Alles kann, nichts muss (Der DSM Selbsthilfe-Chat)

Getreu dem obigen Motto, probieren wir immer mal wieder neues aus um mit Euch in Kontakt zu treten beziehungsweise euch den Kontakt zu uns zu erleichtern. Festzustellen beleibt aber auch, dass die Interaktion in unserer Facebook-Gruppe nicht vorhanden und unser Ausflug in die PodWG auch eher eine Totgeburt war.

Bei letzterem muss man konstatieren, dass wir selber auch nie vor Ort waren. Bei Facebook-Gruppen sorgt schon allein der Algorithmus dafür, dass Gruppen mit wenig Interaktion nicht mehr so schnell in die Timeline gespült werden. Doch jetzt wird alles anderes mit unserem Facebook-Chat. :P
Habt Ihr also Lust den beiden schönsten Podcastern in der deutschen Geocaching-Szene ganz nah zu sein, dann schreibt uns auf Facebook an und wir adden euch in den Chat. Natürlich nur für Freunde!
Braucht man das? Vermutlich nicht, wir wollen einfach mal testen, wie wir die Interaktion mit euch verbessern können und euch faule Säcke liebe Stammhörer motivieren genau so aktiv wie der IRC-Livechat während der Sendung zu sein.

Wir erwarten: Stories, Schlüpfriges und Selbstdarstellungen. Wir bieten uns, sogar mit zeitnaher Interaktion. Generell fühlt man sich in einer Gemeinschaft ja nicht mehr ganz so alleine und wir brauche euch natürlich auch damit uns der Ruhm nicht zu Kopf steigt.

Gern genommen sind auch Freikarten für das nächste Mega, die Mannschaft vom Event am Meer 2017 ging hier mit gutem Beispiel voran.

Das Favoritenpunkt-Dilemma – Groundspeak übernehmen Sie

Ja, wir haben das Thema schon oft im Podcast angesprochen, mittlerweile frustriert mich dieses System aufgrund der dahinterstehenden Logik ab immer mehr. Eine kleine Rückblende: Im Jahr 2010 führte Groundspeak das Favoritensystem ein um gute Geocaches hervorzuheben, ohne die Möglichkeit zu schaffen gleichzeitig schlechte Geocaches zu markieren, wie es zum Beispiel das System von GC-Vote beinhaltet.

Die meisten Blogs sahen zu diesem Zeitpunkt, darin einen großen Fortschritt weil man künftig besondere Geocaches nicht mehr über Empfehlungen und Bookmarklisten finden, sondern einfach auf der Website erkennen konnte. Soweit so gut, allerdings liegt hier auch der Knackpunkt des Bewertungssystems. Den die absolute Zahl der Favoritenpunkte sagt nichts über die tatsächliche Qualität vor Ort aus. Ganz gut erklärt hat das Problem bereits der Himberger in seinem Beitrag aus dem Jahr 2014.
Mittlerweile sind wir im siebten Jahr der Einführung der Favoritenpunkte und so langsam sollte Seattle das System etwas verändern. Natürlich kann ich Seiten wie Projekt-GC nutzen um eine bessere Auswertung zu erreichen, aber ich möchte eigentlich den Umweg vermeiden und auf meiner Geocaching-Seite das geboten bekommen was ich wirklich möchte: „Eine verständliche und sinnvolle Aussage zur möglichen Qualität des Geocaches vor Ort.“ Da ich in letzter Zeit nur mit dem Smartphone unterwegs bin, wird das System noch akuter, denn hier springen die Favoritenpunkte stärker ins Auge.

So richtig deutlich wurde mir der Fehler im System im letzten Kurzurlaub. Smartphone an, Geocaches im Umkreis anzeigen lassen, Filter auf Tradis gesetzt und siehe da ins Auge stach ein TB-Hotel mit 135 Favoriten. Also war der Haltepunkt klar. Vor Ort erwartete mich eine Smalldose, versteckt in einem Vogelhäuschen. Sicherlich mehr als der gewöhnliche Leitplankenmikro, aber nicht so phänomenal und von der Lokation auch eher die Toilette der Sparfüchse von der Autobahn. Ein andere Fall ist ein von mir häufig zitierter Nachtcache. Grundsolide, spannend, mit guter Weglänge. Mit Sicherheit ein Favoritenpunkt wert, aktuell fast 500 Favoritenpunkte. Damit ist er meiner Meinung nach überbewertet, aber so stürzt mich das System auch noch in ein Dilemma. Aufgrund der Mühe des Owners vergebe ich gern einen Favoritenpunkt und schüre damit die Vorfreude und gleichzeitig die Enttäuschung nachfolgende Geocacher.

Wer mir bis hierher folgen konnte, der wird hoffentlich verstehen, dass ich der Meinung bin das Groundspeak sein Bewertungssystem überarbeiten sollte. Aber wie könnte eine vernünftiges System den aussehen?
Zuerst fällt mir hier natürlich das Schulsystem von GC-Vote ein, also die abgestimmte Bewertung mittels Noten, die ein Einpendeln auf einen Mittelwert pro Geocache zu lässt. Vernünftig aber wohl eher unwahrscheinlich.
Kommen wir zum Wilson-Score, grob Loganzahl zu Favoritenpunktanzahl und fast das was Groundspeak mit seiner Prozentzahl in den Favoritenpunkten schon anzeigt. Dies könnte von Groudspeak schnell umgesetzt werden, würde aber vermutlich ein zu großer Einschnitt im Seiten und App-Design darstellen. Statt einer absoluten Zahl, sieht der User plötzlich eine Prozentzahl, so ganz ohne Erklärung werden es wohl die wenigsten User verstehen.
Kommen wir zum dritten Vorschlag eine Berücksichtigung der Favoritenpunkte der letzten 12 Monate. Relativ einfach nach dem Versteckdatum programmierbar, zeigt die absolute Zahl nur noch Favoritenpunkte der letzten zwölf Monate an. Der Vorteil ist hier das man, dass man die Owner motiviert, den Geocache aktiv und bei hohe Qualität zu halten. Nachteil ist auch hier das häufig frequentierte Geocaches wieder einen Bonus erhalten, wobei dies auch heute schon so ist, wie das Beispiel mit dem TB-Hotel zeigte.

