenden Caches ist der Platz doch beliebig. Punkt. Regionale Unterschiede mag es noch geben, besonders da, wo es viele schöne Ecken pro Quadratkilometer gibt, aber grundsätzlich ist es doch so, und da nutzt auch Diskutieren nix mehr, das wird sich auch nicht mehr ändern. Man erfreut sich dann halt an den „Perlen“, wo es nicht so ist.In der Hoffnung, dass es die noch lange gibt.

    Interessant finde ich persönlich aber auch immer einen Aspekt, den ich ganz deutlich sehe, der aber von anderen Leuten anscheinend nicht so wahrgenommen, manchmal auch bestritten wird.

    Und zwar sehe ich immer mehr den Trend zu „leichter Kost“ bei den Suchenden. D.h. Caches mit einer Strecke von sagen wir mal mehr als einem Kilometer oder mit nennenswerten Höhenmetern, werden kaum noch angegangen. Zumindest mal sagen wir 10mal weniger als ein Drive-By unmittelbar nebenan.

    Ich verstehe das nicht wirklich. Man hat ein Outdoor-Hobby, will aber nicht laufen? Klingt so wie „ich will FKK machen, aber bitte nicht nackt“… (sorry für den blöden Vergleich, ist aber doch so?!).

    Ich könnte hier bei uns in der Nähe noch einige Multis legen mit vielen Strecken- und Höhenmetern und mit schönen Landschaften und schönen Aussichten unterwegs. Aber lohnt sich der Aufwand wirklich, wenn die dann nach dem ersten Run nur noch zweimal im Jahr angegangen werden? Nein!

    Die Cachergemeinde bekommt also, was sie selbst fordert… und klar, dass das gerne bestritten wird, weil es schon eine unangenehme Wahrheit ist…

    • Also ich würde deine These sofort unterschreiben, leichte Kost ist durchaus gefragt. Vermutlich ist es ein wenig wie mit gesunder Ernährung, will auch jeder und dann…. 8-)

  2. Hallo,
    ist der Beitrag fertig oder fehlt die zweite Hälfte?
    Aufgrund der Überschrift habe ich hier die „Grundgesetze“ des Geocachings bzw. eures Podcastes erwartet.
    euer Meistercacher

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