Geocacher missbrauchen Nistkasten – Die Chronik

Mit diesem zugegeben etwas plakativen Titel, wartete vor kurzem das Gelnhäuser Tageblatt auf seiner Facebook-Präsenz auf. Neben der Abbildung des besagten Nistkastens heißt es weiter im Text:

Unbekannte Geocacher haben einen Nistkasten als Versteck für einen Cachebehälter samt Logbuch missbraucht und außerdem hinter das Einflugloch eine Holzplatte geschraubt.

Dieser Bericht wäre sicherlich in den Tiefen des World Wide Web verschwunden, wenn nicht ein User den Beitrag in der Facebook-Gruppe Geocaching Community Deutschland geteilt hätte. Neben dem üblichen Kopfschütteln in Richtung Owner, häuften sich hier nach kurzer Zeit, kritische Stimmen, welche Details in dem Bericht anzweifelten. So wurde unter anderem eine fehlende Gemarkung, die Anbringhöhe des Nistkastens, die Befestigung der Stash-Note mit der Halteschraube des Nistkastens am Baum angezweifelt. Da aus dem Originaltext des Aufmachers nicht genau hervorging, ob es sich jetzt um einen Nistkasten des Nabu handelte oder um einen Nistkasten im Wald der vom Nabu entdeckt wurde, bat ich das GT um eine kurze Klarstellung.

Also ich werde aus dem Text nicht schlau. Ist es jetzt ein Nistkasten vom Nabu oder ein eigener? Es steht ja nicht explizit, dass es sich um einen Nistkasten vom Nabu handelt, auch fehlt mir die Nummerierung und die Schraube die den Nistkasten hält, hät auch gleichzeitig den Geocaching Hinweis. Wenn also jemand seinen eigenen Nistkasten im Wald befestigt und den entsprechend vor Vogeleinflug schützt, dürfte dies weniger Empörtheit auslösen, als die Überschrift vermuten lässt.

Das GT antworte nicht direkt führte aber weiter in den Kommentaren aus:

Den hat der NABU aufgehängt, in einem sensiblen Gebiet, in dem das letzte regionale Vorkommen der Spechtart „Wendehals“ ist.

Das Gelnhäuser Tageblatt war mit den NABU-Aktivisten vor Ort, der Cachebehälter ist wohl wegen Verstößen gegen die Natur- und Waldschutzgesetze inzwischen bei der Polizei, die Koordinaten haben sich also geändert.

Der Einzige der von dem ganzen Treiben nichts mitbekam, war wohl der Owner, welcher dann etliche Kommentare später auch mal auf der Geocaching-Website informiert wurde. Die Reaktion lies nicht lange auf sich warten:

Hallo liebe Cacher.

Ich musste den Cache erst mal deaktivieren, da es zu großen Missverständnissen gekommen ist.
Die NABU Wächtersbach hat bei ihren alljährlichen Reingungsarbeiten von Vogelkästen wohl auch meinen Cache gefunden. Sie sind der Meinung, dass dieser Cache (Vogelkasten) von Ihnen ist und ich diesen zweckentfremdet habe.

DIESES IST NICHT RICHTIG – ES HANDELT SICH HIERBEI UM MEIN EIGENTUM

Um allen Gerüchten aus dem Weg zu gehen:
Meine Tochter hat vor ca 15 Jahren auf der Messe Wächtersbach im Kinderzelt einen Vogelkasten selbst gebaut und wir haben damals das Material auch bezahlt. Ich glaube es waren so um die 5 Euro.
Dieser Vogelkasten hing jahrelang bei uns im Garten und wurde leider von den Vögeln nie genutzt.
Bei Reingungsarbeiten in unserem Garten haben wir uns dazu enschlossen, den Kasten zu einem Cache umzufunktionieren. Das haben wir dann auch getan und diesen aufgehängt.
Es handelt sich nicht um das Eigentum von NABU oder einer anderen Person. Es ist auch nicht mehr als Nistkasten anzusehen, da ich das Einflugloch verschlossen habe, damit keinem Tier etwas passieren kann. Der Cache wurde so versteckt, dass die Natur so wenig wie möglich belastet wird.
Es lag nie in meinem Interesse, weder der NABU noch der Natur noch den Tieren zu schaden.