Man sieht so einfach zu beantworten ist die Frage nicht, allerdings läuft die Zeit hier gegen das HQ. Je länger man wartet desto weniger wird das Favoritensystem aussagefähig sein. Was einem Usability-Verlust der Webiste und der APP nachsichzieht. Also: Groundspeak übernehmen Sie. Hoffnungsvoll Ihr treues Mitglied Trracer :)

TBScan ein kleiner Erfahrungsbericht

Lange haben wir im Podcast ja schon darüber schwadroniert gefachsimpelt, warum man nicht mal eine sogenannte Discover-App baut, zumal die Texterkennung mittlerweile doch sehr weit fortgeschritten ist. Groundspeak hatte kein Interesse daran, aber Nicolas Camenisch hat sich dem Thema angenommen. Wer hat’s erfunden? Mal wieder ein Schweizer.
Wie viele meiner Kollegen durfte ich mit der kostenlosen Testversion der App ein wenig herumspielen. TBScan setzt auf der Geocaching-Live-Api auf, so dass nach dem ersten Start eine Autorisation der App über den eigenen Account bei Groundspeak erforderlich ist. Dies klappt ohne Probleme und dann ist man bereits im Hauptmenü.

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Dieses ist sehr einfach gehalten, der Hauptbildschirm wird dominiert von den Punkten Discovern und Loggen, im unteren Bildschirmrand befindet sich der Accountname, seine TB-Statistik (hatte ich bislang nicht so auf dem Plan) sowie hinter dem Rad die Einstellungen und hinter der Schublade die momentan im Besitz befindlichen Travelbugs. Im Bereich Einstellungen kann man unter anderem ein akustisches Feedback einstellen, seine Statistiken mit der App begutachten, die Speicherung der Bilder festlegen und ganz wichtig auf TBScan Pro upgraden.

Mit Auswahl von Discovern oder Loggen, erscheint ein zweiter Bildschirm. Hier muss man versuchen den TB-Code zwischen den beiden waagerechten Linien zu positionieren, passt alles und der TB-Code wird erkannt, erscheint gleich die Seite mit Mission und Beschreibung und der TB kann discoverd oder entsprechend geloggt werden.
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Sollte dies nicht gelingen, hilft ein Druck auf die Blitztaste links oben, sollte immer noch kein Ergebnis angezeigt werden kann durch Druck auf den Button rechts unten, der Code per Tastenfeld oder per Spracherkennung eingegeben werden. Funktionierte bei mir beides ohne größere Probleme.

Doch wie schlägt sich TBScan im Alltag?
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Bei meinem Test überraschend gut. Alle Travelbugs und Coins wurden erkannt. Haperte es doch einmal, half ein Druck auf den Blitzbutton. Probleme gab es bei allen Geotoken, wenn der Coincode am Rand der Geocoin angebracht ist oder eben die einzelnen Ziffern nicht waagerecht nebeneinander platziert wurden, sondern zum Beispiel kreisförmig den Rundungen der Coin folgen.
Bei Travelbugaufklebern am Wagen funktionierte die Erkennung auf dem Lack ohne Probleme, bei der Scheibe musste man dann schon mehrere Versuche unternehmen. Ich denke hier ist vor allem die Spiegelung das Problem der OCR. Ein Discovern aus einem Bild heraus (ja die Funktion gibt es auch) hängt sicher stark mit der Qualität der Aufnahme zusammen. Bei mir klappte es leider nicht, mit großer Wahrscheinlichkeit wird ein Schnappschuss aus dem Auto heraus auch nicht einfach so erkannt werden.
Wer immer wieder Probleme mit dem Erkennen von Codes hat, sollte einmal auf dieser Hilfeseite vorbeischauen. Hier hat der Entwickler ein paar Tipps und Tricks aufgeführt.

Kommen wir zum Preis. In der Grundfunktion ist TBScan kostenlos, wer aber Trackables auch grabben, retrieven oder discovern ohne ein Limit möchte, der zahlt 4,99 EUR an den Entwickler. Die genauen Funktionsunterschiede zwischen Light und Pro-Version findet Ihr hier.

Fazit:
TBScan ist mit Sicherheit eine Bereicherung bei unserem Hobby. Die Benutzerführung ist sehr einfach gehalten und bei der Mehrzahl der Versuche mit Coins und Travelbugs funktionierte die OCR ohne Probleme. Die Light-Version macht meines Erachtens wenig Sinn, so dass man schon auf die Pro-Version upgraden sollte. Den Preis von 4,99 EUR sehe ich persönlich als sehr ambitioniert an, aber als gewiefter Appleuser, hat man ja immer bei vergünstigten Ituneskarten zugeschlagen.
Optimal wäre für mich die Integration in eine bestehende Geocaching-App, um das Aufgreifen des Trackables gleich mit dem Loggen in einer App zu ermöglichen.

Wie ich die Lust an Earthcaches verlor

Früher, ja früher war alles besser. Man wurde zu einem Earthcache geführt, meistens ein Findlingsgarten, Steingrab oder sonstige grosse Steine die in der Gegend lagen, machte ein Foto, beantwortete ein paar Fragen und kontaktierte den Owner. Nach einer kurzen Freigabe, konnte man dann diesen Earthcache loggen und freute sich an eine Stelle geführt zu werden, welche doch irgendwas zu bieten hatte. Natürlich gab es auch damals schon Earthcaches welche einem zu einer Steilwand führten und das ganze drumherum doch eher sehr konstruiert wirkte.

Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt knapp über 100 Earthcachefunde, für mich eine der liebsten Geocache-Arten, es gab fast immer was zu sehen und die Fragen lenkten einen nicht zu sehr vom Erlebnis ab. Dann kamen die Statistik, in Form von Earthcache-Master-Abzeichen und kurz darauf wurde ein Foto nur noch als optionalen Bestandteil eines Earthcaches angesehen.

Für mich ließ die Qualität bei Earthcache rapide nach, hatte man vorher noch die ein oder andere Infotafel am Geocaches, gab es plötzlich vermehrt gar keine Hinweise mehr vor Ort. Dafür wurde der Fragenkatalog länger und länger, „interpretiere“, „fühle“ oder „charakterisiere in eigenen Worten was du siehst“ wurde mehr und mehr ein Bestandteil der Aufgaben. Vor Ort gab es dann tatsächlich immer weniger zu sehen. Letztendlich hatte man ja auch gar keine Zeit mehr etwas zu sehen, vielmehr musste man sich durch einen Fragenkatalog kämpfen, oft mit weiterer Internetrecherche. Zusätzlich durfte man dann noch Messen, Schätzen, Zeichnen oder mehrere Kilometer fahren um alle Antworten beieinander zu haben.

Das Foto war optional, die Antwort der Owner in vielen Fällen auch: „Mit Senden der Antworten, darfst Du diesen Geocache loggen! Wir melden uns wenn etwas nicht stimmt.“ In den seltensten Fällen gab es hier wirklich eine Rückmeldung, Fragen zur Aufgabenstellung wurden nicht beantwortet, konnten vielleicht auch nicht geleistet werden O-Ton „ich kenne den Umfang auch nicht“.

Heute suche ich lieber normale Geocaches, ist ein Earthcache in der Nähe, dann schaue ich mir zuerst den Fragenkatalog an. Treten die obigen Punkte vermehrt auf, wird er links liegen gelassen. Mir geht es um das Naturerlebnis und nicht darum die Suchmaschine auch noch für mein Hobby zu vergewaltigen.

Back to the roots, eine interessante geologische Formation, eine Infotafel vor Ort, ein paar Fragen die man vor Ort beantworten kann, das wünsche ich mir. Nicht nur weil es so schön einfach ist, sondern vor allem weil es von dem eigentlichen Aufsuchen des Ortes nicht ablenkt.

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Handy-Cachen mit IOS – Looking4Cache

Etwas länger als Jörg bin ich bereits mit dem Smartphone unterwegs. Dabei geht es mir weniger um eine gezielte Tour, viel mehr bietet es mir den Vorteil mal eben Geocachen zu gehen ohne langwierige GPX-Datei-Generierung. Meine Wahl im App-Store von Apple fiel auf Looking4Cache Pro. Die Pro-Version kostet einmalig 8,99 EUR, wer erstmal testen möchte kann die kostenlose Locking4Cache Lite Version herunterladen.

Um die App im vollem Umfang nutzen zu können, ist eine zusätzliche Premium-Mitgliedschaft bei Groundspeak unabdingbar. Es gibt hier einige Diskussionen im App-Store, aber Looking4Cache nutzt die Groundspeak API. Das heißt seid Ihr nur Basic Member gibt es eine Beschränkung seitens Groundspeak in der API (nur Tradis, nur 3 volle Cachebeschreibungen pro Tag etc.), diese habt Ihr übrigens auch mit Basic-Member-Status in der offiziellen Groundspeak-App.

Vor dem ersten Start müsst Ihr der APP Zugriff auf euer Groundspeak-Konto gewähren. Ist dies alles erfolgreich verlaufen findet Ihr euer Konto unter dem stilisierten Männchen am oberen Bildrand. Etwas versteckt, aber ebenfalls dort könnt Ihr mittels TB-Code nach Trackables suchen und im Anschluss ein Trackable Log erstellen.
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Ich nutze wie gesagt Looking4Cache mehr spontan, somit ist mein Einstieg in die App wie folgt:
1. App öffnen.
2. Auf die Lupe links oben klicken.
3. Auf das Männchen im Kreis neben den Koordinaten klicken, um meine aktuellen Koordinaten zu haben.
4. Oben rechts auf Suchen klicken.

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Die Ergebnisse werden entweder in Listenansicht oder eben wie im Bild in der Karte dargestellt. Natürlich gibt es im Suchmenü umfangreiche Filtermöglichkeiten, so lassen sich nicht nur eigene Funde ausschließen, sondern man kann man mit insgesamt 12 Auswahlmöglichkeiten unter anderem nach Typ, Größe, Gelände etc. filtern. Wie man im ersten Bild schön sehen kann, werden neben den Favoritenpunkten auch die GC-Vote Bewertungen angezeigt. Ebenfalls ist eine Sortierung, Filterung oder ein Bewerten mit GC-Vote-Punkten möglich. Letzteres verlangt, dass mein einen GC-Vote Benutzer in der Konfiguration angelegt hat. Leider muss man für eine Bewertungsabgabe, immer erst in das Konfigurationsmenü und im Bereich Benutzer zwischen der Plattform Groundspeak und GCVote wechseln. Im täglichen Gebrauch eher nicht praktikabel. Dank Techl habe ich wieder was gelernt: Es geht in dem man gleich im Bereich „Benutzer verwalten“ einen Account für GC-Vote mit anlegt.

Gerade für längere Touren lassen sich auch GPX-Files, sowie Offline-Karten auf das Gerät laden. GPX-Files entweder direkt über den Account oder eben als Datei-Import. Die Suchergebnisse kann man als GPX-Datei per Mail oder beispielsweise in die Dropbox exportieren, so dass diese von anderen Nutzern wieder in Ihr Smartphone importiert werden können. Ganz nützlich, wenn das Garmin beim Einschalten hängt und man sich gerade am Start der gemeinsamen Geocachetour befindet.

