Blockieren, entfolgen, wirklich immer schlimm?

Das Thema liegt mir schon länger am Herzen und jetzt habe ich mich mal durch gerungen etwas darüber zu schreiben.

Wenn jemand entfolgt oder geblockt wird führt das oft zu recht heftigen Reaktionen weil derjenige sich meist angegriffen oder gar gemoppt fühlt und er selber ist natürlich niemals Schuld ;-) Aber im Ernst, ich kann das schon ein Stück weit verstehen, es ist schon ein seltsames Gefühl. Allerdings lohnt es sich manchmal vielleicht auch einfach mal etwas zurück zu lehnen und den Vorgang von verschiedenen Seiten zu betrachten.

Klar, wahrscheinlich wird Entfolgen oder Blocken häufig als „Bestrafung“ eingesetzt um zu zeigen „Ich finde dich doof“. Aber ich möchte hier zumindest mal einen anderen Grund aufzeigen. So nutze ich die Funktionen z.B. nicht unbedingt so. Wenn ich jemanden doof finde schreibe ich ihm das eher oder lasse es deutlich im Diskurs merken, was vielleicht auch schon nicht die klügste Art und Weise ist 8-) Blocken und Entfolgen nutze ich aber eher schon viel früher, d.h. eher sogar dazu um es nicht so weit kommen zu lassen jemanden doof zu finden.

Entfolgen ist bei mir sehr selten geworden, eigentlich nur noch bei sehr extremen oder bei speziellen Fällen bei denen ich wirklich nicht mal über die Follower-Liste in Verbindung gebracht werden möchte oder keine Antworten mehr bekommen möchte. Ansonsten ist das seit der Möglichkeit des stumm schaltens so, die Variante empfinde ich als viel angenehmer da sie keinerlei Reibung erzeugt ;-)

Blocken nutze ich auf Twitter eigentlich immer nur sehr kurz wenn ich jemanden aus der Followerschaft entfernen möchte weil ich einfach nicht möchte das er meine Tweets automatisch liest. Da ich keinen gesperrten Account habe ist das natürlich nicht viel mehr als ein Feigenblatt denn wenn er meinen Account direkt anschaut kann er ja dennoch lesen.  Aber oft genug merkt er gar nicht dass er mir nicht mehr folgt und dann ist das Ziel ja erreicht. Warum das? Weil man über Stumm schalten zwar nichts mehr zu lesen bekommt, derjenige aber noch mit liest und u.U. auf eigene Posts reagiert. Und wenn ich merke das ich langsam sauer werde, bzw. ihn eben anfange doof zu finden, genau dann ziehe ich das Blocken in die engere Wahl um es eben nicht weiter eskalieren zu lassen, bzw. zu warten bis es wirklich zu Streit wird. Im Prinzip ist der Block also kein „ich finde dich doof“ sondern eher ein „lass uns nicht weiter diskutieren, das führt nur zu Streit.

By the way, blocken auf Twitter wenn man einen geschlossenen Account hat und der geblockte einem eh nicht folgt ist mir nicht recht klar geworden?! Gibt es einen Grund der sich mir noch nicht erschlossen hat??

Blocken bei Facebook ist noch mal etwas anders. Hier ist es die einzige Möglichkeit in Facebook etwas zu schreiben ohne dass der andere das lesen kann oder auch verschont zu bleiben vor Nutzern die entweder überall endlos viel schreiben oder die eh nur ihren eigenen Blog o.ä. promoten wollen. Da nutze ich den Block eigentlich nur für einige wenige die ich aber ebenfalls nicht zwangsweise doof finde. Aber natürlich auch wie bei Twitter um es gar nicht erst zum Streit kommen zu lassen.

Was ich damit nun eigentlich sagen möchte? Ganz einfach. Ja, geblockt oder entfolgt werden ist ein komisches Gefühl! Aber versucht es nicht immer gleich so intensiv persönlich zu nehmen, manchmal gibt es halt Gründe dich nicht gleich ein Angriff auf die eigene Person sind. Manchmal ist man halt auch einfach nicht kompatibel ohne dass deshalb einer von beiden schlechter als der andere ist!

20160524 Mauer

2 Gedanken zu „Blockieren, entfolgen, wirklich immer schlimm?

  1. oder man verdrückt sich einfach, weil man zu dicke Finger hat und das „bedienerfreundliche“ Display zu klein ist. So ist es mir auch passiert ;)

  2. Bei Twitter entfolge ich immer dann, wenn ich irgendwann feststelle, dass die Tweets des anderen mich einfach nicht interessieren, d.h. die brauche ich nicht dann in meiner Timeline.
    Was aber – zumindest aus meiner Sicht – nichts persönliches ist oder so. Es interessiert mich halt nicht, egal wie gut (oder schlecht) die Qualität ist.

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