Quelle
Dieses Statement löste einen entsprechenden Shitstorm in Richtung GT und Nabu aus. Hohn und Spott gewürzt mit Zitaten aus Begegnungen mit Nabu-Aktivisten füllten, die Kommentare auf. Bis sich der Verein Geocaching Rhein-Main e.V. einschaltete und versuchte zwischen allen Beteiligten zu vermitteln und ein bisschen Feuer aus diesem Fall zu nehmen. Mittlerweile liegt hier auch ein weiteres Statement vor:

+++ Update zum Nistkasten-Geocache in Wächtersbach +++
Wir konnten inzwischen mit allen Beteiligten (Ownerin, Gelnhäuser Tageblatt, NABU Wächtersbach) telefonieren und auch von der NABU Wetterau liegt ins uns eine E-Mail vor. Alle waren sehr interessiert an einem persönlichen Gespräch und keiner wollte eine derartige Diskussion entfachen, wie sie nun an vielen Stellen in Gange ist. Wir werden uns am Donnerstag Nachmittag zusammensetzen und alles weitere klären. Der NABU hat bereits die Bereitschaft signalisiert den Cache an anderer Stelle wieder zu veröffentlichen – dann auch mit Genehmigung „wink“-Emoticon Ich bin sehr positiv überrascht, wie schnell und freundlich alle Beteiligten reagiert haben und freue mich auf den Termin am Donnerstag! (aw)

Quelle
Auch das Gelnhäuser Tageblatt erklärte mittlerweile auf Facebook

+++++ Diskussionen um Cachebehälter in Nistkasten ++++
Der Bericht des GT über einen Cachebehälter, den ein Geocacher in einem Nistkasten auf der „Orber Spitze“ verborgen hat, löste, insbesondere bei Facebook, heftige Diskussionen aus. Das GT hat die Debatte verfolgt und wird in seiner weiteren Berichterstattung die wichtigsten Positionen und Argumente gegenüberstellen.Um das Problem konstruktiv zu klären, wird es am Donnerstag eine Gesprächsrunde geben, an der Annika-Nicole Wohlleber von Geocaching Rhein-Main e.V., der Besitzer („Owner“) des fraglichen Caches, der Wächtersbacher NABU-Vorsitzende Karl-Richard Licht und das Gelnhäuser Tageblatt teilnehmen werden. Eine ausführliche Berichterstattung gibt es morgen und am Freitag im GT.

Quelle

Gibt es eine Moral zu dieser Geschichte? Ich möchte jetzt nicht in Richtung Journalismus wettern, so anmaßend bin ich nicht. Bislang habe ich Geocaching Vereine immer abgelehnt und werde diese Vereinskultur wohl auch in Zukunft vermeiden. Für mein Empfinden hat in diesem Fall Geocaching Rhein-Main e.V. gut reagiert, es hat den Dialog gesucht, als „neutrale“ Stelle, diese hitzige Diskussion sehr gut abgekühlt und alle Beteiligten an einen Tisch gebracht. Jetzt wünsche ich mir noch für den Owner eine positive Entwicklung, war er doch der Letzte, der von dieser Diskussion etwas mitbekommen hat.

UPDATE: Infos aus dem Gespräch

Endlich ein Lichtblick am Ende des Tunnels.

Groundspeak haut einen raus, gleich zwei Souvenirs im März und wenn man April sowie Mai noch betrachtet, ganze vier Souvenirs in unter 60 Tagen. Wichtig ist was Ihr draus macht, eventuell noch mit ein paar Ländersouvenirs erweitern. Klasse!

PS: Es fehlen nur noch Souvenirs als Aufkleber und das entsprechende Album.
PSS: …und das Nano-Icon.