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Ebenfalls ganz nützlich ist der sogenannte Cache Solver. Hier lassen sich korrigierte Koordinaten, Notizen, Fotos oder Variablen hinterlegen. Perfekt für einen Multi, Mystery oder ein Field-Puzzle. Alle Informationen lassen sich direkt am Geocache speichern. Looking4Cache wird für mich so zur eierlegenden Wollmilchsau, obwohl ich vermutlich nur einen kleinen Teil aller möglichen Funktionen nutze.

Positiv zu erwähnen ist der schnelle Twitter-Support, viele andere Unternehmen nutzen Twitter leider nur als Marketing-Kanal, hier bekommt man sehr zeitnah seine Antwort. Wer sich mehr über die Funktionen der App informieren möchte, dem empfehle ich zum einen die Website, sowie zum Antesten die Lite-Version. Habt Ihr Bock auf die App, dann solltet Ihr die 8,99 EUR investieren, nicht nur um alle Funktionen zu bekommen, sondern um auch den Programmierer zu unterstützen. Von mir eine klare Kaufempfehlung.

Cacheempfehlung Wanderung durch die Schwindbecker Heide

Wie im Podcast bereits angesprochen, kann ich wunderbar in der Natur entspannen. In der letzten Zeit erfreuen sich bei mir Wandermultis wachsender Beliebtheit und mit diesem Geocache habe ich mal wieder ein schönes Exemplar gefunden. Im Jahr 2016 von Schrei001 gelegt, begibt man sich hier auf eine kleine Rundwanderung von 7-8km. Hängt so ein bisschen mit dem möglichen Beifang zusammen, auf dem das Listing an den jeweiligen Stationen hinweist.

Heide bei schlechten Wetter

An den 10 Fotostationen muss man eine einfache Frage beantworten, was jedem problemlos möglich sein sollte. Somit liegt der Fokus ganz klar auf der Natur geniessen und erleben. Zeitbedarf und Parkplatzkoordinate erfahrt Ihr ganz entspannt im Listing. Der Final ist eine normale Lock&Lock-Dose. Empfehlen würde ich euch diesen Geocache im August wenn die Heide in Ihrer Pracht erblüht.

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Ich konnte wunderbar entschleunigen auf dieser kleinen Runde. TFTC :)

 

Mega Stade – Das unmögliche Event!

Selten ein Mega-Event erlebt bei dem es im Vorfeld so viele Reibereien gab. Mit Sicherheit agierten die Owner mit der ein oder anderen Aktion auch sehr unglücklich, man konnte sich dem Eindruck allerdings auch nicht verwehren, dass es eine große Masse an Geocachern gab, die dieses Event scheitern sehen wollten. Dieses Schwarz-Weiss-Denken manifistierte sich so stark, dass wir auch von allen Seiten Kritik ernteten: Mal waren wir zu kritisch, mal waren wir zu positiv. Die Äußerungen bezogen sich dabei durchaus auf den selben Beitrag.

Für mich kristallisierte sich stark heraus, dass es sehr schwierig sein kann, ein Mega-Event im Großraum Hamburg zu veranstalten. Die von vielen gelobte, starke und sehr breit gefächerte Community, stößt hier an Ihre Grenzen. Zuviele persönliche Befindlichkeiten stehen oft einer differenzierten Auseinandersetzung, mit solch einem Event im Weg. Als Zwischenfazit lässt sich aber festhalten, dass es den Ownern als erstes gelungen ist, ein Mega-Event so nah an Hamburg zu veranstalten.

Ich machte mich also am Samstag auf, um mir vor Ort einen Einblick vom Event und dem Eventgelände zu verschaffen. Im Vorfeld versuchte ich noch über die Seite Event-im-Norden ein paar Infos zu den Lab-Caches zu besorgen. Leider funktionierte die Weiterleitung nicht, dafür fand ich aber eine GPX-Datei über Geocaches in der Umgebung vom Gründel so wie die Einbahnstrassenregelung zur Entzerrung des Verkehrschaos. :)

Der Weg ist weit

Das Ziel ist nah

Ich blieb bei meinem Plan, ließ mich an der Zufahrtstraße absetzen und machte mich zu Fuß zur Festung auf. Auf meinem Weg dahin wurde ich exakt von zwei Fahrradfahrern überholt, was mir für ein Megaevent an einem Samstag gegen 10 Uhr doch schon etwas wenig vorkam. Vor Ort fielen mir dann erstmal die üblichen Discover-Guys & Girls auf, welche sich durch den geparkten Wagen hindurchschlängelten. Ich persönlich kann diesem Discoverwahn nichts abgewinnen, als Fahrzeugbesitzer mit TB auf der Heckscheibe, kann man sich aber sicher sein, dass sein Fahrzeug während einer Mega-Veranstaltung aller 5-10 Minuten aufgesucht wird, was durchaus das Einbruchsrisiko senkt.

Weiter ging es zum ersten Geocache, ein Vogelhäuschen mit Petling und es war erstmal Warten in der Schlange angesagt. In naher Umgebung war dies übrigens das Highlight des Tages, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vermutlich habe ich das Schild „Eingang“ übersehen, denn ich begab mich erstmal zum falschen Zugang. Dort wurde mir sehr freundlich der Weg zur Anmeldung erklärt. Überhaupt waren die Helfer in Ihren Leuchtwesten sehr gut zu erkennen, jeder Zeit ansprechbar und immer freundlich. Es ging einem nur spärlich besetzten Shuttlebus hinterher und ich erreichte den richtigen Eingang.

Anstehen zum Loggen

Noch nicht ganz, mir fiel noch eine kleine Gruppe auf, welche sich um ein weisses Banner tummelte. Das Logbuch! Auch hier fehlte mir die Beschilderung und ich empfand die Platzierung, als auch die Gestaltung eher unglücklich. Ja ich weiß ein Event benötigt kein Logbuch, aber es sollte doch möglich sein, zumindest das Event-Logo und eine Begrüßungsformel auf die Plane zu drucken. In meiner Verklärtheit bin ich immer davon ausgegangen, dass die Owner sich so ein Logbuch aufheben. Stift war leider keiner vor Ort, mein zurückgelassener Edding überlebte wohl auch nur 30 Min. Tja so sind Sie die Geocacher.

