Schneverdingen – GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein

Endlich mal wieder trocken, dazu soll es bis zu 12°C werden, d.h. raus – cachen 😎

Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad los aber morgens zeigte das Thermometer noch satte -1°C an, da war dann doch das Auto die erste Wahl. Nachdem die Standheizung mir die Scheiben vom Eis befreit hatte konnte es los gehen. Und als Ziel hatte ich mir einen interessanten Multi nahe Schneverdingen rausgesucht, den GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein. Den konnte man durch ein paar nahe gelegene Tradis wie z.B. GC46ZEC – Wegesrandcache 5 und andere aus der Reihe ergänzen, passte also ganz gut.

Vorab ein paar Worte zu den Tradis drum herum. Die waren ganz ok um die Runde so zu erweitern dass ich auf 7-8 km komme, die 1,5 km des Multis waren mir einfach zu wenig für so einen schönen Cache-Tag. Die Tradis waren absolut ok. Man hatte das Gefühl es handelte sich um ehemals höherwertige Caches die nach vielen Jahren nicht mehr ganz so perfekt gepflegt werden wie es mal war. Erkennt man auch daran dass einige Zahlen in der Nummerierung bereits fehlen. Dennoch sind sie in einem Zustand der noch Freude aufkommen lässt, also sehr gute Ergänzung!

Aber auch wenn ich mittlerweile immer eher verstehe warum manche Cacher nur noch Tradis machen liegen mir Multis immer noch am Herzen. Klar, das Risiko ist immer da viel Zeit zu investieren und am Ende den Final nicht zu finden, wäre mir heute auch fast wieder passiert. Vielleicht ist es aber auch gut, entgegen dem Zeitgeist von Vollkasko-Mentalität und Fund-Garantie, ab und an mal eine Enttäuschung zu erleben?!

Der Cache hat passender weise 7 Stationen und den Final. Ab Station 2 bis Station 6 müssen Fragen zum Märchen beantwortet werden, 3 Antworten sind dabei vorgegeben, d.h. selbst wenn man keine Ahnung hat und kein Internet könnte man den Cache sogar per Brute-Force erledigen. Und das wäre nicht mal so wirklich schlimm, ist eine schöne Umgebung zwischen Wald und Feldern und erstaunlich wenig Hundemuggel und Rentner sind unterwegs. Wer aber Internet dabei hat kann die Fragen zügig über die Suchmaschine seiner Wahl beantworten. Wenn ich das hin bekomme ist das immer ein gutes Zeichen 😉

So fräste ich mich also durch die Stationen die im übrigen auch immer gut aber fair versteckt waren, nötigenfalls waren die Hints tatsächlich mal ausreichend. Leider war das bei Station 7 nicht der Fall. Hier gibt es eine Frage zu Verwandtschaftsverhältnissen und ich kann mit Begriffen wie Tante, Cousine u.ä. tatsächlich nix anfangen, die sind mir wirklich völlig fremd. Aber der „normale“ Cacher wird die Frage dennoch beantworten können, mein erster Gedanke war auch der richtige wie ich später feststellen durfte. Abgesehen davon gibt ja auch hier nur 3 Möglichkeiten die wenige 100 Meter auseinander liegen. Eine Lösung passt gar nicht, eine weiter könnte gerade so passen liegt aber zu sehr auf einem Weg und somit passt die letzte dann am besten.

Der Final ist dann wieder nicht ganz einfach aber dennoch fair versteckt, durchaus findbar. Obwohl ich mir auch hier einen Hint wünschen würde. Nicht weil ich ihn benötigt hätte sondern ich finde Hints die dafür sorgen dass ich einen Cache am Ende auch wirklich finde einfach gut, da bin ich schon fast Fan! Tut doch letztlich niemandem einen Abbruch und verhindert sinnlosen Frust. Vielleicht sollte man sogar mal eine Kampagne für Hints starten, aber das ist dann wieder ein anderer Blog-Eintrag 😎

Fazit: Der Cache lohnt sich für mich auf jeden Fall, jedenfalls für diejenigen die es old style mögen, also kein Firlefanz sondern ein schöner Marsch in schöner Umgebung, findbare Verstecke und ein schöner Final. Dazu ein Thema das sich durch den Cache zieht und sehr schön umgesetzt ist.

Frage um Frage

Groundspeak, „Are we meant to be?“ oder auch „stets bemüht“

Irgendwie finde ich die Groundspeakler ja auch niedlich. Sie sind wirklich stets bemüht lieb zu ihren Nutzern zu sein. So kam heute eine Mail zum Valentinstag in dem ich auf einen „nahen“ Geocache hingewiesen wurde, Dornröschens Tor. 43 Favoritenpunkte, sie denken ich würde ihn mögen, haben sie zumindest geschrieben.

Nun ja, woher sie wohl wissen mögen welchen Cache-Geschmack ich habe? Aber das ist schon ok, sie schauen halt welcher nahe Cache viele Favoriten hat und fertig ist die Werbung. Und wonach sollten sie auch sonst gehen? Also so weit ok.

Was ich für eine Firma die sich in der Hauptsache mit GPS, Gelände und Outdoor beschäftigt allerdings etwas dünn finde ist die „Nähe“. Klar, da wurde geschaut welcher Cache nahe an meiner Homezone liegt und viele Favoritenpunkte hat und Marketing go. Nur wurde dabei eine kleine Nebensächlichkeit übersehen, dieses kleine Flüsschen namens Elbe 😉

Der Cache liegt 13,5 km Luftlinie von mir entfernt, das ist tatsächlich scheinbar recht nahe da ich halt die Homezone schon recht leer habe. Hätten sie aber statt eines einfachen SQLs mal ihr eigenes Cache along the Route genutzt wäre ihnen vielleicht aufgefallen dass der Cache rund 40 km von mir entfernt liegt und dabei mit ca. 60 Minuten Fahrzeit, eher mehr, gerechnet werden muss. Da wären Elbtunnel und A7 sowie Stadtverkehr. Und in diesem km-/Zeit-Bereich finden sich wesentlich mehr Caches mit hoher Favoritenquote die man hätte empfehlen können.

Wie gesagt, nicht tragisch, nicht schlimm! Aber wirklich cool wäre es wohl gewesen sich etwas mehr bei der Auswahl zu bemühen. Wie gesagt, sie haben ja selber Tools im Angebot mit denen man so etwas umgehen kann. Daher fühlt man sich eben nicht gebauchpinselt sondern nimmt die Mail eher als den üblichen Marketing-Kram und hält es eher für „bemüht“ als „gut“ gemacht.

Schade, vielleicht denkt man beim nächsten mal etwas länger nach was man tut. Wobei es dann wohl eh wieder eins der unendlichen Souvenirs werden wird.

Eigentlich bin ich ja ganz froh dass man bei Groundspeak so völlig fantasielos ist, so wird wenigstens auch so schnell nichts an dem funktionierenden Spiel kaputt optimiert 😎

Höllen-Strecke