Quelle

GCHFG2 – Old Route 66

Inspiriert von einer Challenge, denke ich gerade darüber nach, welche Caches mir bisher am besten gefallen haben. Natürlich könnte ich jetzt einfach nach Favoritenpunkten sortieren, die Geocaches die aber nach den Jahren noch hängen bleiben, sind meistens die, welche einen wirklich überrascht haben.

Einer davon liegt am Hackberry General Store. Hier durfte ich während einer USA-Reise vorbeischauen, wobei dieser Geocache eher ungeplant angefahren wurde. Die Dose ist für amerikanische Verhältnisse gut, da es sich um eine Tupperdose der Größe Regular handelt, für Europäer eher normal. Der Reiz dieser Dose wird vor allem, durch den Ort und das Personal bestimmt. Gelten Amerikaner gemeinhin immer als aufgesetzt freundlich, konnte man hier eine gewisse Herzlichkeit spüren.
hackberry2

Beim General Store handelt es sich um eine alte Tankstelle, die natürlich Touristen anlocken soll. Allerdings gibt es hier wirklich viel zu entdecken und die Preise sind gegenüber anderen Attraktionen an der Route 66 als human zu bezeichnen. Fast an jeder Ecke gab es für mich ein neues Highlight zu erspähen und wie ich mich so umschaute, fotografierte und natürlich auch Andenken für zu Hause kaufte, vergaß ich den Grund (den Geocache) für mein kommen.

hackberry

Gerade als ich nach 1 Stunden wieder losfahren wollte, fiel mir beim Blick auf mein Garmin, wieder etwas ein. Also schnell zu den Koordinaten und…. der Geocache war nicht da. Auch eine großflächige Suche brachte keinen Erfolg, bis ja bis ich noch mal mit John (dem Inhaber) ins Gespräch kam. Er erklärte mir praktisch nebenbei, dass der Geocache, welchen ich wo suche am Tresen steht, da bei diesen Temperaturen sich gern Skorpione in der Nähe tummeln und für nicht einheimische Geocacher, da ganz schnell ein D5 draus werden kann.

Lange Rede, kurzer Sinn, seid Ihr in der Gegend, fahrt vorbei, schaut euch den General Store an, nehmt ruhig ein altes Kennzeichen von euch mit, die Decke ist praktisch voll damit und wenn Ihr dann noch Zeit habt, ein Geocache ist auch vor Ort.

Camouflage par excellence

Nach dem Podcastertreffen mit anschließender Bahnfahrt, war ich zwar ziemlich kaputt, Kaputt
aber ich musste wollte ja noch zu einer kleinen Dose aus der mir empfohlenen X-Files Serie. Diese besticht hier in der Gegend, vor allem durch Ihre perfiden tollen Tarntechniken, welche dem geneigten Sucher einiges an Frust Inspiration für die eigenen Caches bietet. Die Kommentare der Sucher strotzen ja gerade so vor Ownerlob.

Hier irgendwo muss die Dose sein:
Bahnhof

Oft sind es ja die kleinen Highlights, welche einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und es bedarf nicht wirklich viel materiellen Einsatz, sondern nur einer Idee und deren grandioser Umsetzung, um ein tolles Geocache-Erlebnis zu gewährleisten, zumindest wenn man die Dose mal findet.
K

Ich habe hier jedenfalls Blut geleckt, um meine Fundzahl von aktuell genau einer Dose bei den X-Files zu steigern. Habt Ihr auch Empfehlungen von perfekt getarnten Geocacheverstecken in Deutschland, dann gebt uns gerne in den Kommentaren einen Hinweis.

Travelbug fürs Auto – Aktivieren nicht vergessen!

Man ist Geocacher und möchte das Zeigen, also schnell ein paar Geocaching-Aufkleber besorgt und auf die Autoscheibe geklebt. Doch Obacht ein Aufkleber, der Travelbug-Aufkleber, hat eine kleine Gemeinheit in petto, er ist trackbar und sollte vorher aktiviert werden. Macht Ihr dies nicht, kann sich jeder mit der Trackingnumber (die Zahlen unter dem Symbol) den Aktivierungscode zu senden lassen und den Travelbug über seinen Account aktivieren. Wer jetzt glaubt sowas gibt es doch nicht, dem empfehle ich bei Reisen auf der Autobahn verstärkt mal auf diese Aufkleber zu achten.