Das Logbuch

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Der Stift

Es ging hinein in die Festung, die Anmeldung war gut organisiert in dem man Besucher nach Bestellnummern aufteilte, verlief reibungslos und ich fand auch den Ausdruck der Labcaches.

Die Anmeldung

Labcaches

Hinein ging es ins Getümmel. Getümmel ist etwas übertrieben, ich persönlich empfand es sehr übersichtlich von der Anzahl der Besucher. Dies mag der Ausdehnung über drei Tage und der Platzierung der Labcaches in Stade geschuldet sein. Für mich war es ideal, dann ich stehe ja auf entspannte Events und fühle mich bei Menschenmassen auch immer etwas gestresst. Ich hoffe der Festungsverein kann die Veranstaltung auch als Erfolg verbuchen. Da ich mich für keine Workshops entschieden hatte, blieb genug Zeit die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Die üblichen Geocaching-Stände fanden entsprechenden Zulauf, bei den Essenständen hatte wohl nur der Eisstand einen schlechteren Tag erwischt. Das Duell Bratwurst vs. Hotdog, gewann bei mir das Hotdog, aber die Bratwurst war nah dran. Neben diesen üblichen Angebot, gab es auch etwas ungewöhnliche „Läden“. Am Segway-Parcour konnte man sehen, das dieses Fortbewegungsmittel für viele noch sehr ungewöhnlich ist. Es gab einen Drohnen (Modellbau)-Stand und der örtliche Bauer bot auch gesunde Lebensmittel an. Leider und das ist das Fazit von gut zwei Stunden, war an den Geocaching-Ständen einfach mehr los. Es macht durchaus Sinn es auch mal mit anderen Teilnehmern auf der Ausstellerseite zu versuchen. Ein Mega ist in erster Linie als eine Verkaufsveranstaltung zu sehen, ob es sich lohnt muss jeder Aussteller für sich bewerten. Daraus eine Empfehlung für andere Events abzuleiten, nur weil man sich hier mal einen Apfel gekauft hat, finde ich fragwürdig. Trotzdem empfand ich den Schritt, auch mal über den Geocaching-Tellerrand hinaus nach Teilnehmern zu suchen, richtig.

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Der Kletterladen machte einen guten Job, die Führung durch die Festung war gut besucht und auch bei der Hüpfburg ist man gewissen Irritationen (Insider BHV) aus dem Weg gegangen. Vermisst habe ich eigentlich nur den sonst so gewöhnten Rewiever-Stand.

früh übt sich

Guideline konform

Erwähnt sei noch die Festungsbahn, welche durchaus Spass machte und der Hubschrauber-Rundflug. Nicht mein Ding aber für den Preis wohl so nur noch in den USA zu haben.

Festungsbahn

Wie schon bereits im Podcast erwähnt gibt es in der Festung Grauerort, jetzt leider nicht so viel zu sehen, dass es für einen Tag reicht. Also widmete ich mich den nahen Geocaches. Ich mache es kurz das Highlight war das Vogelhäuschen, der Rest war ok bis naja. Mal fand man eine Tupperdose, mal ein Thermoskanne, mal nur einen Logzettel. Im Umkreis konnte man den Barnkruger Hafen bestaunen, einen Altkleidercontainer nach einer Tupperdose absuchen und den üblichen Schutzdeckel vom Gasschild entfernen.

Wo ist der Hinweis

Letztendlich blieb genügend Zeit für den ein oder anderen Schnack und man konnte auch mal andere Geocacher belauschen. Hier hörte von negativen Empfindungen bis zum „super tolles Event“, die ganze Bandbreite an Einschätzungen. Nach gut vier Stunden war bei mir aber auch Schicht im Schacht.Foto 16.04.16, 13 54 51

Die Labcaches in Stade empfand ich als sehr gut. Man wurde zu den Sehenswürdigkeiten Schwedenspeicher, Hansehafen, Fachwerkhäusern geleitet und konnte sich eine guten Überblick über die Hansestadt verschaffen. Geocacher traf ich allerdings hier auch nur sehr vereinzelt an. Dafür war der Espresso am Fischmarkt sehr schmackhaft.

Aufgeschnappte Kritikpunkte bei dem Event: kein Parkplatz, kein Stift am Logbuch, Schloss verstellt, Probleme bei den Zeiten der Workshops, fehlende Frage bei einem Labcache. Man sollte sich aber immer fragen, ob man hier nicht die Nadel im Heuhaufen sucht und ob man nicht über einige Fehler, die es auch bei anderen Events gibt, hinwegsehen kann. Am Beispiel Labcaches: Natürlich fehlt bei Nummer 6 die Frage, aber die naheliegendste Lösung ist auch gleichzeitig die Antwort. Ich erachte es für wichtig das beide Seiten Ihre persönlichen Befindlichkeiten mal etwas herunterfahren und sich selber hinterfragen, dann kann man auch objektiv Handeln und Bewerten.

Meine Kritikpunkte waren: Fehlende Aktualisierung der Event-Seite (Startzeiten Workshops, Verlinkungen beispielhaft: LabCaches, Informationen auf Englisch) für mich ist dies sonst ein Anlaufpunkt bei einem Mega. Ich empfand die Beschilderung zu spärlich (Anmeldung, Workshops, Hubschrauber, Logbuch etc.)  und letztendlich das Logbuch auch etwas einfach.

musste ich nicht nutzen

Zusammenfassend ist es aber allen Helfern gelungen, ein schönes Mega-Event in Rekordzeit aus dem Boden zu stampfen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Leute ein schönes Wochenende oder zumindest einen schönen Tag verbringen konnten. Die Atmosphäre war entspannt, die Helfer jederzeit ansprechbar, hilfsbereit und schon von weitem als solche zu erkennen. Ich denke jeder hat vor Ort einen guten Job gemacht und es ist gelungen ein unmögliches Event, möglich zu machen. Dies finde ich sollte man würdigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Seid Ihr alle noch ganz dicht?

Die Frage stellt sich mir wenn ich die Kommentare, Tweets oder Facebook-Posts zu den „Leap Day“ Souvenirs anschaue. Sollte es jemand noch nicht mitbekommen haben, Groundspeak hat zum 29.02.2016 ein Souvenir ausgelobt, eigentlich sogar zwei, wenn man in dem Zeitraum 27.-29.02. auch noch einen Geocache online geloggt hat.
Es ist wie es ist, Groundspeak führt den Gamification-Ansatz konsequent weiter in Richtung Abziehbildchen. Wenn man auf die Statistik für den 29.02. schaut, die über 500 Events verzeichnet, trifft man wohl auch den Nerv der Geocaching-Gemeinde. Ich kann mich dafür nicht erwärmen, weil Geocaching für mich einen anderen Ansatz hat, aber ich kann es zumindestens akzeptieren.
Die Nackenhaare stellen sich bei mir nur auf, wenn ich in den Sozialen Medien auf Geocacher treffe, welche die ganzen Souvenir-Jäger über das Jahr abqualifizieren, dann aber zufälligerweise selber als Eventowner, Eventbesucher zum Leap Day in Erscheinung treten.
Konsequenterweise folgen jetzt natürlich Statuseinträge, mit dem Hinweis das man das Souvenir erhalten hat, man es gar nicht will und wie man es wieder wegbekommt.
Tja das geht natürlich nicht, aber das weiß man ja und so versucht jeder seine eigene Bubble aufrechtzuerhalten. Was mich zur Aussgangsfrage, zur Überschrift führt. Ich finde es mehr und mehr befremdlich, dass jeder in diesem Hobby seine Art des Spiels als die einzig Wahre erachtet. Es dann aber an der entscheidenden Konsequenz mangelt, diesen selbst propagandierten Weg treu zu bleiben und dies dann natürlich noch irgendwie pseudomäßig begründet wird. Groundspeak hat über alle Kanäle für die Souvenirs getrommelt, wenn man also ein kleines Abziehbildchen bekommen hat, dann mit Sicherheit nicht durch Zufall, sondern mit voller Absicht.

GC66X4B – La Tortuga

Es gibt Sie noch die kleinen Perlen, die kleinen Geocaches, welche einen doch überraschen. Solltet Ihr also mal in Marl aufschlagen, dann schaut euch doch mal GC66X4B an.
die Schildkröte

Ein großes sehenswertes Kunstwerk, versehen mit einem kleinen schönen Mimikry-Cache. Wenn man Ihn mal gefunden hat, stellt sich wieder das schöne Gefühl von Glückseligkeit ein, was man so oft beim Cachen vermisst.

GC5X9NN – Petlinge im Wald

Weihnachten das Fest ins Saus und Braus rückt näher. Bei uns folgt danach meist etwas Bewegung und als Geocacher bietet es sich an, dies mit einer kleinen Cacherunde zu verbinden. Ich benötigte die Bewegung schon ein wenig früher und habe mich für die Runde Petlinge im Wald von Andi+Monique entschieden.
Petlinge

Die Runde macht vieles richtig und dient für mich als Blaupause für kleine Cacherunden. Das fängt schon beim Namen an, es handelt sich bis auf den Bonus ausnahmslos um Petlinge, welche noch etwas aufgehübscht sind und im Abstand von ca. 300m liegen. Damit kommt die Runde auf ca. 4km Wegstrecke und schafft es zwischen den einzelnen Caches auch prima das Gefühl eines kleinen Spaziergangs zu vermitteln.
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Im Übrigen kann man nicht mit dem Auto bis zum ersten Geocache vorfahren, sondern hat vom Parkplatz noch ca. 800m Wegstrecke vor sich. Für mich ein klarer Pluspunkt, kommt es so doch zu weniger Flurschäden.
Gerade um auf solchen Runden die Flurschäden in Grenzen zu halten, fordere ich ja immer klare und eindeutige Hints. Mir geht es ja primär um die Bewegung, insofern möchte ich am Ground Zero nicht allzulange aufgehalten werden. Auch dies haben die Owner berücksichtigt. Tja und wie kommt man jetzt an die Koordinaten für den Bonus? Einfach die Zahl vom Logbuch notieren und diese in die Bonuskoordinaten einsetzen. Keine schwierigen Berechnungen, keine Rätsel und sogar an mich gedacht, da die Zahlen nach dem sechsten Geocache noch mal wiederholt werden.
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Fazit: Wenn Ihr ca. zwei Stunden (bei gemächlichen Tempo) im Wald verbringen, die Natur geniessen und ein wenig für die Statistik tun wollt, dann sollte eure nächste Reise Richtung Schneeverdingen starten. Das der Ort auch so mit guten Geocaches glänzt, sollte euch spätestens seit unserem letzten Podcast bewusst geworden sein.

DSM075 – Mit Schirm, Charme und Unten ohne

Nacktwanderung der reinen Seelen ins Camp Reinsehlen, so könnte man unseren heutigen Outdoor-Podcast beschreiben. Obwohl wir uns wieder mal den einzigen Tag in der Woche ausgesucht haben, an dem Petrus nicht nur weint, sondern auch ziemlich bläst, gefällt mir dieses Format doch ganz gut. Zwei Männer allein im Wald Camp, reden über Gott und die Welt. Dabei frönen wir natürlich unserem zweit liebsten Hobby. Erlauben uns einen DNF, sowie einen Wartungsaufruf per Twitter, dem der Owner natürlich, wie bei Promibesuch zu erwarten, auch sofort nachkommt.
Überhaupt zeigt sich die Gegend um das hier ansässige Naturhotel nicht nur von Ihrer schönen Seite, sondern es gibt auch allerhand tolle Geocaches zu entdecken. Im Anschluss geht es zum Aufwärmen in das sehr zu empfehlende Cafe Schnittchen nach Schneverdingen. Wir trauen uns nicht das „Beste Freundinnen-Frühstück“ zu bestellen und ernähren uns stattdessen gewohnt gesund. Mit unserem heutigen Stargast Poilettentapier reden wir noch mal über die Schneverdinger Szene, Versagensängste bei D/T-Wertungen, Challenge Caches sowie das für 2018 geplante Geocaching-Mega-Event Reinsehlen. Als offizieller Medienpartner, haben wir natürlich die Pflicht zur Nacktheit auf diesem Event ebenfalls als Idee eingebracht. Geschenke gabs auch, jetzt sind die Festtage gerettet.
Wir haben diesen Geocache Podcast in knapp *37 Minuten geschafft.