 

Danke für euren Support auf dem Giga

Das Giga in München ist vorbei und die Lösung auf die Frage: „Wen habt Ihr am meisten vermisst?“ dürfte jetzt auch klar sein. :)
Vielen Dank für eure Unterstützung, Ihr seid Weltklasse und ich habe mich sehr darüber gefreut.

GigaSupport

Da bei Jörg alle E-Mails ankommen und ich nicht möchte, dass sein Postfach explodiert: Nein ich logge nicht online. :)

GC57A2E Pastor-Bode-Weg (50km Wandercache)

Der Weg ist das Ziel oder mir tun die Füße weh.

Vor kurzem wurde in der Lüneburger Heide diese neue Letterbox veröffentlicht. 50 Kilometer, kein Rundweg, nicht gerade die besten Vorraussetzungen um alles stehen und liegen zu lassen, um sich den FTF zu sichern, aber reizvoll genug, um mit ein paar logistischen Planungen, diese Letterbox in Angriff zu nehmen.

Die Route führt von Lüneburg über Salzhausen bis zum Wilseder Berg. Insgesamt habe ich den Weg in 4 Etappen absolviert, wobei die erste, nur zum Gucken gedacht, mich nur bis an die Stadtgrenze von Lüneburg führte. Die zweite Etappe wurde von starkem Regen und fehlender Motivation in der Gegend von Westergellersen beendet. Die eigentlichen Wanderetappen waren dem zu Folge drei (bis in die Gegend von Eyendorf) und vier. Der Wanderweg führt hauptsächlich durch Wald und Flur, Ausnahme bilden hier die Städte Lüneburg(Start), Salzhausen sowie Egestorf, so dass man sich voll auf die Natur und die Aufgaben konzentrieren kann. Ich hatte zusätzlich den offiziellen GPX-Track dabei, um mich nicht nur an den Wegmarkierungen (gelber Pfeil) orientieren zu müssen.

PastorBode1

 

Die Aufgaben des Caches sind so gewählt, dass man das Wandern genießen kann, nicht zu nah beieinander, meist muss irgendwas erkannt oder gepeilt werden, wobei auch hier die Lösung immer eindeutig ist. Garniert wird die Wanderung durch zwei Bonus-Caches, Größe Mikro. Nummer Eins habe ich nicht gefunden, das Schild zur Errechnung war mir irgendwie zu nervig, bei Nummer Zwei klappte alles ohne Probleme.
Natürlich kann man auf der Strecke auch noch Beifang mitnehmen, verlängert natürlich die Wanderzeit und wenn man die Strecke in einem Rutsch erledigen will, braucht man schon einen Tag. Empfehlen kann ich den philosophischen Steingarten man kommt praktischer Weise dran vorbei.

PastorBode2

Die Highlights der Tour: Abgesehen vom Start in Lüneburg, ist das erste Drittel der Tour relativ ereignislos, man kommt an Gut Schnellenberg vorbei, streift Westergellersen, im Großen und Ganzen sieht man nur Wald und Wiese. Dies bleibt zwar auch in den weiteren Dritteln die beherrschende Szenerie, allerdings gibt es hier vereinzelt Amüsantes. Bei Luhmühlen trifft man auf die Himmelsbrücke, die Inkarnation eines Nachbarschaftsstreites, in Egestorf findet man den Stein des Anstoßes und spätestens auf dem Wilseder Berg wird man mit einer Aussicht auf die schöne Heidelandschaft belohnt.

PastorBode3

Mein Fazit: Dieser Cache macht alles richtig, er legt seinen Fokus auf die Wanderung, das Natur erleben zu Fuß. Streckenführung, Aufgabenstellung und Finaldose sind solide und ehrlich. Schnick-Schnack gönnt er sich in Form von zwei Motivations-Bonus-Dosen, die meines Erachtens nicht unbedingt nötig wären. Manko ist die Wegstrecke, sowie dass es sich hier um eine One-Way-Tour handelt. Im Sommer alles kein Problem, wenn die Nächte wieder länger werden, eine zusätzliche Herausforderung. In Summe hat es mir gefallen also ran, an die Wanderstiefel.

PastorBode4

LPC – denn sie wissen nicht, was sie tun

Wir haben uns ja schon oft im Podcast kontrovers über Lost Place-Events, Stammtische, Coins, Fahnen, Sticker, T-Shirts und was weiß Gott (beziehungsweise der nächste findige Verkäufer) nicht alles geäußert, aber wenn man solch einen Ort betritt, dann sollte man versuchen der Location einen gewissen Respekt zu zollen.

Leider machen zig besuchte Lostplaces und 10 Lostplaces-T-Shirts, noch keinen erfahrenen Besucher aus, darum lasst uns mal über den Wahlspruch Take nothing but pictures, leave nothing but footprints reden.

Bier
Alkohol und das Erkunden von verlassenen Objekten und Gebäuden, vertragen sich meiner Meinung nach nicht. Für viele gehört die Dose/Flasche Bier aber gerade beim Durchstreifen eines Lostplace genauso dazu, wie der Nachwuchs oder Flip Flops (anderes Thema). Von mir aus, aber wenn ich unbedingt eine Flasche Bier auf dem LP trinken möchte, dann nehme ich die leere Flasche auch wieder mit! Das gilt übrigens auch für andere Getränke oder Brotdosen. Man kann mittlerweile einige Stationen nur anhand der in der Nähe stehenden Flaschen identifizieren, dies hat der Owner sicher nicht so gewollt. Es gibt zusätlich noch die ganz schlauen, welche die Flaschen zertrümmern. So findet man vielleicht schwerer die Station, hinterläßt aber für Nachfolgende eine zusätzliche Gefahrenquelle.

Batterien
Der Bunker ist tief, der Weg ist weit, das Licht lässt nach, also schnell Batterien wechseln. Die leeren Batterien sind schwer, also auf den Boden damit und weiter… Falsch! Hier gilt das Gleiche wie oben, leave nothing but footprints darüberhinaus sind Batterien Sondermüll. Die meisten Orte mittlerweile also Sondermülldeponien.

Kinder
Ich weiß die Kleinen sind eine wahre Freude fürs Herz. Wenn Sie aber aus dem dritten Stock fallen, weil die Treppe oder das Geländer eben doch nicht hält, dann kann sich das leicht ins Gegenteil umwandeln. Darum, Kinder haben hier nichts zu suchen! Mit Sicherheit gibt man auch kein gutes Vorbild ab, wenn man einen potenziellen Gesetzesverstoß vor seinen Kindern begeht. Einfach mal in Ruhe drüber nachdenken.

Kalender
Ja Kalender sind blöd, immer wenn man Zeit hat, steht schon jemand drin und außerdem gibt es ja keine offizielle Guideline zur Kalendernutzung. Also ignorieren? Respektiert bitte den Wunsch der Owner. Ihr gefährdet nicht nur den Cache sondern im Zweifel auch die ganze Location. Außerdem fällt eine größere Anzahl von Personen auf einem LP nicht nur auf, sondern steht sich selber auch oft nur auf den Füßen rum.

Take nothing but pictures
So ein altes Schild oder ein anderes „Artefakt“ ist doch was feines, aber zwischen Hausfriedensbruch und Diebstahl ist dann doch noch mal ein Unterschied. Also alles bleibt vor Ort, zu Hause kann man sich immer noch an den gemachten Fotos erfreuen.

Kleidung
Scharfe Kanten, Scherben, Nägel alles das spricht nicht gerade für Flip-Flops und kurze Hosen. Trotzdem sieht man an einigen Startpunkten Gruppen welche eher so aussehen, als fahren Sie kurz an den Strand. Über Fahnen, „Track me if you can“-Shirts oder Nicknames mit Geocaching-Logo möchte ich eigentlich gar nicht reden.
Aber bei einem Treffen mit dem Eigentümer erschweren Sie die Ausreden: „Verlaufen“, „Hund entlaufen“, „Mache nur Fotos“ ein wenig.