*Wer’s glaubt und nun viel Spaß.

der bisherige Text stammt von Trracer, aber er vergisst natürlich wieder den wichtigen Punkt Werbung und Verbreitung durch Schlagworte! Daher sei noch mal völlig ohne Bedeutung Intimpiercing, Sex and drugs and rock and roll und Swinger eingestreut!

Klorolle

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Groundspeak startet Umfrage zum Schwanzvergleich

Wer hätte es gedacht die Challenge-Caches sind nicht tot, noch nicht. Groundspeak ist sich wohl selbst nicht so sicher, weswegen eine Umfrage unter den Nutzern gestartet wurde.

In der Umfrage fehlt übrigens die Antwort „Challenges sollten generell abgeschafft werden“. Sieht man mal wie wichtig Gameification mittlerweile geworden ist. Immerhin geht eine Frage in Richtung des Filterns, man kann also nicht behaupten das Seattle nicht zugehört hat.

DSM073 – atmosphärische Skihose

Heute haben wir uns mal in die Natur gewagt. Während wir zum Start der Folge noch Probleme beim Heben eines Geocaches hatten, konnten wir beim späteren Rückblick auf vergangene Folgen endlich mal wieder etwas Sex einstreuen und feststellen das Geocachen in Osteuropa eher für den Arsch nicht so toll ist. Wir bemerken dass NA-Loggen zur Verwirrung beim Owner und unbeteiligten Dritten sorgen kann. Dann ging es endlich raus in die Natur und wir begleiten unseren heutigen Knecht Stargast Bullenherde bei einem Wartungsgang. Hier bekommt Ihr wieder alles geboten, epische Abhandlungen über die Vorteile eine Skihose, verwirrte Männer allein im Wald und natürlich Atmosphäre. Sogar schlagartig einsetzendes schlechtes Wetter können wir bieten!  Zum abschließenden Kamingespräch fallen unserem Gast dann nur sehr weise Worte ein. Uns hat es gefallen und euch wünschen wir viel Spass.

Ach ja, rund eine Stunde konnten wir dieses mal einhalten, allerdings pro Person ;-)

besprochene Geocaches:
Operation Bloody Mary
Nightrider
Auf den Spuren von John Kramer
Zaluskowski jagt die Tabakschmuggler
Schöne Aussicht
Staplerfahrer Klaus

201511 Reflektor

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Wartung, das Leid der Owner

Als kleine Einstimmung auf unser nächstes Podcastthema habe ich mir die Frage gestellt: Hat die Wartungsintensität der Geocaches zugenommen? Lohnt es sich denn als Owner überhaupt noch aufwendige Geocaches zu legen? Ausschlaggebend für die Frage war ein Multi den ich vor ein paar Wochen besucht habe. Dabei traf ich den Owner zufällig bei einer Wartungsrunde. Neben einer beschädigten Station, hörte ich dann, dass die ein oder andere aufwendige Installation sich relativ schnell nach dem Publish buchstäblich in Luft auflöste. Von fehlenden Reflektoren (hier waren es glaube ich 15 Stück ) möchte ich gar nicht reden. Einen weiteren neuen Multi habe ich ebenfalls auf meiner Watchlist und auch hier musste der Owner nach ein paar Findern schon zur ersten Wartung.

Sind wir Sucher also zu ungeduldig, zu ruppig oder verbauen die Owner nur noch mindere Qualität?

Auch ich hatte mal einen Nachtcache auf der Plattform gelistet, nach dem es anfangs relativ entspannt lief, häufte sich dann die Wartungsintensität. Mal fehlten Reflektoren, dann fehlte ein Reaktivlicht, eine Station war defekt und musste ersetzt werden. Richtig nervig wird es erst, wenn Stationen komplett aus der Verankerung gerissen, Hinweise wie „nichts Aufschrauben“ ignoriert und die fehlende Batterieleistung der Taschenlampe, kurzerhand mit den Batterien aus der Station ausgeglichen wird. Irgendwann ist man als Owner jede Woche bei der Wartung, baut eventuell den Geocache zurück um ihn wartungsfreier zu gestalten, was sich wiederum in missbilligenden Logs ala „ich habe hier mehr erwartet“ niederschlägt. Der Faden zur der einen Geocache von der Archivierung bewahrt ist extrem gespannt und wie bei so vielen tollen Geocaches reißt er leicht.

Vielleicht sind wir auch selber daran Schuld? Jeder Owner profiliert sich doch über seine Geocaches, wenn auch nicht immer bewusst. Ein anerkennendes Nicken, ein wohlwollendes Log, daraus speist sich die Energie des Cachebesitzers. Dies verbunden mit der Omnipräsenz der Beiträge in den Sozialen Medien, ob nun durch den Owner selber oder eben durch die Finder. Ein neuer Geocache wird so schnell einem breiten Publikum zugänglich machen und der Hype, die hohe Besucherfrequenz, ist vielleicht nicht in jedem Fall förderlich. Auch ich ertappe mich bei dem Gedankengang „jetzt bloss schnell hin, bevor er kaputt oder weg ist“.