Alles was ich hier schreibe ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Leider zeigen die Erfahrungen und die Berichte der Owner, dass ein kleiner Zettel mit Verhaltensregeln als Zugabe beim Erwerb des nächsten LP-Shirts, wohl gar keine so schlechte Idee ist.

Howgh!

Bei uns lief die Anreise eigentlich ähnlich wie bei Jörg, zusammen mit Famii und hareb quälte ich mich die A1 hinunter. Regen und Stau, sorgten nicht gerade für ein innerliches Hochgefühl. Insofern hatte es das Meet & Greet schwer, obwohl man eigentlich alles aufbot um uns Deutsche zu frieden zu stellen: Blasmusik, Bier und Bratwurst. :) Spaß bei Seite, ich hatte etwas anderes erwartet, die Bilder des Lokals sahen toll aus und meine Vorstellung gingen in Richtung „volle Eckkneipe“, stattdessen Sonne (wer macht denn sowas), ein voller Biergarten und massig Redshirts. Als alter Star Trek-Fan stellte ich mich schon auf ein Gemetzel ein, es blieb aber aus.

Für Essen und Getränke musste man vorher Geld in Coins wechseln, was ich für eine grandiose Idee gehalten habe. Die Essensauswahl mit Worst im Hamburger und platter Worst im Hamburger sowie der Option auf Bratkartoffeln fand ich etwas wenig. Andererseits sollte man auf Events schon seine Speisekarte reduzieren, aber soweit? Das Frühstücksbuffet am nächten Tag musste drunter leiden. Egal, wir hatten bei bekannten Gesichtern Platz genommen, konnten die Sonne genießen, schnacken und uns fragen: „Was ist eigentlich genau in der Worst drin?“. Vielleicht wollte ich die Antwort auch gar nicht wissen. Lobenswert erwähnt sei die Idee mit dem Eventlogbuch im Bierfass sowie der nahe Cache Biertje?!?!?! welcher das Thema Braukunst ganz gut umsetzt. Nach dem Event fröhnten wir auf der Fahrt zum Hotel noch ein wenig dem Statistikwahn. Die Jungs waren glücklich, ich war glücklich und der Travelbug KT-1 Event TB war auch wieder unter Menschen gebracht, damit habe ich wieder Platz im Keller. Mein Fazit zum ersten Tag: lekker.

Am Samstag ging es früh zum Event. Natürlich kann man nicht einfach so zum Event fahren (gut kann man schon, machten wir aber nicht), sondern die ein oder andere Dose musste vorher noch geloggt werden. Der Check-in verlief unspektakulär, mit kaum Wartezeit, was für ein Megaevent auf eine gute Organisation schließen ließ. Überhaupt waren überall grüne und rote Shirts zu sehen, man fühlte sich gut aufgehoben. Ein Tipi als Logbuch, passte wie die Faust aufs Auge und wurde vor unseren Augen dann auch gleich von einem Unglücksraben umgerissen. Woanders gibt es dafür Eventverbot :), hier wurde es einfach wieder aufgebaut. Man hilft sich eben. Eine Anmerkung noch zum Logbuch, wenn die Organisatoren, da schon massig Stifte hinhängen, dann sollte man versuchen auch damit zu loggen. Aufkleber- oder Stempellogs zeugen meiner Meinung nach von tief verwurzelter Ignoranz.
Neben den ganzen Workshops und Ausfahrten wurde auch allerhand für Kinder und junggebliebene Indianer geboten. Dies fing mit Kinderschminken an und hörte beim Tomahawk-Weitwurf auf, dazwischen lag das ganze Spektrum des Indianderlebens, mit Ausnahme eines Kurses: „richtigen Skalpieren“, dieser fehlte erstaunlicherweise. Die Buchlesung am Anfang hatte ich nur als Grundrauschen mitbekommen. Ich dachte zuerst da werden die AGBs oder Verhaltensregeln aufgezählt, bis mich mal jemand aufklärte. Hier wäre es vielleicht besser gewesen, diese später im kleineren Rahmen am Lagerfeuer stattfinden zulassen. Natürlich ist ein Megaevent auch ein Händlertreffen. Hier hatte man jedoch im Gegensatz zu anderen Megas immer das Gefühl, die Verkaufsstände begleiten, das Event am Rande mit und man befindet sich nicht auf einer Verkaufsveranstaltung. Ich weiß nicht, wie dass die Händler sehen, für mich ist sowas aber ein dicker Pluspunkt, welcher auch dazu führt, mal durch die Angebote der Stände zu streifen. Dabei fällt mir ein, dass ich bei der Buchung das Paket mit Coin gebucht habe, da für mich Sepp & Berta bei der Eventcoin wirklich ein Meisterstück abgeliefert haben.

Was haben wir sonst noch gemacht? Natürlich waren wir auch rund um das Event cachen und da wir nach unserem genialen Hörertreffen (wir haben uns hier eigentlich nur ins gemachte Nest gesetzt, dazu an anderer Stelle mehr) wieder heimwärts gefahren sind, mussten auch etliche Lab-Caches dran glauben. War ich anfangs kein großer Fan, dieser Cacheart, sehe ich gerade im Bezug auf Events hier die Möglichkeit die umliegende Gemeinde oder den Ort einzubinden. Als Geocacher bin ich entweder nur auf dem Event oder ich bin auf dem Event und suche nebenbei ein paar Geocaches, liegen diese temporär im Ort, bringe ich die Anreisenden auch dazu die Sehenswürdigkeiten des Ortes kennenzulernen, liegt vielleicht noch ein Cafe in der Nähe, ist möglicherweise auch ein Stück Kuchen drin. Sind wir mal ehrlich Tourismus ist gut, Touristen die Geld vor Ort lassen sind besser. Für mich eine gute Idee, die Akzeptanz solcher Events in den Gemeinden zu steigern und die Geocacher auch vom eigentlichen Eventort wegzulocken und neue Dinge entdecken zu lassen.
Mein Fazit zum Mega: Es war gemütlich, ruhig, unaufgeregt und damit so wie ein Mega sein sollte. Zu jeder Zeit gab es Helfer in der Nähe und das Thema Indianerdorf wurde sehr gut gespielt. lekker!

Nach dem fantastischen Hörertreffen, ging es leider schon wieder nach Hause, jedoch nicht ohne Geocaches. Für mich ganz weit vorn war A SIEBENundFÜNFzig ansonsten bleibt leider das Fazit: An der Autobahn findet man selten Highlights. Viele Favoritenpunkte sagen auch nichts mehr aus, vielmehr habe ich das Gefühl mal eben den Porzellanfrosch aus dem Garten auf den Petling gesetzt und schon hagelt es die blauen Schleifen. Vielleicht baut sich aber auch eine gewisse Erwartungshaltung auf, wenn man einen Cache mit über 100 Punkten auf dem Garmin sieht. Werden wir mit Sicherheit noch mal im Podcast besprechen.

Für mich war es ein tolles Wochenende. Howgh!

Howgh

Hörertreffen

Wir treffen uns am Samstag, den 24. Mai, gegen 15 Uhr im Pottpourri – Essenlust & Lebensstil im Potthaus, Winnekendonker Straße 35 – 37, 47627 Kevelaer auf ein Käffchen oder zwei. :)

Vorbereitet haben wir nichts, Jörg nimmt vielleicht ein wenig O-Ton für den Podcast auf. Vermutlich schnacken wir aber einfach so über Gott und die Welt. Ein besonderer Dank geht an Frau Vielweib, welche alles organisiert hat. Also kommt wenn Ihr uns mal live sehen wollt, Umarmungen für mich, Schläge nimmt Jörg entgegen.

Der Link zum Etablissement .