Ist ein wenig mehr Zurückhaltung die Lösung?

Wie immer können wir das Problem nicht lösen, sondern bestenfalls zur Sprache bringen. Aber gibt es überhaupt ein Problem oder sind dies nur subjektive Empfindungen? Gebt uns euer Feedback, wir werden es gern in der nächsten Folge besprechen.

Warum ist der Geocaching.com-Messenger sinnvoll?

Das vor kurzem gestartete Message-Center sorgte mal wieder für Diskussionsbedarf in der Geocaching-Szene. Aussagen wie „das braucht kein Mensch“ waren da noch harmlos, viele zweifelten eher an der wahren Kompetenz von Groundspeak, zumal es sich ja noch um eine Beta mit eingeschränktem Funktionsumfang handelt.

Warum macht es für Groundspeak trotzdem Sinn jetzt mit einem Message-Center zu starten? Es hilft hier sich Geocaching.com nicht als Plattform für Caches vorzustellen, sondern als soziales Netzwerk für Geocacher. Viele Geocacher sind auf Facebook, Twitter, Instagram etc., sie sind untereinander vernetzt, nutzen teilweise diese Netzwerke nur für die Kommunikation mit Geocachern. So gibt es geschützte Twitter-Accounts, geschlossene Facebook-Gruppen usw. . Ein Trend der auch den Verantwortlichen im HQ von Groundspeak aufgefallen sein wird. Es macht also Sinn die Nutzer innerhalb des eigenen Geocaching-Universum zu halten, anstatt diese an andere Netzwerke zu verlieren und dort ggf. mit hohen Werbekosten auf sich aufmerksam zu machen.

Aktuell ist man auf allen sozialen Netzwerken aktiv und testet verschiedene Ansprachen. Das Forum von Groundspeak ist zwar noch gut besucht, der Trend im E-Commerce entwickelt sich aktuell aber weg, von statischen Interaktionen (Foren) hin zu Echtzeit-Kommunikation (Twitter, Messenger, Chat). Der Messenger macht natürlich nur Sinn, wenn man Ihn konsequent weiterverfolgt und zum Beispiel in die App integriert. Hier fallen mir dann sofort Teaminteraktionen im Outdoor-Bereich, gemeinsames Bearbeiten von Rätseln oder wie beim damaligen Geocaching-Live, eine Funktion „Geocacher (Friends)-around-me“ ein. Auch ein schneller Support ist über diese Funktion denkbar.

Letztendlich geht es darum Nutzer zu halten, Funktionen anzubieten die neue Nutzer gewohnt sind, um dann über Nutzerbestand wieder Einnahmen über Vermarktungen, Werbung etc. zu generieren. Es gab ja in den Foren etliche Argumente gegen den Messenger, meiner Meinung nach verlaufen Sie alle ins Leere:

Ich nutze den Messenger nicht, braucht kein Mensch!
Wie oben schon dargestellt geht es hier primär um Leadgenerierung. Neue Nutzer halten ein Netzwerk am Leben (vergleiche auch Studi-VZ), gleichzeitig sind Sie auch anspruchsvoll und wollen gewohnte Dinge nicht so schnell aufgeben. Nur weil etablierte Nutzer ein System nicht nutzen wollen, kann es trotzdem sinnvoll sein, da es sich über die Zeit durchsetzen kann. Man sollte sich an den Aufschrei bei Facebook, der sich aus der Separierung des Messenger-App ergab, erinnern und heute mal auf die meisten Mobiltelefone schauen. Dort tummeln sich beide Apps friedlich nebeneinander.

Man hat im Wald mit dem Smartphone keinen Empfang, richtige Geocacher nutzen nur GPS!

Ja das kann durchaus sein, allerdings ist die Netzabdeckung ein Problem der Infrastruktur in Deutschland und in vielen anderen Ländern ist der Empfang fast immer gegeben. Ich habe leider keine Zahlen dazu gefunden, denke aber das neue Nutzer an die Plattform Geocaching.com primär über Mobiltelefone herangeführt werden. Die Hemmschwelle ein vorhandenes Mobiltelefon zu nutzen, ist nun mal wesentlich geringer als der Kauf eines GPS-Gerätes. Ich persönlich nutze beides.

Wer nutzt den noch die Seite? Warum nutzt man uns als Versuchskaninchen? Ich nutze eh eine andere App!
Irgendwo fängt man nun mal an ein Programm zu entwickeln, primär auf seiner eigenen Seite. Eine Beta gibt unheimlich viel Input und niemand kann wissen, ob es nicht vorher schon eine Closed-Beta (sehr wahrscheinlich) gab. Es heißt jetzt für Groundspeak Erfahrungen sammeln und selbst wenn von zehn Nutzern nur einer damit arbeitet, reicht es locker um Bugs zu finden, Input zu bekommen und Prozesse zu optimieren. Viele dieser anderen Apps nutzen die API von Geocaching.com, einen funktionierenden und fertigen Messenger, weiteren lizenzierten Entwicklern zugänglich zu machen, ist meiner Meinung nach nicht so unwahrscheinlich.

Ich hätte mir zwar auch lieber ein Nano-Icon gewünscht, sehe diesen Schritt aus Seattle aber bei weitem nicht so negativ wie andere. Ich empfand bereits zu Geocaching-Live Zeiten, den integrierten Chat als eines der Killer-Features. Eine Plattform lebt durch Verbesserungen und Innovationen. Als Nutzer neigt man dazu, stark Verbesserungen einzufordern, denn man ist die Handhabung gewöhnt und weiß ja auch wo es hängt. Ein kommerzieller Betreiber darf aber Innovationen nicht vernachlässigen, um Up-to-date zu bleiben, sich im Wettbewerb durchzusetzen und profitabel zu sein (man denke bitte an Studi-VZ). Aus diesem Grund finde ich das neue Message-Center als einen richtigen Schritt und bin gespannt ob es sich durchsetzt bzw. was noch im Keller von Seattle schlummert.