Wir freuen uns auf Euch.

Die schönsten Funde…

… sind die ungeplanten Highlights am Wegesrand. Mir ging es heute so: Kurz vor der Fahrt nach Hause, noch mal schnell auf das Garmin geschaut, ein TB-Hotel in der Nähe der Autobahn angeklickt, Listing überflogen und an den Koordinaten vom Froschkönig überrascht wurden.
Es muss nicht immer der ausgefeilte Multi sein, wenn man sich als Owner ein wenig Gedanken macht, können solche tollen Tradis entstehen. Krümel ist jedenfalls heute noch begeistert.

Fund1

 

Owner Profil: Lierchen

Was hört der Trracer wenn es mal wieder länger dauert?

Ich werde oft gefragt: Welche Podcasts hörst Du eigentlich? Da ich viel unterwegs bin und es ein offenes Geheimnis unter Berufsreisenden ist, das Radio irgendwann langweilt, möchte ich hier mal drei meiner favorisierten Podcasts vorstellen, welche sich unter anderem durch eine lange Spielzeit auszeichnen, um ausreichend Strecke zu überbrücken.

Celluleute mit Philipp, Memo, Carsten und Khalil, Laufzeit 2-3h

Ihr liebt Filme und Serien, dann ist dies euere Wahl. Hier wird alles besprochen: Blockbuster, Dokus, Independent-Movies und Filme, bei denen man sich wundert, wie man sowas überhaupt anschauen kann.
Die Vier verfügen über umfangreiches Wissen (ich stelle mir immer vor, dass jeder so eine nerdige Filmsammlung im Keller hat, die er hegt und pflegt), nehmen sich selbst nicht zu ernst und vertreten auch konträre Meinungen, souverän in der Sendung. Zusätzlich werden ab und zu noch kleine Spiele eingeflochten, was für zusätzlichen Hörspaß sorgt. Für mich als Familienvater, der nicht mehr so oft ins Kino kommt, eine unverzichtbare Quelle um meine Amazon Prime-Liste zu füllen oder Filme bewusst nicht zu schauen.

Schmalzstullenministerium mit Arne und Henry, Laufzeit um die 2h

Den Podcast mit Arne und Henry hatte ich namentlich schonmal in unserer eigenen „Show“ erwähnt. Eine Schmalzstulle, die Redeglocke sowie ein frisches Bier bilden hier die Grundlage, um sich über verschiedenste Themenbereiche aus Ihrem Leben auszutauschen. Nicht immer trifft jedes Thema meinen Geschmack, manchmal wird abgeschweift, manchmal geht es extrem in die Tiefe, aber gerade diese Abwechslung macht die Würze aus. Eines meiner Highlights sind die Sendungen über Bangladesch, wo sich einer der Protagonisten im Auslandssemester befand. Zusätzlich gibt es noch etwas kürzere Sondersendezonen, mit nur einem Thema und Gästen. Nicht zu nerdig, nicht zu politisch, irgendwie die richtige Kombination.

Psychotalk mit Alexander, Sebastian und Sven, Laufzeit eher 3h

Drei Psychologen reden über Themenfelder aus Ihrem erlernten Beruf. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Ein Podcast der viel erklärt, mit Vorurteilen aufräumt und zwar so, dass die Hörerschaft welche nicht über ein psychologisches Studium verfügt, genügend versteht. Natürlich werden die Themen bis ins kleinste Detail besprochen, ich für meinen Teil fühle mich aber gut unterhalten und habe den Eindruck einen kleinen Blick in ein Themenfeld zu erhaschen, in das man sonst als Laie nicht so einfach eintauchen kann. Nicht staubtrocken, ehrlich und authentisch, sind drei Prädikate, die mir dazu einfallen.

D-Buddi und mir ist natürlich bewusst, dass Ihr ausschließlich unseren Podcast hört und zwar unter unserem DIN A3-Poster über euren Bett. Einen kleinen Moment der Schwäche, gestehen wir euch aber zu, also was kommt noch in eure Podcast-App?